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19. außerordentlicher Filmkongress des Hofbauer-Kommandos

08.-12.01.2020 

hk19

Beginn: Do. 09.01. um 14:30 Uhr (mit einem analogen Raritäten-Double-Feature!)
Ende: So. 12.01. in tiefster Nacht (also Montagfrüh)
Aufwärmrunde: Mi. 08.01. ab 21:15 Uhr


Programm: Alle Filme sind Überraschungsfilme!
Beginn täglich ab ca. 14:30 Uhr und ca. 21:15 Uhr.

Tickets:
Dauerkarten: 60 Euro (inkl. Aufwärmrunde)
3-Tages-Karte (Do-Sa oder Fr-So): 45 Euro
Dauerkartenreservierung unter: reservierung@kommkino.de
Einzeltickets nur an der Abendkasse

Facebook-Event mit aktuellen Updates:
https://www.facebook.com/events/453375678633560/
 

Nach seiner Mündigwerdung vor einem Jahr wird Deutschlands schönstes erotisches Filmfestival auch im Januar 2020 wieder auf eine gewiß erkenntnisreiche, prickelnde Reise in die erotischen Filmwelten vergangener Kino-Dekaden einladen. Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens hat sich das Hofbauer-Kommando dabei vergangener Tage und seiner frühen Filmkongresse erinnert - und daran, dass damals oft bis kurz vor Vorstellungsbeginn nicht bekannt war, welcher Film denn nun eigentlich gezeigt wird. Auf vielfachen Wunsch nähert sich der 19. außerordentliche Filmkongress des Hofbauer-Kommandos dieser frühen Form wieder ein wenig an, was auch flexiblere Anfangszeiten der Filme bedingen wird. Verbindlich sind nur der Beginn des 1. Nachmittagsfilms um 14:30 und des 1. Abendfilms um 21:15, alles Weitere wird sich organisch aus der Aufführungssituation und den Bedürfnissen der Publikumsmajorität ergeben. Folgt uns mit platzenden Büstenhaltern und Hosen, versenkt euch in Liebe und Wollust, Balz und Verzicht, Sünde und Dekadenz, Romantik und Verrichtung, Hedonismus und Tristesse, in Sittlich-, Zärtlich-, Spritzig- und Schmierigkeit sowie tonnenweise 16/35mm-Filmkorn und Videokassettenmatsch - ganz gemäß Oscar Wildes unsterblichem Motto "The only way to resist temptation is to yield it".


Über die 19. Ausgabe:

"Macht den Kongress doch mal wieder so wie früher, mit mehr spontanen Videoknüppeln, flexibleren Zeiten und ohne alles vorher anzukündigen!" - So oder so ähnlich haben sich in den vergangenen Jahren jene Kongressianer geäußert, die das Glück hatten, noch die frühen, weniger stark frequentierten und improvisierteren Kongresse miterlebt zu haben. Da auch wir nach nunmehr 18 Kongressen nicht selten mit einer gewissen Nostalgie auf die Zeiten zurückblicken, als sich die Filmauswahl mitunter erst unmittelbar vor Vorstellungsbeginn aus HK-internen Debatten speiste, auf jene Zeiten, in denen wir noch fürchten mussten, vom Haussicherheitsdienst aus dem Kinosaal geworfen zu werden (was mitunter auch geschah), als es noch keinen festen Zeitplan und daher auch einmal längere Pausen gab und wir selbst oft vor dem Kongress nur einen Bruchteil des Programms (eben den arbeitsintensiven, analogen Teil) kannten - da wir uns also dieser Zeiten noch lebhaft erinnern und zugleich etwas pikiert von "Gentrifizierungserscheinungen" des Kongresses lasen, haben wir uns entschieden, mit unserem kommenden, 19. außerordentlichen Filmkongress ein klein wenig "back to the roots" zu gehen. Zwar sahen wir uns angesichts der erheblich gestiegenen Zahl von Kongressteilnehmern und unserer eigenen, schweren Filmmaterialsucht außer Stande, die Eskapaden und den Laissez-fair vergangener Tage tatsächlich in ihrer ursprünglichen Form wieder aufleben zu lassen, aber ein wenig an selbige annähern wollten wir uns dann doch. Deshalb wird der kommende Kongress, der vom Nachmittag des 09.01. bis zur Nacht des 12.01.2020 stattfinden wird, für euch - und, so hoffen wir, vielleicht auch für uns - wieder etwas abenteuerlicher und unberechenbarer werden, als es die letzten zehn Ausgaben waren: Wir werden euch vorab nicht verraten, was genau wir - in der nunmehr neuen Besetzung des Kommandos als kuratorisches Quartett - euch zeigen werden, es wird, wie von vielen während der letzten Kongresse immer wieder gefordert, voraussichtlich einige Videoknüppel und digitale Vorführungen mehr geben, und abgesehen von einer Startzeit am Nachmittag und einer nach dem Abendessen, keine festen Anfangszeiten für die übrigen Filme - achtet daher auf die Glocke, mit der eine*r von uns im Korridor vor dem Kino und auf der Dachterrasse den Beginn der nächsten Vorstellung einläuten wird!

Von diesem strukturellen Wandel abgesehen, wird sich für euch allerdings vermutlich wenig ändern, und auch wir haben uns unvermindert um ein exquisites und exklusives, ein scheu-sehnsüchtig und prall-ausschweifendes Programm bemüht, das in diversen Farben des HK-Regenbogens erstrahlen und zahlreiche Raritäten enthalten wird, die in Vergessenheit geraten sind oder gemeinhin von institutionellen Repertoirekinos ignoriert werden, in unserem hingebungsvoll geöffneten Uterus jedoch ein wohlig warmes Zuhause finden und euch überraschen, verzücken, schockieren, berühren, abstoßen, amüsieren und faszinieren werden. So glauben wir zumindest, denn: Ein Teil des Programms wird sich, so wie einst, als die Kongresse noch heimlich, klandestin und unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden, spontan vor Ort entscheiden, ganz nach Laune und Gusto der vier Kommandant*innen, auf der Grundlage dessen, was unsere Schatzkiste so hergibt. Anderes, wie zwei in analoger Projektion nie zuvor auf deutschem Boden gezeigten Preziosen des ambitionierten schwulen Hardcore-Films aus der durch LEFT-HANDED in der Kongressvergangenheit bereits begeisternd auffällig gewordenen New Yorker Firma "Hand in Hand Films", wurden von guten Menschen an uns herangetragen und dankend angenommen. Habt also keine Angst, sondern Vertrauen, und begebt euch mit uns auf diesen Trip ins Blaue - der Weg ist das Ziel!