16
Apr.
2024
Dienstag, 16. April 2024 21:15
Limbo Hongkong 2021, 118 Min., digital, deutsche Fassung (3.4. und 11.4.) / Original mit deutschen Untertiteln (16.4.), Regie: Soi Cheang,

Limbo

Hongkong 2021, 118 Min., digital, deutsche Fassung (3.4. und 11.4.) / Original mit deutschen Untertiteln (16.4.), Regie: Soi Cheang, Darsteller: Ka Tung Lam, Yase Liu, Mason Lee

„Hongkong wird von einer Serie brutaler Morde erschüttert: Ein skrupelloser Killer macht Jagd auf Frauen und hinterlässt die abgetrennten Hände seiner Opfer überall in der Stadt. Detective Cham und sein Kollege Will werden mit dem Fall betraut. Als ihnen bei den Ermittlungen die junge To über den Weg läuft, gerät Chams Welt aus den Fugen. Das Mädchen ist verantwortlich für einen schrecklichen Unfall, der einst Chams Leben zerstörte. Zwischen seinem Hass auf To und den schweren Folgen ihrer gemeinsamen Vergangenheit, verliert der erfahrene Cop beinahe das Ziel aus den Augen. Bis es fast zu spät ist, die einzige Person zu retten, die auch ihn retten kann …“ (capelight)

Brutal und intensiv, Erinnerungen an „Sieben“ werden wach.
„Ein furios inszenierter Thriller, der seine enigmatische Kraft weniger aus dem Mörderhatz-Plot zieht, als aus der dank Darstellerleistungen, Production-Design, Kamera und Filmmusik höchst suggestiven, ebenso drastisch-harten wie ästhetischen Zeichnung einer gewalttätigen urbanen Vorhölle, in der die Figuren wie verdammte Seelen um Erbarmen und Erlösung ringen.“ (Filmdienst)
„Kein neonfunkelndes Farbenmeer, keine schrill gestalteten Hemden. Hongkong wird in Soi Cheangs Thriller Limbo zum Relief aus Graustufen, in dem Mensch und Müll bis zur Unkenntlichkeit verschmelzen. (…) „“Limbo“ wurde mit dem Hong Kong Film Critic Society Award als bester Film ausgezeichnet. Dass ein so grimmiges Werk bei vergleichbaren Kritikerpreisen in Deutschland oder andernorts auch nur in die engere Auswahl käme, erscheint mir abwegig. Aber auch für Hongkong-Verhältnisse wirkt der Film – vor allem auch im Kontext der aktuellen politischen Entwicklungen – wie ein Abgesang. Ein Abgesang auf ein Kino künstlerischer Kompromiss- und Schonungslosigkeit, auch auf eins, das hellwach von den Abgründen der Moderne erzählt, die man an jeder Straßenecke findet, biegt man einmal von den Hauptpfaden ab. Wäre erstaunlich, wenn Festlandchina sowas nicht bald zu verhindern wüsste …“ (Tilman Schumacher, critic.de)
"Man kann sich der Wucht dieses faszinierenden Schwarz-Weiß-Films kaum entziehen" (Jörg Taszman, epd-film)

17
Apr.
2024
Mittwoch, 17. April 2024 21:15
Die Schläger von Brooklyn Originaltitel: Defiance, USA 1980, 100 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: John Flynn, Darsteller:

Die Schläger von Brooklyn

Originaltitel: Defiance, USA 1980, 100 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: John Flynn, Darsteller: Jan-Michael Vincent, Theresa Saldana, Danny Aiello, Rudy Ramos

„In den Häuserschluchten der Lower East Side von New York herrscht der Terror. Angel Cruz und seine Gang, die „Souls“, verbreiten Angst und Schrecken unter den eingeschüchterten Bewohnern dieses Viertels. Diebstähle, Überfälle und sinnlose Verwüstungen sind an der Tagesordnung - die „Souls“ toben ungestraft wie apokalyptische Reiter. Und keiner wehrt sich. In dieser Hölle landet der gestrandete Matrose Tommy, der nur einen Wunsch hat: Diesen Slums zu entkommen. Doch nach einem kaltblütigen Mord nimmt er allein und scheinbar ohne Chancen den Kampf gegen die „Souls“ auf. Denn wer sich gegen die Gesetze der Gang auflehnt, ist ein toter Mann ...“ (LFG)

