14
Mai
2026
Donnerstag, 14. Mai 2026 21:15
Der Gigant  Orginaltitel: An Eye for an Eye, USA 1981, 104 Min., deutsche Fassung, digital, Regie: Steve Carver, Darsteller: Chuck

Der Gigant 

Orginaltitel: An Eye for an Eye, USA 1981, 104 Min., deutsche Fassung, digital, Regie: Steve Carver, Darsteller: Chuck Norris, Christopher Lee, Mako, Richard Roundtree

Bevor der handwerklich versierte Regisseur Steve Carver Karate-Champ Chuck Norris mit „McQuade – Der Wolf“ seinen großen Durchbruch bescherte, drehte er mit ihm den nicht ganz so erfolgreichen, aber doch recht interessanten „Gigant“.

Die Story lässt sich, wie bei quasi jedem Norris-Film, in wenigen Sätzen schildern: „In San Francisco kämpft die Polizei gegen die anwachsende Drogenkriminalität. Bei einem Einsatz laufen Sean Kane (Chuck Norris) und sein Partner Dave (Terry Kiser) in einen Hinterhalt. Kane muss hilflos mitansehen, wie Dave brutal ermordet wird. Wenig später wird auch noch seine Bekannte, die Fernsehreporterin Linda (Rosalind Chao) getötet: Im Rahmen ihrer Recherchen hatte sie wohl zu viel Staub aufgewirbelt. Kane quittiert den Dienst und begibt sich auf eigene Faust auf die Fährte des Mörders. Zur Hand geht ihm dabei James Chan (Mako), der Vater von Linda …“ (Oliver Nöding, Remember It For Later)

Von den sonstigen Filmen aus der Frühphase von Chuck Norris, die von ideenarmen Stories und Inszenierungen im Stil zweitklassiger TV-Produktionen geprägt waren, hebt sich dieses Werk doch ein wenig ab: Es wird mehr und härtere Action geboten, man hat den legendären Christopher Lee als Schurken und nicht zuletzt seinen unglaublich bizarren Gehilfen Professor Toru Tanaka an Bord.

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

15
Mai
2026
Freitag, 15. Mai 2026 21:15
Missing in Action 2 Originaltitel: Missing in Action 2 – The Beginning, USA 1985, 92 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Lance

Missing in Action 2

Originaltitel: Missing in Action 2 – The Beginning, USA 1985, 92 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Lance Hool, Darsteller: Chuck Norris, Soon-Tek Oh, Steven Williams

Im Vietnamkrieg: Colonel Braddock wird vom Vietcong gefangen genommen und zehn Jahre lang misshandelt. Nachdem ein Kamerad und Leidensgenosse von ihm an Malaria erkrankt, unterschreibt er ein Geständnis angeblicher Kriegsverbrechen, wird jedoch nicht wie versprochen anschließend freigelassen. Braddock flieht und sinnt auf Vergeltung …

Der Chuck-Norris-Kracher, der den deutschen Zensoren am sauersten aufstieß!
Auch wenn der Film etwas unrealistisch beginnt – ein Hubschrauber wird vom Vietcong abgeschossen, obwohl sich Chuck Norris darin befindet – ist er recht spannend erzählt und in der Tat mit sehr heftiger Action inszeniert, die vor harter Gewalt nicht zurückschreckt. Dies sorgte in Deutschland für zahlreiche Schnittauflagen und dennoch zusätzlich für eine inzwischen aufgehobene Indizierung als jugendgefährdend. Wir zeigen die ungeschnittene Version!

Der Reißer wurde vor dem harmloseren Teil 1 gedreht, von den Produzenten jedoch, wahrscheinlich auch wegen seiner Härte, als kommerziell weniger aussichtsreicher Film bewertet und deswegen nach Teil 1 als Prequel gestartet. Die Filme wirken runder und hinsichtlich Braddocks Charakterentwicklung klarer, wenn man diesen Film vor Zitos „Missing in Action“ (Teil 1) sieht.

