Quatermain II – Auf der Suche nach der geheimnisvollen Stadt
Originaltitel: Allan Quatermain and the Lost City of Gold, US 1987, 99 Min., 35mm, deutsche Kinofassung
Regie: Gary Nelson
Darsteller: Richard Chamberlain, Sharon Stone, James Earl Jones, Cassandra Peterson
Mit Quatermain II serviert uns das US-Kultkino der 80er Jahre einen besonders schillernden Cocktail aus Abenteuer, Größenwahn und unfreiwilliger Komik. Allan Quatermain, Großwildjäger mit Dreitagebart und Dauergrinsen (Richard Chamberlain), zieht erneut los, um in Afrika eine legendäre verlorene Stadt aus purem Gold zu finden. Mit dabei: die schlagfertige Jessie Huston (Sharon Stone, noch vor ihrem Weltstar-Status), jede Menge Schurken, Explosionen und ein Drehbuch, das sich ungefähr so ernst nimmt wie ein Samstagmorgen-Cartoon.
Die Handlung ist herrlich absurd: Nazis, Sklavenminen, antike Zivilisationen – alles wird ohne Umschweife in einen Topf geworfen und kräftig umgerührt. Logik? Nebensache. Hauptsache, es knallt, funkelt und stolpert von einem Setpiece zum nächsten. Entstanden ist der Film unter der Ägide der berüchtigten Cannon Group, die Mitte der 80er versuchte, mit minimalem Budget maximalen Blockbuster-Glanz zu erzeugen – als schnelle Antwort auf Indiana Jones. Gedreht wurde in Simbabwe, die Fortsetzung kam noch im selben Jahr wie der erste Teil ins Kino. Das Ergebnis ist objektiv betrachtet Schund, subjektiv jedoch ein Fest: charmant, hemmungslos überzogen und heute ein liebenswertes Monument des B-Movie-Kinos.
Wir huldigen Quatermain II als Opener auf der Filmbüchse der Pandora – mit Augenzwinkern, Liebe und einer gehörigen Portion Goldrausch.