Einwandfreie Action mit bisweilen durchaus sozialkritischen Tönen aus dem heruntergekommenen (und heute so kaum mehr vorstellbaren) New York City weit vor Rudolph Giulianis „Zero Tolerance“. Toleranz musste allerdings Regisseur John Flynn („Lock up – Überleben ist alles“) mit seinem Hauptdarsteller Jan-Michael Vincent („Airwolf“) walten lassen: „Jan war schon damals ein Trinker. Er hatte Heineken zum Frühstück. In einer Szene mussten wir ihn buchstäblich auf die Beine stellen. (…) Jan war wie ein kleines Kind.“

 

18
Apr.
2024
Donnerstag, 18. April 2024 21:15
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur Libero BRD 1973, 85 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: Wigbert Wicker,

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur

Libero

BRD 1973, 85 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: Wigbert Wicker, Darsteller: Franz Beckenbauer, Harald Leipnitz, Klaus Löwitsch, Beatrice Kessler

Franz Beckenbauer ist tot. Aus diesem unschönen Anlass zeigt das KommKino sein Filmdebüt „Libero“ aus dem Jahr 1973, das auch in der Kalkofe-Reihe "Die schlechtesten Filme aller Zeiten" verballhornt wurde. In diesem grotesken Quasi-Dokumentarfilm wagt Regisseur Wigbert Wicker („Car-napping“, „Pogo 1104“) den Spagat: einerseits ein Porträt des schon damals ungeheuer populären Fußballers Beckenbauer, seiner Familie und seines FC Bayern, andererseits eine Reportage mit Spielhandlung über den hohen Erwartungsdruck im Millionengeschäft Fußball samt aller seelischen und sportlichen Krisen. Der Kaiser – aufgerieben zwischen geldgierigen Managern und hemmungslosen Fußball-Rowdys.

„Ein wadenstarkes Zeitdokument mit ergreifenden Szenen aus deutschen Umkleidekabinen“, urteilt die cinema gewohnt griffig. Als „wirr, fußballirreal und in manchen Phasen und Szenen geradezu peinlich“, beschrieb der Sportjournalist Ludwig Maibohm den Film kurz nach der Premiere in der ZEIT, lobte aber auch die „ausgezeichnete Photographie, die besonders dann in farbigschönsten und einprägsamsten Phasen zur Geltung“ kommt, „wenn wirklich Fußball gespielt und Franz Beckenbauer als rastellihafter Ballartist dabei von keinem anderen Mit-„Spieler“ erreicht wird.“

 

19
Apr.
2024
Freitag, 19. April 2024 21:15
Die Macht der Gefühle Deutschland 1983, 115 min., digital, deutsche Originalfassung, Regie: Alexander Kluge, Darsteller: Hannelore Hoger,

Die Macht der Gefühle

Deutschland 1983, 115 min., digital, deutsche Originalfassung, Regie: Alexander Kluge, Darsteller: Hannelore Hoger, Alexandra Kluge, Edgar M. Böhlke

“Vielleicht sein auffallendster und interessantester Essayfilm…eine rigorose und doch freilaufend Kombination aus Fakten und Fiktion” - Jonathan Rosenbaum

Die Macht der Gefühle erzählt etwa 26 Geschichten, aber alle diese Erzählungen haben den gleichen Kern. Kluge ist jemand, der sich weigert (…), Gefühlen zu trauen, die sich noch steigern lassen, die sich zu Herren eines Schicksals aufspielen und etwas nicht mehr sein können: nämlich Glücksbringer… Deshalb gibt Kluge seinen „Gefühlen“ Namen, die keine sind, die sich in Miniaturen verstecken, in Kurzgeschichten, in Portraits und Augenblicken. Deshalb ist das Kino in seiner Praxis immer eine Montage, immer ein Netzwerk der Fragmente, immer „ein Stummfilm mit Ton“ (Kluge), niemals ein dramatischer Diskurs. […] (Michael Kötz) VIENNALE

„Ein an Ideen, Details und Assoziationen reicher Collage-Film, der mittels Spielszenen, dokumentarischer Bilder, Archivmaterial und Anleihen bei der Opernmusik Erkenntnisse über menschliche Gefühle, ihre zerstörerischen und schöpferischen Fähigkeiten formuliert. Durch den Versuch, Zeit als eine neue Erfahrung greifbar zu machen, werden Zusammenhänge zwischen Alltäglichem, Mythen und Politik sichtbar. Kein leicht zugänglicher, jedoch intellektuell anregender Film, der zum Verständnis der Kombinationsbereitschaft des Zuschauers bedarf.“ (Lexikon des internationalen Films)

