The Wild Boys

Filme
Datum: Freitag, 24. Mai 2019 21:15

Eintritt:
6 Euro

The Wild Boys

OT: Les garçons sauvages, Frankreich 2017, 110 Min., Original mit deutschen Untertiteln, digital, R.: Bertrand Mandico, D.: Pauline Lorillard, Vimala Pons, Diane Rouxel

Pädagogik im frühen 20. Jahrhundert ist eine Sache für echte Männer. Der alte Kapitän in „The Wild Boys“ weiß jedenfalls, was es braucht, um ein paar freche Rotzlöffel wieder auf Linie zu bringen. Obwohl die fünf Jungs aus gutem Hause einiges auf dem Kerbholz haben: In Huldigung des Okkulten haben sie ein scheußliches Verbrachen begangen. Dafür büßen sie jetzt beim harten Seefahrer, der sich reichlich Schikanen für die Bengel einfallen lässt. Doch noch ist nicht aller Tage Abend: Mit ihren Kräften fast am Ende proben sie den Aufstand …

Bertrand Mandicos intensiver Film ist prall gefüllt mit sexueller Gewalt und Körperhorror. Dennoch verkommt er nie zur billig-sadistischen Nummernschau, dank seiner stilisierten Schwarz-Weiß-Ästhetik. Ein surrealer Trip, der die Grenzen zwischen Fantasie und Realität sowie zwischen den Geschlechtern verschwimmen lässt.

Von der legendären französischen Filmzeitschrift "Cahier du Cinema" zum besten Film des Jahres 2018 gekürt, ist The Wild Boys ein berauschender und surrealer Abenteuerfilm, wie es ihn kein zweites Mal gibt!

“THE WILD BOYS hat in seinen 110 Minuten mehr Einfälle als die meisten Filmemacher in ihrem filmischen Gesamtwerk.“ Cine-Vue.com

„Ein schmutzig-süßer erotischer Traum.“ Filmcomment

„Ungehemmt und zutiefst bizarr. Mandico hat einen unbändig seltsamen Debütfilm abgeliefert.“
The Guardian

„Seemänner, Samen und Semi-Männer. Eine französisches Coming-of-age-Märchen, das vor Fantasie und Flüssigkeiten nur so strotzt. Ein völlig berauschendes Wunder von einem Film: ein schräges, erotisches Fantasy-Abenteuer übers Erwachsenwerden, das in dunkle, feuchte Regionen der menschlichen Psyche hinabsteigt. Der hat mich sowas von umgehauen!“ Birth.Movies.Death

„Wie eine Gemme aus dem unendlichen All, zur Erde geschossen von einer schöneren, besseren Welt, funkelt Bertrand Mandicos elementar gefährliche Fantasie vor einem: Anfang des 20. Jahrhunderts werden die Titel gebenden wilden Jungs zwecks Domestikation ihrer adoleszenten Gefühle auf eine Galeere geladen und auf eine geheimnisvolle Insel mit üppiger (und übernatürlicher) Vegetation gebracht. Spuren von Jean Genet, Kenneth Anger und Guy Maddin tanzen durch diesen profund unwirklichen, irre flirrenden Film, in dem alles, auch die Geschlechter, im unentwegten Fluss sind. Das ganze Leben eine einzige Ekstase, das ganze Sein eine Transformation.“ Markus Keuschnigg, SLASH 1/2 Festival des fantastischen Films

 

 

 

Alle Daten


  • Freitag, 24. Mai 2019 21:15
  • Donnerstag, 23. Mai 2019 21:15