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

16
Mai
2026
Samstag, 16. Mai 2026 21:15
Missing in Action 2 Originaltitel: Missing in Action 2 – The Beginning, USA 1985, 92 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Lance

Missing in Action 2

Originaltitel: Missing in Action 2 – The Beginning, USA 1985, 92 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Lance Hool, Darsteller: Chuck Norris, Soon-Tek Oh, Steven Williams

Im Vietnamkrieg: Colonel Braddock wird vom Vietcong gefangen genommen und zehn Jahre lang misshandelt. Nachdem ein Kamerad und Leidensgenosse von ihm an Malaria erkrankt, unterschreibt er ein Geständnis angeblicher Kriegsverbrechen, wird jedoch nicht wie versprochen anschließend freigelassen. Braddock flieht und sinnt auf Vergeltung …

Der Chuck-Norris-Kracher, der den deutschen Zensoren am sauersten aufstieß!
Auch wenn der Film etwas unrealistisch beginnt – ein Hubschrauber wird vom Vietcong abgeschossen, obwohl sich Chuck Norris darin befindet – ist er recht spannend erzählt und in der Tat mit sehr heftiger Action inszeniert, die vor harter Gewalt nicht zurückschreckt. Dies sorgte in Deutschland für zahlreiche Schnittauflagen und dennoch zusätzlich für eine inzwischen aufgehobene Indizierung als jugendgefährdend. Wir zeigen die ungeschnittene Version!

Der Reißer wurde vor dem harmloseren Teil 1 gedreht, von den Produzenten jedoch, wahrscheinlich auch wegen seiner Härte, als kommerziell weniger aussichtsreicher Film bewertet und deswegen nach Teil 1 als Prequel gestartet. Die Filme wirken runder und hinsichtlich Braddocks Charakterentwicklung klarer, wenn man diesen Film vor Zitos „Missing in Action“ (Teil 1) sieht.

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

19
Mai
2026
Dienstag, 19. Mai 2026 21:15
Cusack – Der Schweigsame Originaltitel: Code of Silence, USA 1985, 100 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Andrew Davis,

Cusack – Der Schweigsame

Originaltitel: Code of Silence, USA 1985, 100 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Andrew Davis, Darsteller: Chuck Norris, Henry Silva, Molly Hagan, Bert Remsen

Der Polizist Eddie Cusack ist kurz davor, die kolumbianische Comacho-Bande in Chicago hochgehen zu lassen. Doch eine italienische Drogenbande unter der Führung von Tony Luna kommt ihm zuvor und ermordet fast alle Mitglieder. Überlebende sind einzig Victor Comacho und sein Bruder Luis, welcher auf Rache sinnt. Er tötet Lunas Familie und entführt seine Tochter Diana. Cusack versucht, sie zu befreien und muss sich den rivalisierenden Banden alleine stellen. Die anderen Polizisten verweigern jegliche Hilfe, weil er einst den Schweigekodex gebrochen hat, um bezüglich eines Tötungsdelikts gegen einen Kollegen auszusagen. Nur ein Kampf-Roboter namens „Prowler“ steht ihm zur Seite.

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

20
Mai
2026
Mittwoch, 20. Mai 2026 21:15
Cusack – Der Schweigsame Originaltitel: Code of Silence, USA 1985, 100 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Andrew Davis,

Cusack – Der Schweigsame

Originaltitel: Code of Silence, USA 1985, 100 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Andrew Davis, Darsteller: Chuck Norris, Henry Silva, Molly Hagan, Bert Remsen

Der Polizist Eddie Cusack ist kurz davor, die kolumbianische Comacho-Bande in Chicago hochgehen zu lassen. Doch eine italienische Drogenbande unter der Führung von Tony Luna kommt ihm zuvor und ermordet fast alle Mitglieder. Überlebende sind einzig Victor Comacho und sein Bruder Luis, welcher auf Rache sinnt. Er tötet Lunas Familie und entführt seine Tochter Diana. Cusack versucht, sie zu befreien und muss sich den rivalisierenden Banden alleine stellen. Die anderen Polizisten verweigern jegliche Hilfe, weil er einst den Schweigekodex gebrochen hat, um bezüglich eines Tötungsdelikts gegen einen Kollegen auszusagen. Nur ein Kampf-Roboter namens „Prowler“ steht ihm zur Seite.