 

20
Apr.
2024
Samstag, 20. April 2024 21:15
Die Macht der Gefühle Deutschland 1983, 115 min., digital, deutsche Originalfassung, Regie: Alexander Kluge, Darsteller: Hannelore Hoger,

Die Macht der Gefühle

Deutschland 1983, 115 min., digital, deutsche Originalfassung, Regie: Alexander Kluge, Darsteller: Hannelore Hoger, Alexandra Kluge, Edgar M. Böhlke

“Vielleicht sein auffallendster und interessantester Essayfilm…eine rigorose und doch freilaufend Kombination aus Fakten und Fiktion” - Jonathan Rosenbaum

Die Macht der Gefühle erzählt etwa 26 Geschichten, aber alle diese Erzählungen haben den gleichen Kern. Kluge ist jemand, der sich weigert (…), Gefühlen zu trauen, die sich noch steigern lassen, die sich zu Herren eines Schicksals aufspielen und etwas nicht mehr sein können: nämlich Glücksbringer… Deshalb gibt Kluge seinen „Gefühlen“ Namen, die keine sind, die sich in Miniaturen verstecken, in Kurzgeschichten, in Portraits und Augenblicken. Deshalb ist das Kino in seiner Praxis immer eine Montage, immer ein Netzwerk der Fragmente, immer „ein Stummfilm mit Ton“ (Kluge), niemals ein dramatischer Diskurs. […] (Michael Kötz) VIENNALE

„Ein an Ideen, Details und Assoziationen reicher Collage-Film, der mittels Spielszenen, dokumentarischer Bilder, Archivmaterial und Anleihen bei der Opernmusik Erkenntnisse über menschliche Gefühle, ihre zerstörerischen und schöpferischen Fähigkeiten formuliert. Durch den Versuch, Zeit als eine neue Erfahrung greifbar zu machen, werden Zusammenhänge zwischen Alltäglichem, Mythen und Politik sichtbar. Kein leicht zugänglicher, jedoch intellektuell anregender Film, der zum Verständnis der Kombinationsbereitschaft des Zuschauers bedarf.“ (Lexikon des internationalen Films)

 

23
Apr.
2024
Dienstag, 23. April 2024 21:15
Die Macht der Gefühle Deutschland 1983, 115 min., digital, deutsche Originalfassung, Regie: Alexander Kluge, Darsteller: Hannelore Hoger,

Die Macht der Gefühle

Deutschland 1983, 115 min., digital, deutsche Originalfassung, Regie: Alexander Kluge, Darsteller: Hannelore Hoger, Alexandra Kluge, Edgar M. Böhlke

“Vielleicht sein auffallendster und interessantester Essayfilm…eine rigorose und doch freilaufend Kombination aus Fakten und Fiktion” - Jonathan Rosenbaum

Die Macht der Gefühle erzählt etwa 26 Geschichten, aber alle diese Erzählungen haben den gleichen Kern. Kluge ist jemand, der sich weigert (…), Gefühlen zu trauen, die sich noch steigern lassen, die sich zu Herren eines Schicksals aufspielen und etwas nicht mehr sein können: nämlich Glücksbringer… Deshalb gibt Kluge seinen „Gefühlen“ Namen, die keine sind, die sich in Miniaturen verstecken, in Kurzgeschichten, in Portraits und Augenblicken. Deshalb ist das Kino in seiner Praxis immer eine Montage, immer ein Netzwerk der Fragmente, immer „ein Stummfilm mit Ton“ (Kluge), niemals ein dramatischer Diskurs. […] (Michael Kötz) VIENNALE

„Ein an Ideen, Details und Assoziationen reicher Collage-Film, der mittels Spielszenen, dokumentarischer Bilder, Archivmaterial und Anleihen bei der Opernmusik Erkenntnisse über menschliche Gefühle, ihre zerstörerischen und schöpferischen Fähigkeiten formuliert. Durch den Versuch, Zeit als eine neue Erfahrung greifbar zu machen, werden Zusammenhänge zwischen Alltäglichem, Mythen und Politik sichtbar. Kein leicht zugänglicher, jedoch intellektuell anregender Film, der zum Verständnis der Kombinationsbereitschaft des Zuschauers bedarf.“ (Lexikon des internationalen Films)

 

24
Apr.
2024
Mittwoch, 24. April 2024 21:15
Die Macht der Gefühle Deutschland 1983, 115 min., digital, deutsche Originalfassung, Regie: Alexander Kluge, Darsteller: Hannelore Hoger,

