silent nightKaum zu glauben: 25 Jahre hat "Dogma 95" inzwischen schon wieder auf dem Buckel.

Am 20. März 1995 wurde mit großem Tamtam und medialer Aufmerksamkeit im Pariser Odeon-Theater das "Dogma 95"-Manifest vorgestellt. Für die Erstunterzeichner, die beiden dänischen Regisseure Lars von Trier und Thomas Vinterberg, war "Dogma 95" eine Kampfansage an das „Illusionskino“ und die „zunehmende Wirklichkeitsentfremdung des Kinos“. Mit zehn eisernen Regeln, „Vow of Chastity“ („Keuschheitsgelübde“) genannt, verbannte man vor allem Effekte und technische Spielereien und zwang die Filmemacherinnen und –macher gewissermaßen „back to the roots“.

Das KommKino würdigt die kleine dänische Film-Revolte diese Woche mit vier typischen Dogma-Streifen. Am Dienstag (18.02. / 21:15 Uhr) zeigen wir Mifune, den dritte Film, der nach den "Dogma 95"-Richtlinien gedreht wurde. Thomas Vinterbergs verstörendes Familien-Melodram Das Fest folgt am Mittwoch (19.02. / 21:15 Uhr). Lars von Trier übernimmt am Donnerstag (20.02. / 21:15 Uhr): Idioten schildert die Geschichte junger Menschen, die sich durch ihr bewusst seltsames, eigentümliches, eben idiotisches Verhalten gegen die Gesellschaft auflehnen wollen. Und in Open Hearts erzählt Susanne Bier am Freitag (21.02. / 21:15 Uhr) vollkommen unprätentiös und kunstvoll von der Zerbrechlichkeit und dem Zerbrechen der Liebe und des Lebens.

Am Samstag (22.02. / 21:15 Uhr) präsentieren wir mit Bliss einen Vampirfilm um einen Künstler, der nach dem Missbrauch halluzinogener Drogen in den Wahnsinn abdriftet. Gleichzeitig ein Grindhouse- und Arthousefilm mit Sex, Splatter, albtraumhafter Stimmung und Elektromusik entfaltet Bliss einen beinahe hypnotischen Charme. Wer Mandy und Climax mochte, wird diesen Film lieben!

Wir freuen uns auf euch!

Euer KommKino

  

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