Zeigen was man liebt: Doku

Filme
Datum: Freitag, 12. Mai 2017 20:00

Eintritt:
6 Euro

IN ANWESENHEIT DER REGISSEURE:

Zeigen was man liebt

BRD 2016, 129 Min., dt. OV, digital, R.: Frank Göhre, Borwin Richter, Torsten Stegmann

„Die deutsche Filmgeschichte ist eine vieler Missverständnisse. Etwa, dass der deutsche Film dröge sei. Dass es ihm an Sinnlichkeit mangele. Und dass Genreunterhaltung nicht so sein Ding sei. Das mag stimmen für einige Filme - aber für viele eben auch nicht. Ein weiteres Missverständnis besagt, dass die alten deutschen Filme noch viel schlimmer seien als die aktuellen. Diesen Irrtümern liegt zugrunde, dass die „alten“ Filme, die Unterhaltung und Anspruch, Lockerheit und Leidenschaft, Energie und Lust verbinden, heute kaum mehr zu sehen sind. Was es auf DVD nicht gibt, was im Fernsehen nicht läuft, gerät in Vergessenheit. Doch es gibt Abhilfe: Nach Dominik Grafs „Verfluchte Liebe Deutscher Film“, der die Genrevariationen des Neuen Deutschen Films durchdeklinierte, blicken Frank Göhre, Borwin Richter, Torsten Stegmann nun mit ihrem Dokumentarfilm „Zeigen was man liebt“ dezidiert auf die Münchner Filmszene Ende der 1960er Jahre: Da, wo Klaus Lemke und Rudolf Thome herkamen, wo May Spils und Werner Enke Erfolge feierten. (…)
Viele dieser Filme sind gar nicht mehr verfügbar heute. Das ist umso bedauerlicher, wenn man hier in Filmausschnitten eine Kraft und Energie spürt, die so gar nicht das ist, was man von einem deutschen Film der 1960er Jahre erwartet. Und ganz nebenbei hat man bei diesem Film auch das heimelige Gefühl eines Klassentreffens, bei dem sich alte Freunde wiederbegegnen, die, die damals auf den Putz hauten und sich dann auseinanderentwickelt haben. Auch wenn Thome nur aus dem Archiv zu uns spricht. Und Lemke seine Rotzigkeit beim Interview in einer Tiefgarage auslebt.“
(Harald Mühlbeyer, www.kino-zeit.de)

„Es ist ein eher unbekanntes Kapitel des deutschen Films, das in dem enorm kurzweiligen Dokumentarfilm „Zeigen was man liebt“ aufgeblättert wird. Sozusagen standesgemäß ist er ganz ohne Förderung oder Fernsehbeteiligung entstanden, einfach, weil die Macher Lust auf ihn hatten und die Zeit reif war. Ein Film, der nicht nur gute Laune, sondern auch Lust auf das Sprengen von allerlei inneren Ketten macht. (…) „Zeigen was man liebt“ ist mehr als ein Film der guten Laune, ist weit mehr als eine filmhistorische Exkursion. Er ist und zeigt trotzige, lässige Selbstbehauptung, lacht der Welt ins Gesicht, ist Herzblut pur in hoher Dosis. Nach diesem Film fühlt man sich – egal, wie alt man ist – für eine ziemliche Weile ziemlich verdammt jung. Und lässig. Und cool.“ (Alf Mayer, www.culturmag.de)

Zu dieser sehenswerten Doku präsentiert das KommKino vom 5.-13.5. ein umfangreiches Programm mit seltenen alten Originalstreifen.

 

 

 

Alle Daten


  • Freitag, 12. Mai 2017 20:00