Die Macht der Gefühle

Deutschland 1983, 115 min., digital, deutsche Originalfassung, Regie: Alexander Kluge, Darsteller: Hannelore Hoger, Alexandra Kluge, Edgar M. Böhlke

“Vielleicht sein auffallendster und interessantester Essayfilm…eine rigorose und doch freilaufend Kombination aus Fakten und Fiktion” - Jonathan Rosenbaum

Die Macht der Gefühle erzählt etwa 26 Geschichten, aber alle diese Erzählungen haben den gleichen Kern. Kluge ist jemand, der sich weigert (…), Gefühlen zu trauen, die sich noch steigern lassen, die sich zu Herren eines Schicksals aufspielen und etwas nicht mehr sein können: nämlich Glücksbringer… Deshalb gibt Kluge seinen „Gefühlen“ Namen, die keine sind, die sich in Miniaturen verstecken, in Kurzgeschichten, in Portraits und Augenblicken. Deshalb ist das Kino in seiner Praxis immer eine Montage, immer ein Netzwerk der Fragmente, immer „ein Stummfilm mit Ton“ (Kluge), niemals ein dramatischer Diskurs. […] (Michael Kötz) VIENNALE

„Ein an Ideen, Details und Assoziationen reicher Collage-Film, der mittels Spielszenen, dokumentarischer Bilder, Archivmaterial und Anleihen bei der Opernmusik Erkenntnisse über menschliche Gefühle, ihre zerstörerischen und schöpferischen Fähigkeiten formuliert. Durch den Versuch, Zeit als eine neue Erfahrung greifbar zu machen, werden Zusammenhänge zwischen Alltäglichem, Mythen und Politik sichtbar. Kein leicht zugänglicher, jedoch intellektuell anregender Film, der zum Verständnis der Kombinationsbereitschaft des Zuschauers bedarf.“ (Lexikon des internationalen Films)

 

25
Apr.
2024
Donnerstag, 25. April 2024 21:15
Tödliche Ferien Originaltitel: And soon the Darkness, GB 1970, 99 Min., digital, deutsche Fassung, Regie.: Robert Fuest, Darsteller:

Tödliche Ferien

Originaltitel: And soon the Darkness, GB 1970, 99 Min., digital, deutsche Fassung, Regie.: Robert Fuest, Darsteller: Pamela Franklin, Michele Dotrice, Sandort Elès

Zwei fröhliche Freundinnen aus Nottingham. Ein kleiner Urlaubsausflug durch Frankreich. Die heiße Sommersonne lässt die leeren französischen Landstraßen zu flirrenden Streifen verschwimmen. Dazwischen halbverwaiste Ortschaften und Friedhöfe, die träge eine lauernde, aber stetig wachsende Bedrohung andeuten. Als ein Streit die beiden Freundinnen trennt, kippt die Stimmung endgültig.

Ihre erste richtige Hauptrolle reißt Pamela Franklin hervorragend inszeniert in einen Abgrund der Angst. Das Misstrauen, das sie gegenüber den vermeintlich feindseligen Fremden aufbaut, deren Sprache sie nicht spricht, führt zu Verzweiflung und Isolation. Das zu Beginn als leises Flüstern wahrnehmbare Rauschen entwickelt sich während dieses unter Hochspannung stehenden Streifens zu einem überlebenswichtigen Rat: „Traue niemandem!“

„Das Original-Plakat bemühte einen Hitchcock-Vergleich und als formales Experiment betrachtet, darf der Film durchaus im Geiste des Meisters gedeutet werden. Kritik und Publikum reagierten auf die konsequente Verweigerung (fast) aller damals gängigen visuellen Horrorklischees allerdings ziemlich irritiert. Inzwischen führt das US-Magazin Cinefantastique den Film auf Platz sieben seiner Liste der besten Horrorfilme der 1970er-Jahre.“ (Werkstattkino)

 

26
Apr.
2024
Freitag, 26. April 2024 21:15
Außer Atem Frankreich 1960, 90 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: Jean-Luc Godard, Darsteller: Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Van

Außer Atem

Frankreich 1960, 90 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: Jean-Luc Godard, Darsteller: Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, Van Doude

