Perrak

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Datum: Sonntag, 31. Dezember 2017 21:15

Eintritt:
6 Euro

Krimi im Dezember

Perrak

D 1970, 92 Min., dF, 35mm, R.: Alfred Vohrer, D.: Horst Tappert, Erika Pluhar, Judy Winter, Werner Peters, Jochen Busse, Carl Lange​​

Perrak übt mit seinem Sohn Autofahren, als ihm ein reicher Industrieller „nur so aus Spaß" das Auto kaputt fährt und ihm einen Blanko-Scheck überreicht. Kurz darauf muss Perrak wieder zur Arbeit – denn er ist ja Leiter des Sittendezernats bei der Hamburger Polizei. Heute muss er allerdings einen Mord aufklären: Toni, ein 19-jähriger Transvestit, wird vom Penner Ede in einem Auto auf einem Schrottplatz tot aufgefunden – offensichtlich ermordet …

Mit Schrotthändlern macht auch Perraks Sohn zur selben Zeit seine Erfahrung: Ein Händler will ihm nämlich ganze 5 Mark für sein Auto geben – bis der Chef des Schrottplatzes, ein gewisser Kaminski das mitbekommt, ihm 500 Mark in die Hand drückt und seinem Vater viele Grüße bestellen lässt. Perrak fordert den Jungen auf, das Geld zurückzubringen. Danach muss er wieder an die Arbeit und im Rotlichtmilieu nach den Hintermännern suchen …

Das klingt verwirrend? Ist es auch! "Den roten Faden findet man in „Perrak“ kaum."(Moviemaster) Muss man auch gar nicht. Der Streifen ist ein herrliches Trash-Vergnügen, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Regie führte Alfred Vohrer, auf dessen Konto auch vierzehn Edgar-Wallace-Streifen gehen, und der Quentin Tarantinos erklärter deutscher Lieblingsregisseur ist.

„Perrak“ ist quasi der Kino-Vorläufer von Tapperts bekanntester Rolle: „Derrick“. Auch hier spielt er einen Inspektor, allerdings im Sittendezernat. Im Vergleich zu „Derrick“ ist dieser „pulvertrockene Sittenreißer“ (damaliger Werbeslogan) zudem um einiges rüder, rasanter und erotischer. Was seinem Unterhaltungswert extrem zugutekommt.

 

 

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  • Sonntag, 31. Dezember 2017 21:15