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

21
Mai
2026
Donnerstag, 21. Mai 2026 21:15
Missing in Action 2 Originaltitel: Missing in Action 2 – The Beginning, USA 1985, 92 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Lance

Missing in Action 2

Originaltitel: Missing in Action 2 – The Beginning, USA 1985, 92 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Lance Hool, Darsteller: Chuck Norris, Soon-Tek Oh, Steven Williams

Im Vietnamkrieg: Colonel Braddock wird vom Vietcong gefangen genommen und zehn Jahre lang misshandelt. Nachdem ein Kamerad und Leidensgenosse von ihm an Malaria erkrankt, unterschreibt er ein Geständnis angeblicher Kriegsverbrechen, wird jedoch nicht wie versprochen anschließend freigelassen. Braddock flieht und sinnt auf Vergeltung …

Der Chuck-Norris-Kracher, der den deutschen Zensoren am sauersten aufstieß!
Auch wenn der Film etwas unrealistisch beginnt – ein Hubschrauber wird vom Vietcong abgeschossen, obwohl sich Chuck Norris darin befindet – ist er recht spannend erzählt und in der Tat mit sehr heftiger Action inszeniert, die vor harter Gewalt nicht zurückschreckt. Dies sorgte in Deutschland für zahlreiche Schnittauflagen und dennoch zusätzlich für eine inzwischen aufgehobene Indizierung als jugendgefährdend. Wir zeigen die ungeschnittene Version!

Der Reißer wurde vor dem harmloseren Teil 1 gedreht, von den Produzenten jedoch, wahrscheinlich auch wegen seiner Härte, als kommerziell weniger aussichtsreicher Film bewertet und deswegen nach Teil 1 als Prequel gestartet. Die Filme wirken runder und hinsichtlich Braddocks Charakterentwicklung klarer, wenn man diesen Film vor Zitos „Missing in Action“ (Teil 1) sieht.

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

22
Mai
2026
Freitag, 22. Mai 2026 21:15
Cusack – Der Schweigsame Originaltitel: Code of Silence, USA 1985, 100 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Andrew Davis,

Cusack – Der Schweigsame

Originaltitel: Code of Silence, USA 1985, 100 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Andrew Davis, Darsteller: Chuck Norris, Henry Silva, Molly Hagan, Bert Remsen

Der Polizist Eddie Cusack ist kurz davor, die kolumbianische Comacho-Bande in Chicago hochgehen zu lassen. Doch eine italienische Drogenbande unter der Führung von Tony Luna kommt ihm zuvor und ermordet fast alle Mitglieder. Überlebende sind einzig Victor Comacho und sein Bruder Luis, welcher auf Rache sinnt. Er tötet Lunas Familie und entführt seine Tochter Diana. Cusack versucht, sie zu befreien und muss sich den rivalisierenden Banden alleine stellen. Die anderen Polizisten verweigern jegliche Hilfe, weil er einst den Schweigekodex gebrochen hat, um bezüglich eines Tötungsdelikts gegen einen Kollegen auszusagen. Nur ein Kampf-Roboter namens „Prowler“ steht ihm zur Seite.

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

23
Mai
2026
Samstag, 23. Mai 2026 21:15
McQuade, der Wolf Originaltitel: Lone Wolf McQuade, USA 1983, 107 Minuten, deutsche Fassung, digital, R.: Steve Carver, D.: Chuck

McQuade, der Wolf

Originaltitel: Lone Wolf McQuade, USA 1983, 107 Minuten, deutsche Fassung, digital, R.: Steve Carver, D.: Chuck Norris, David Carradine, Barbara Carrera

Texas-Ranger McQuade (Chuck Norris) ist Einzelgänger durch und durch. Angesichts seiner Sozialkompetenz unter Null mutet es wie ein Wunder an, dass der einsame Wolf irgendwie tatsächlich eine Tochter gezeugt hat. Nun ja, Ausrutscher im zwischenmenschlichen Bereich passieren selbst den härtesten Mackern - und irgendwie gewöhnt man sich ja auch an die kleinen Teppichratten. Da schmerzt es doch ein wenig, als der brutale Waffenhändler Wilkes (David Carradine) McQuades Töchterchen entführt. Was tun? Die Lösung ist ebenso simpel wie effektiv: Alles niederschießen und hoffen, dass sich keine Kugel in den eigenen Nachwuchs verirrt …

Einmal mehr pfeift Chuck Norris auf Konventionen und „brilliert“ als kompromissloser Einzelkämpfer in einem durchaus packenden Western-Setting. Komponist Francesco De Masi („New York Ripper“) unterstreicht mit seinem gelungenen Soundtrack die staubtrockene Atmosphäre des Action-Reißers.