Auf der Flucht tötet der Kleinkriminelle Michel einen Polizisten. Er findet daraufhin Zuflucht und Hilfe bei Patricia, einer Amerikanerin, die er vor kurzer Zeit kennenlernte. Doch die Polizei heftet sich an seine Fersen und initiiert eine atemlose Jagd bis zur Atemlosigkeit im Wortsinne. "Außer Atem" ist vor allem der Film selbst aufgrund Godards Schnitttechnik. Die war gar nicht a priori beabsichtigt, sondern entstand als Notlösung posteriori, um den Film auf taugliche Länge zu bringen. Obwohl dem Werk also vorgeworfen werden kann, seine große, alleinstellende Stärke sei gar nicht beabsichtigt, ist es ein Verdienst Godards, gerade diese Lösung gefunden zu haben, denn so erscheint der Film technisch ungemein frisch und modern. Die Protagonisten lässt er viel philosophieren, jedoch auch das Leben auskosten und alle Grenzen dabei überschreiten. Manchmal trifft der Nouvelle-Vague-Regisseur jedoch nicht den passenden Ton, wie zum Beispiel im letzten kurzen Dialog des Films - ein bewusster Bruch, um nicht in Kitsch abzudriften, obwohl die Gefahr gar nicht bestand. Brüche gab es beim Remake von Jim McBride 1983 nicht mehr, stattdessen und deswegen einen Kitschvorwurf - ebenso unberechtigt, wie er beim Original wäre.

 

30
Apr.
2024
Dienstag, 30. April 2024 21:15
Party des Grauens Originaltitel: Death Weekend, Kanada 1976, 89 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: William Fruet, Darsteller: Brenda

Party des Grauens

Originaltitel: Death Weekend, Kanada 1976, 89 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: William Fruet, Darsteller: Brenda Vaccaro, Don Stroud, Chuck Shamata

Der wohlhabende Zahnarzt Harry will die attraktive Diane in die Kiste bekommen. Dafür verspricht er, sie zu einer wilden Party auf dem Land zu entführen. In Wahrheit hat er ein Wochenende ganz zu zweit im Sinn.
Daraus wird freilich nix. Ein Streit mit einer Bande ungehobelter Hinterwäldler eskaliert zusehends … bis hin zu Vergewaltigung und Mord. Doch die Schurken haben nicht damit gerechnet, zu was Diane als Überlebende des Infernos so alles fähig ist …

Ein Beispiel für kompromissloses Exploitationkino der wilden 70er. Ein packender Thriller, produziert übrigens vom später zum erfolgreichen Komödienregisseur avancierten Ivan Reitman („Ghostbusters“), der auch heute noch tief unter die Haut geht.

„DEATH WEEKEND ist ein kleiner, solider Reißer von äußerst geradliniger Machart, der auf der großen Leinwand noch um einiges schöner wird. Die Besetzung ist ideal, die Figuren, so knapp sie auch umrissen sind, sind glaubwürdig entwickelt, das herbstliche Setting vermittelt angemessene Tristesse und Kälte, zum Schluss wird es ziemlich ruppig und brutal, ohne dass die Gewalt allzu selbstzweckhaft inszeniert wäre.“ (Oliver Nöding, Remember It For Later)

 

01
Mai
2024
Mittwoch, 1. Mai 2024 21:15
Tödliche Ferien Originaltitel: And soon the Darkness, GB 1970, 99 Min., digital, deutsche Fassung, Regie.: Robert Fuest, Darsteller:

Tödliche Ferien

Originaltitel: And soon the Darkness, GB 1970, 99 Min., digital, deutsche Fassung, Regie.: Robert Fuest, Darsteller: Pamela Franklin, Michele Dotrice, Sandort Elès

Zwei fröhliche Freundinnen aus Nottingham. Ein kleiner Urlaubsausflug durch Frankreich. Die heiße Sommersonne lässt die leeren französischen Landstraßen zu flirrenden Streifen verschwimmen. Dazwischen halbverwaiste Ortschaften und Friedhöfe, die träge eine lauernde, aber stetig wachsende Bedrohung andeuten. Als ein Streit die beiden Freundinnen trennt, kippt die Stimmung endgültig.

