Ilsa – Die Tigerin

Filme
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Datum: Mittwoch, 7. Oktober 2020 21:15

Eintritt:
6 Euro

Ilsa – Die Tigerin

Originaltitel: Ilsa, Tigress of Siberia, Kanada 1977, 88 Min., deutsche Fassung, 35mm, Regie: Jean LaFleur, Darsteller: Dyanne Thorne, Michel-René Labelle, Gilbert Beaumont

Ein Gulag in Sibirien stellt das neue Betätigungsfeld für die grausame Ilsa dar. Nach der Entstalinisierung ist sie allerdings arbeitslos, flieht nach Kanada und verdient dort ihre Brötchen mit einem Bordell. Doch ein ehemaliger Häftling erkennt sie wieder ...

Keine Geringeren als B-Film-König Roger Corman und „Ghostbusters“-Regisseur Ivan Reitman produzierten diesen Schundfetzer – wohlweislich unter Pseudonym. „Für Fans von Exploitationfilmen ist ILSA – DIE TIGERIN ein Muss.“ (retro-film.de) Der deutsche Verleih verstieg sich gar zu einem Vergleich mit James Bond. Weniger begeistert war erwartungsgemäß der katholische Filmdienst: „Das ist einer der widerwärtigsten Filme, die je auf einer Kinoleinwand zu sehen waren.“

Special In memoria di Dyanne Thorne

Am 20. Januar dieses Jahres verstarb die US-amerikanische Schauspielerin Dyanne Thorne, eine wahre Ikone des Exploitation- und Grindhouse-Films. Ihren großen Durchbruch hatte die darstellerisch durchaus begabte Thorne 1974 als wahrlich furchteinflößende KZ-Aufseherin Ilsa in „Ilsa – She-Wolf of the SS“. Trotz seiner comichaften Realitätsferne wurde der Film wegen des NS-Themas nie in den deutschen Kinos ausgewertet. Die beiden offiziellen Fortsetzungen „Ilsa –Haremswächterin des Scheichs“ und „Ilsa – Die Tigerin“ sowie der thematisch ähnlich gelagerte „Greta – Haus ohne Männer“ (in einigen Ländern ebenfalls als Ilsa-Film vermarktet) ließen aber auch in den deutschen Bahnhofskinos die Kassen klingeln. Mit coronabedingter Verspätung zeigt das KommKino diese Werke, die bis heute als beliebte Kultklassiker gelten, sowie die rare vorher entstandene Kolportage „Die sexuellen Wünsche der Männer“ im originalen 35mm-Kinoformat. Dyanne Thorne war später übrigens bizarrerweise als Priesterin tätig. Was sie aber nicht davon abhielt, 2013 in „House of Forbidden Secrets“ noch einmal eine Hommage an ihre Paraderolle als Ilsa zu geben.

 

 

 

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  • Mittwoch, 7. Oktober 2020 21:15