Wild Things

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Donnerstag, 22. Februar 2024 21:15
                                           Eintritt: 6 Euro                           

Wild Things

USA 1998, 103 Min, deutsche Fassung, 35mm , Regie: John McNaughton, Darsteller: Matt Dillon,Neve Campbell, Denise Richards

Der Film beginnt mit einem Vortrag vor Schülern über Sexualverbrechen - kurze Zeit später findet eines statt: Der Vertrauenslehrer Lombardo soll eine Schülerin aus gutem Hause vergewaltigt haben, kurze Zeit später erhebt auch eine weitere Schülerin Vergewaltigungsvorwürfe, die Tat soll sich aber schon vor mehreren Monaten zugetragen haben. Obwohl der Fall und die Schuld offensichtlich scheinen, ereignet sich vor Gericht die erste Wendung der Geschichte, die nicht die letzte bleiben wird...

John McNaughtons Film baut dank der Everglades, in denen sich die Haupthandlung zuträgt, eine intensiv-schwüle Atmosphäre auf, in der Erotik, Verruchtheit und Verbrechen permanent die Luft schwängern. Die Erotik wirkt teils klischeehaft inszeniert, wenn zu Beginn attraktive Frauen, darunter Denise Richards, in knappen Shorts und Hotpants ein Auto waschen - Playboy-Clips lassen grüßen -, teils auch gewagt. Spätestens wenn Denise Richards im durchscheinenden Badeanzug den heimischen Pool verlässt und die Kamera wie erigiert auf sie starrt weiß man, dass hier nichts einfach nur abgefilmt wird, sondern das Handwerk kunstvoll beherrscht wird. Die wendungsreiche Geschichte war damals, in den Neunzigern, modern und neu, durch "Pulp Fiction" (Tarantino 1994) etabliert, durch David Lynch in "Lost Highway" (1997) auf die Spitze getrieben. "Wild Things" ist zugänglicher als beide und nutzt seine Wendungen spitzbübisch, ohne Ernst und vor allem: Er bildet mit diesen beiden erwähnten Filmen die Speerspitze des Film noir der Neunziger!

"WILD THINGS ist ein durch und durch gelungener Film, ein spannungsgeladener und herausragend konstruierter Thriller, der die schwül-warme Atmosphäre Süd-Floridas perfekt einfängt und Beat für Beat auf seine intelligent konstruierte Auflösung hinarbeitet." (Johannes Limbrunner, www.filmtips.at)

"Regisseur John McNaughton, der mit "Henry - Portrait of a Serial Killer" ein Meisterwerk des Düster-Kinos ablieferte, demontiert lustvoll die Fassade der reichen und schönen und verdammt oberflächlichen Menschen aus der High Society." (Carsten Henkelmann, www.senseofview.de)

""Wild Things" ist intel­li­gent, kurz­weilig und sogar ein bißchen subversiv." (Rüdiger Suchsland, www.artechock.de)

 

 
 

Alle Daten

  • Mittwoch, 28. Februar 2024 21:15
  • Donnerstag, 22. Februar 2024 21:15