Das Schweigen im Walde

Filme
Datum: Montag, 24. September 2018 21:15

Eintritt:
6 Euro

Das Schweigen im Walde

BRD 1976, 94 Min, dF, 35mm, R.: Alfred Vohrer, D.: Marius Aicher, Walter Buschhoff, Sky Du Mont

Der Lebemann Graf Ettlingen reist inkognito in seine heimatlichen Gefilde zurück, wo sein Verwalter Raubbau am gräflichen Forst begeht, um das Leben des Grafen zu finanzieren. Dort zieht er sich in eine Hütte in den Wäldern zurück, wo er der Sennerin Lore begegnet; die Art der Begegnung erinnert ihn an Arnold Böcklins „Das Schweigen des Waldes“. Ettlingen verliebt sich in Lore, die ihn warnt, dass die Waldrodungen drohen, einen Bergrutsch zu verursachen…

Mit „Waldrausch“ schuf Ludwig Ganghofer 1907 einen frühen ökologischen Roman der Literaturgeschichte, „Das Schweigen im Walde“ enthält in seiner Romanfassung im Gegensatz zu Alfred Vohrers Film die Tendenz, vor menschengemachten Naturkatastrophen zu warnen, noch nicht. Stattdessen bietet der 1899 geschriebene Roman ausgehend von Böcklins Gemälde und in Gegenüberstellung eines Trivialromans, den der hiesige Förster liest, sehr prätentiöse Diskussionen über Kunst. Diese fehlen selbstverständlich in der Verfilmung, die ihren Schwerpunkt auf eine außerordentlich edle Bebilderung setzt und die Handlung, die aus Liebe, Intrige und Katastrophe besteht, in den Vordergrund stellt. Ein Beispiel für einen späten deutschen Heimatfilm, inszeniert von Alfred Vohrer, der längst als einer der interessantesten und eigenwilligsten deutschen Trivialregisseure gilt.

 

 

 

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