Ihre erste richtige Hauptrolle reißt Pamela Franklin hervorragend inszeniert in einen Abgrund der Angst. Das Misstrauen, das sie gegenüber den vermeintlich feindseligen Fremden aufbaut, deren Sprache sie nicht spricht, führt zu Verzweiflung und Isolation. Das zu Beginn als leises Flüstern wahrnehmbare Rauschen entwickelt sich während dieses unter Hochspannung stehenden Streifens zu einem überlebenswichtigen Rat: „Traue niemandem!“

„Das Original-Plakat bemühte einen Hitchcock-Vergleich und als formales Experiment betrachtet, darf der Film durchaus im Geiste des Meisters gedeutet werden. Kritik und Publikum reagierten auf die konsequente Verweigerung (fast) aller damals gängigen visuellen Horrorklischees allerdings ziemlich irritiert. Inzwischen führt das US-Magazin Cinefantastique den Film auf Platz sieben seiner Liste der besten Horrorfilme der 1970er-Jahre.“ (Werkstattkino)

 

03
Mai
2024
Freitag, 3. Mai 2024 21:15
Tödliche Ferien Originaltitel: And soon the Darkness, GB 1970, 99 Min., digital, deutsche Fassung, Regie.: Robert Fuest, Darsteller:

Tödliche Ferien

Originaltitel: And soon the Darkness, GB 1970, 99 Min., digital, deutsche Fassung, Regie.: Robert Fuest, Darsteller: Pamela Franklin, Michele Dotrice, Sandort Elès

Zwei fröhliche Freundinnen aus Nottingham. Ein kleiner Urlaubsausflug durch Frankreich. Die heiße Sommersonne lässt die leeren französischen Landstraßen zu flirrenden Streifen verschwimmen. Dazwischen halbverwaiste Ortschaften und Friedhöfe, die träge eine lauernde, aber stetig wachsende Bedrohung andeuten. Als ein Streit die beiden Freundinnen trennt, kippt die Stimmung endgültig.

Ihre erste richtige Hauptrolle reißt Pamela Franklin hervorragend inszeniert in einen Abgrund der Angst. Das Misstrauen, das sie gegenüber den vermeintlich feindseligen Fremden aufbaut, deren Sprache sie nicht spricht, führt zu Verzweiflung und Isolation. Das zu Beginn als leises Flüstern wahrnehmbare Rauschen entwickelt sich während dieses unter Hochspannung stehenden Streifens zu einem überlebenswichtigen Rat: „Traue niemandem!“

„Das Original-Plakat bemühte einen Hitchcock-Vergleich und als formales Experiment betrachtet, darf der Film durchaus im Geiste des Meisters gedeutet werden. Kritik und Publikum reagierten auf die konsequente Verweigerung (fast) aller damals gängigen visuellen Horrorklischees allerdings ziemlich irritiert. Inzwischen führt das US-Magazin Cinefantastique den Film auf Platz sieben seiner Liste der besten Horrorfilme der 1970er-Jahre.“ (Werkstattkino)

 

04
Mai
2024
Samstag, 4. Mai 2024 20:00
May the Forth 2024 – Special Ein Überraschungsprogramm rund um die größte Weltraumoper aller Zeiten, bei freiem Eintritt Die

May the Forth 2024 – Special

Ein Überraschungsprogramm rund um die größte Weltraumoper aller Zeiten, bei freiem Eintritt

Die genauen Uhrzeiten reichen wir schnellstmöglich hier nach.

07
Mai
2024
Dienstag, 7. Mai 2024 21:15
82. Tuesday Trash Night Trail of the Screaming Forehead USA 2007, 88 Min., digital, englische Originalversion, Regie: Larry Blamire, Darsteller: Daniel Roebuck, Susan

82. Tuesday Trash Night

Trail of the Screaming Forehead

USA 2007, 88 Min., digital, englische Originalversion, Regie: Larry Blamire, Darsteller: Daniel Roebuck, Susan McConnell, Fay Masterson

Auf einem fröhlichen Spaziergang durch den Wald, an einem sonnigen Vormittag, macht ein lustiger Herr eine interessante Entdeckung: Aus einer Rakete, die kurz zuvor auf der Erde gelandet ist, kriecht ihm eine Stirn entgegen. Bald kommt es zum Zusammentreffen der außerirdischen Lebensform mit einer Wissenschaftlerin, die dabei ist, Experimente durchzuführen, um ein für alle Mal zu beweisen, dass die menschliche Intelligenz in der Stirn beheimatet ist und nicht im Gehirn. Das Ergebnis sorgt bei den Bewohnern der kleinen Stadt für einiges Stirnrunzeln.

„Also irgendwann reichts auch mal! Eine Stirn aus dem Weltall greift die Menschheit an. Was soll der Quatsch?“ Könnte man jetzt den Kuratoren der TTN entgegen schmettern. Doch wir bieten euch die Stirn!

 „I did enjoy the movie because this is the kind of humour that I enjoy.” - Ninny Hammer