Der Film wurde zu einem beachtlichen Überraschungserfolg, kam sogar bei der Kritik relativ gut an und sorgte für Norris‘ Durchbruch beim breiten Publikum.

Laut ChatGPT übrigens der "Kandidat für maximalen Norris".

Begründung:

"Lone Wolf McQuade

Das ist wahrscheinlich der reinste Destillatfilm seiner Persona.

Warum?

Chuck ist Texas Ranger.
Chuck trägt Bart.
Chuck ignoriert Regeln.
Chuck fährt Pickup.
Chuck kämpft gegen David Carradine.
Chuck wird begraben… und fährt später einfach mit seinem Truck aus dem Boden wieder raus.

Kein Witz. Das passiert wirklich. Kino war damals eine wilde Gegend. Menschen nahmen Kokain und trafen Produktionsentscheidungen."

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

26
Mai
2026
Dienstag, 26. Mai 2026 21:15
Abbuzze! Der Badesalz-Film Deutschland 1995, 89 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Roland Willaert, Darsteller: Gerd Knebel,

Abbuzze! Der Badesalz-Film

Deutschland 1995, 89 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Roland Willaert, Darsteller: Gerd Knebel, Henni Nachtsheim, Ottfried Fischer, Martin Armknecht

Zum Tod des Musikers, Comedians und Schauspielers Gerd Knebel am 24. Januar 2026. Mit Henni Nachtsheim bildete er das Komikerduo „Badesalz“.

Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein können, sind in einem Lastenaufzug stecken geblieben. Es ist Freitagabend, und mit Befreiung ist so bald nicht zu rechnen. Was wie ein kleiner unerheblicher Zwischenfall vor einem fröhlichen Wochenende beginnt, wird schnell zu einer extremen Konfrontation am Rande der Realität.

Szene für Szene wird der Zuschauer ins Badesalz-Universum entführt, eine bizarre Nebenwelt des Alltäglichen und Jenseitigen. Eine Welt des Zynismus, schräger Vögel, obskurer Figuren und kranker Alltäglichkeiten. Gerd Knebel und Hendrik Nachtsheim alias Badesalz schlüpfen in dem Episodenfilm in unzählige Rollen, darunter die längst legendären Headbänger und Ritchie, die tratschsüchtigen Supermarktkassiererinnen oder die Frauen betörenden Fitnessfreaks.

Aus den Tiefen der Neunziger! Und garantiert nicht politisch korrekt. Wir freuen uns darauf.

 

27
Mai
2026
Mittwoch, 27. Mai 2026 21:15
Abbuzze! Der Badesalz-Film Deutschland 1995, 89 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Roland Willaert, Darsteller: Gerd Knebel,

Abbuzze! Der Badesalz-Film

Deutschland 1995, 89 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Roland Willaert, Darsteller: Gerd Knebel, Henni Nachtsheim, Ottfried Fischer, Martin Armknecht

Zum Tod des Musikers, Comedians und Schauspielers Gerd Knebel am 24. Januar 2026. Mit Henni Nachtsheim bildete er das Komikerduo „Badesalz“.

Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein können, sind in einem Lastenaufzug stecken geblieben. Es ist Freitagabend, und mit Befreiung ist so bald nicht zu rechnen. Was wie ein kleiner unerheblicher Zwischenfall vor einem fröhlichen Wochenende beginnt, wird schnell zu einer extremen Konfrontation am Rande der Realität.

Szene für Szene wird der Zuschauer ins Badesalz-Universum entführt, eine bizarre Nebenwelt des Alltäglichen und Jenseitigen. Eine Welt des Zynismus, schräger Vögel, obskurer Figuren und kranker Alltäglichkeiten. Gerd Knebel und Hendrik Nachtsheim alias Badesalz schlüpfen in dem Episodenfilm in unzählige Rollen, darunter die längst legendären Headbänger und Ritchie, die tratschsüchtigen Supermarktkassiererinnen oder die Frauen betörenden Fitnessfreaks.

Aus den Tiefen der Neunziger! Und garantiert nicht politisch korrekt. Wir freuen uns darauf.

