Rolls-Royce Baby

Filme
Datum: Samstag, 19. Mai 2018 21:15

Eintritt:
6 Euro

Rolls-Royce Baby

Schweiz 1975, 90 Min., dF, 35mm, R.: Erwin C. Dietrich, D.: Lina Romay, Eric Falk, Ursula Maria Schaefer

Vielleicht Dietrichs schönste Regie-Arbeit. Eine einzige Ode an den wunderschönen Sexfilm-Star Lina Romay, bekannt aus vielen Streifen von Kultregisseur Jess Franco, mit dem sie später auch verheiratet war. Die Handlung ist dabei völlig nebensächlich. Wer dennoch unbedingt eine Inhaltsangabe braucht:

„Der berühmte Erotikstar Lisa Romay lebt allein in ihrem riesigen Anwesen. Ab und zu muss sie mal an Foto-Sessions für das Plakat ihres neusten Filmes teilnehmen, was sie gleich nutzt, um den Fotografen zu verführen. Eines Tages heuert sie ihren Liebhaber Erik an, für sie den Chauffeur zu spielen, und sie mit ihrem silbernen Rolls Royce durch die Gegend zu fahren. Gemeinsam lesen sie Anhalter auf, die Lisa dann ihrem Rolls Royce vernaschen kann ...“ (filmforum-bremen.de)

In Memoria di Erwin C. Dietrich

Im Feuilleton wurde das bedauerliche Ableben von Erwin C. Dietrich im Alter von 87 Jahren erwartungsgemäß weitgehend – buchstäblich – totgeschwiegen. Nun, ein  Liebling der Kritiker ist Dietrich ja in der Tat nie gewesen. Dennoch war er eine sehr wichtige Figur der deutschsprachigen Filmgeschichte. Schon früh war der 1930 geborene und in gutbürgerlichen Schweizer Verhältnissen aufgewachsene Dietrich davon besessen, mit Kino Geld zu verdienen. Nachdem der Erfolg seiner Komödien, Heimat- und Schlagerstreifen eher begrenzt war, kam Dietrichs großer kommerzieller Durchbruch mit der Produktion des Erotik-Krachers SCHWARZER MARKT DER LIEBE. Es folgten zahllose weitere erotische Kassenhits, bei denen er teils auch selbst Regie führte – etwa bei DIE NICHTEN DER FRAU OBERST, den ein Millionenpublikum sehen wollte. Doch er produzierte unter anderem außerdem den Jess-Franco-Grusler JACK THE RIPPER mit Klaus Kinski und den stilprägenden Söldnerfilm DIE WILDGÄNSE KOMMEN. Einen großen Erfolg landete der unermüdliche Schweizer zuletzt mit der Komödie EIN SCHWEIZER NAMENS NÖTZLI. Sein noch heute profitabler Ascot-Filmverleih brachte zudem so manche nicht selbst produzierte Perle in die deutschsprachigen Lichtspielhäuser, darunter zwei ILSA-Filme und zwei besonders berüchtigte Fulci-Klassiker.

 

 

 

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