 

28
Mai
2026
Donnerstag, 28. Mai 2026 21:15
McQuade, der Wolf Originaltitel: Lone Wolf McQuade, USA 1983, 107 Minuten, deutsche Fassung, digital, R.: Steve Carver, D.: Chuck

McQuade, der Wolf

Originaltitel: Lone Wolf McQuade, USA 1983, 107 Minuten, deutsche Fassung, digital, R.: Steve Carver, D.: Chuck Norris, David Carradine, Barbara Carrera

Texas-Ranger McQuade (Chuck Norris) ist Einzelgänger durch und durch. Angesichts seiner Sozialkompetenz unter Null mutet es wie ein Wunder an, dass der einsame Wolf irgendwie tatsächlich eine Tochter gezeugt hat. Nun ja, Ausrutscher im zwischenmenschlichen Bereich passieren selbst den härtesten Mackern - und irgendwie gewöhnt man sich ja auch an die kleinen Teppichratten. Da schmerzt es doch ein wenig, als der brutale Waffenhändler Wilkes (David Carradine) McQuades Töchterchen entführt. Was tun? Die Lösung ist ebenso simpel wie effektiv: Alles niederschießen und hoffen, dass sich keine Kugel in den eigenen Nachwuchs verirrt …

Einmal mehr pfeift Chuck Norris auf Konventionen und „brilliert“ als kompromissloser Einzelkämpfer in einem durchaus packenden Western-Setting. Komponist Francesco De Masi („New York Ripper“) unterstreicht mit seinem gelungenen Soundtrack die staubtrockene Atmosphäre des Action-Reißers.

Der Film wurde zu einem beachtlichen Überraschungserfolg, kam sogar bei der Kritik relativ gut an und sorgte für Norris‘ Durchbruch beim breiten Publikum.

Laut ChatGPT übrigens der "Kandidat für maximalen Norris".

Begründung:

"Lone Wolf McQuade

Das ist wahrscheinlich der reinste Destillatfilm seiner Persona.

Warum?

Chuck ist Texas Ranger.
Chuck trägt Bart.
Chuck ignoriert Regeln.
Chuck fährt Pickup.
Chuck kämpft gegen David Carradine.
Chuck wird begraben… und fährt später einfach mit seinem Truck aus dem Boden wieder raus.

Kein Witz. Das passiert wirklich. Kino war damals eine wilde Gegend. Menschen nahmen Kokain und trafen Produktionsentscheidungen."

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

29
Mai
2026
Freitag, 29. Mai 2026 21:15
Kalte Wut Originaltitel: Forced Vengeance, USA 1982, 90 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: James Fargo, Darsteller: Chuck Norris,

Kalte Wut

Originaltitel: Forced Vengeance, USA 1982, 90 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: James Fargo, Darsteller: Chuck Norris, Mary Louise Weller, Roger Behrstock, Camila Griggs

„Als Sam vor Jahrzehnten mit nur wenigen Dollars gen Hongkong zog, hatte er großes Glück. Er steckte all sein Geld in ein Etablissement für Glücksspiel und landete einen Volltreffer. Viele Jahre später übernimmt sein Sohn Dave die Geschäfte im „Glücklichen Drachen“. Doch Dave hat ein Glücksspielproblem und reitet den Familienbetrieb mit faulen Wetten in den finanziellen Ruin.

Davon ahnt Josh, der als Personenschützer und Geldeintreiber für das Casino arbeitet, nichts. Doch er wird vor vollendete Tatsachen gestellt, als Sam und Dave nach einem abgelehnten Übernahmeangebot eines windigen Gangsters gemeuchelt werden. Er ahnt, dass er als enger Freund der Familie in Gefahr sein könnte. Und wenn nicht er, dann zumindest die einzig verbliebene Teilhaberin des Casinos: Joy.

Josh setzt fortan alles daran, die junge Dame zu retten und den Killern seiner besten Freunde einen Scheitel zu ziehen.“ (actionfreunde.de)

„Die Regie begnügt sich damit, die Akteure an möglichst vielen Plätzen zu zeigen, um neben blutigen Actionszenen auch touristisches Sightseeing zu bieten.“ (Filmdienst) Aber das klingt doch richtig gut, oder?

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

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Mai
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Samstag, 30. Mai 2026 21:15
Der Gigant  Orginaltitel: An Eye for an Eye, USA 1981, 104 Min., deutsche Fassung, digital, Regie: Steve Carver, Darsteller: Chuck

Der Gigant 

Orginaltitel: An Eye for an Eye, USA 1981, 104 Min., deutsche Fassung, digital, Regie: Steve Carver, Darsteller: Chuck Norris, Christopher Lee, Mako, Richard Roundtree

Bevor der handwerklich versierte Regisseur Steve Carver Karate-Champ Chuck Norris mit „McQuade – Der Wolf“ seinen großen Durchbruch bescherte, drehte er mit ihm den nicht ganz so erfolgreichen, aber doch recht interessanten „Gigant“.

Die Story lässt sich, wie bei quasi jedem Norris-Film, in wenigen Sätzen schildern: „In San Francisco kämpft die Polizei gegen die anwachsende Drogenkriminalität. Bei einem Einsatz laufen Sean Kane (Chuck Norris) und sein Partner Dave (Terry Kiser) in einen Hinterhalt. Kane muss hilflos mitansehen, wie Dave brutal ermordet wird. Wenig später wird auch noch seine Bekannte, die Fernsehreporterin Linda (Rosalind Chao) getötet: Im Rahmen ihrer Recherchen hatte sie wohl zu viel Staub aufgewirbelt. Kane quittiert den Dienst und begibt sich auf eigene Faust auf die Fährte des Mörders. Zur Hand geht ihm dabei James Chan (Mako), der Vater von Linda …“ (Oliver Nöding, Remember It For Later)

Von den sonstigen Filmen aus der Frühphase von Chuck Norris, die von ideenarmen Stories und Inszenierungen im Stil zweitklassiger TV-Produktionen geprägt waren, hebt sich dieses Werk doch ein wenig ab: Es wird mehr und härtere Action geboten, man hat den legendären Christopher Lee als Schurken und nicht zuletzt seinen unglaublich bizarren Gehilfen Professor Toru Tanaka an Bord.

In Memoriam Chuck Norris

„Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird Chuck Norris nicht nass – das Wasser wird Chuck Norris.“
Mit solchen „Facts“ wurde Chuck Norris weit über sein eigentliches Filmschaffen hinaus zur Popkultur-Ikone. Entstanden im Umfeld amerikanischer Late-Night-Shows der 2000er-Jahre und verbreitet durch das frühe Internet, existiert er für viele heute vor allem als Meme – als überlebensgroße, fast zeitlose Idee. Für ein älteres Publikum hingegen hat diese Figur ein konkretes Gesicht: das des Actionhelden der 1980er-Jahre, der mit stoischer Wortkargheit und geballter Schlagkraft für Recht und Ordnung sorgt.

Durch diese Kunstfigur erklärt sich auch sein filmisches Werk: Anders als bei Zeitgenossen wie Schwarzenegger oder Stallone sticht bei Norris kein einzelner Film mit eigenständiger popkultureller Relevanz hervor, sondern eher die Wiederholung eines etablierten Typus. Sein Auftritt 1972 als Gegner von Bruce Lee in „Way of the Dragon“ deutet diese körperliche Präsenz bereits an, die sich in den folgenden Jahren zum Idealbild des „Law and Order“-Vollstreckers verfestigte. In der Zusammenarbeit mit der Cannon Group fand dieser Typus ein ideales Umfeld: ein Kino, das auf Wiedererkennbarkeit, maximale Verlässlichkeit und die Bedienung simpler Konfliktmuster setzt.

So entsteht ein Œuvre, das weniger durch Entwicklung als durch Konsequenz geprägt ist: ein geschlossenes Heldenbild, das den Zeitgeist der Reagan-Ära vielleicht konsistenter widerspiegelt als jedes andere, zugleich aber auch die Grenzen dieser Eindeutigkeit offenlegt. Und genau diese stabile Selbstähnlichkeit seiner filmischen Persona ist es, die mehr ist als die Summe seiner Filme, sie förmlich überstrahlt. Weswegen Chuck Norris zu Recht in die Filmgeschichte eingegangen ist. Besser gesagt: Die Filmgeschichte hat sich um ihn herum geschrieben.

 

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Mittwoch, 29. Juli 2026 21:15 - Sonntag, 2. August 2026 21:15
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