Der Rasenmäher-Mann

The Lawnmower Man, USA 1992, 107 Min., dF, digital, R.: Brett Leonard, D.: Pierce Brosnan, Jeff Fahey, Jenny Wright, Austin O'Brien

Der perfekte Soldat! Das ist das Ziel, das der Wissenschaftler Dr. Lawrence Angelo manisch verfolgt. Mit dem Segen der Regierung schreckt er dabei auch nicht vor dem Einsatz von Drogen und einer brandneuen Innovation zurück: Virtual Reality! Doch wie wir spätestens seit unseren „versehentlichen“ Ausflügen ins Darknet wissen, hat der digitale Firlefanz durchaus seine Tücken. Dr. Angelos Gärtner Jobe Smith kann ein Lied davon singen: Zwar verbessern sich seine geistigen Fähigkeiten durch Dr. Angelos Behandlung rasant, doch steigt seine Mordlust mindestens genauso schnell. Das Experiment gerät außer Kontrolle ...
Zugegeben: 25 Jahre nach Erscheinen wirken die computergenerierten Sequenzen in Brett Leonards „Der Rasenmähermann“ ein wenig lächerlich und wenig würdevoll gealtert. Die Kernthemen des Sci-Fi-Horrorfilms sind hingegen aktueller denn je: Wird die Künstliche Intelligenz über das menschliche Hirnkastl siegen? Verschmelzen Mensch und Maschine zu perfekt optimierten Androiden? Antworten auf die drängenden Fragen der Menschheit gibt's im KommKino – vielleicht ...

 

Evil Dead – Special zur Aufhebung des jahrzehntelangen Verbots

Tanz der Teufel

USA 1981, 88 Min., dF, digital, R: Sam Raimi, D: Bruce Campbell, Ellen Sandweiss, Richard DeManincor

Was für eine fabelhafte Idee: Um ein paar Tage auszuspannen, fährt Ash mit seinen Freunden in eine abgelegene Waldhütte in Tennessee. Im Keller finden sie beim Stöbern ein mysteriöses, verstaubtes Buch und ein altes Tonbandgerät mit Beschwörungsformeln. Es kommt, wies kommen muss, nichts ahnend erwecken die Jugendlichen böse Kräfte und müssen sich fortan unter anderem mit besitzergreifenden Dämonen und lüsternen Bäumen herumschlagen.
Nachdem der Film mehreren Jahrzehnte in Deutschland auf dem Index stand und sogar für Erwachsene strengstens verboten war, gab es dieses Jahr endlich die langerwartete Aufhebung von Indizierung und Beschlagnahme. Aus diesem Anlass zeigen wir euch den Kultschocker in ungekürzter Fassung auf großer Leinwand.
Im Anschluss zeigen wir die Fortsetzung!

 

Evil Dead – Special zur Aufhebung des jahrzehntelangen Verbots

Tanz der Teufel 2

Evil Dead II, USA 1987, 84 Min., dF, digital, R: Sam Raimi, D: Bruce Campbell, Sarah Berry, Dan Hicks

Nahezu nahtlos führt der zweite Teil der „Evil Dead“-Trilogie die Handlung des ersten Films fort. Ash, der sich gerade von Teilen seiner Freundin Linda trennen musste, erwacht im Wald und sieht sich nach kurzer Pause erneut dämonischen Kräften gegenüber, die ihm und einigen neuen Mitstreitern den Tag gehörig versauen wollen.

„Die handwerklich routinierte Anhäufung von drastischen Szenen des Horrorfilms, einer Vielzahl von einschlägigen Zitaten und Anflügen makabren Humors kostet Zuschauerängste genüßlich aus und spielt nekrophil und süffisant mit Unappetitlichkeiten und Schreckmomenten.“ (Lexikon des internationalen Films)

 

Filme

Evil Dead – Special zur Aufhebung des jahrzehntelangen Verbots

Evil Dead

USA 2013, 91 Min, dF., digital, R: Fede Alvarez, D: Jane Levy, Shiloh Fernandez, Lou Taylor Pucci

Ein paar Tage in der absoluten Abgeschiedenheit einer Waldhütte ohne jeglichen Zugang zu Alkohol, das soll das bewährte Mittel für die gebeutelte Mia sein, die sich nach dem langsamen Tod ihrer Mutter in den Suff geflüchtet hatte. Ihr Bruder David hat drei gute Freunde um Mia versammelt: Olivia, Eric und Nathalie, die helfen sollen, die Zeit und den Entzug nicht zu lang werden zu lassen. Was sie jedoch nicht wissen, ist, dass die Hütte vor kurzem von einem Professor benutzt wurde, der dort das sogenannte „Buch der Toten“, das in Menschenhaut gebundene „Necronomicon“ untersucht hat und spurlos verschwunden ist. Doch das Buch ist noch dort und als Eric einige der mit Blut geschriebenen Passagen übersetzt, befreit er die Dämonen, die sich der jungen Leute nach und nach bemächtigen. (ofdb.de)

„Das Remake von „Evil Dead“ stieß unter Fans anfänglich auf Skepsis. Doch der Regiedebütant Fede Alvarez hat den Horror-Kultfilm kongenial modernisiert. […] „Evil Dead“ erfüllt mit seinen realistischen Gewalttätigkeiten alle Anforderungen des modernen Horrorfilms […]“ (Die Zeit)
Erstmals in der fast fünf Minuten längeren Unrated-Fassung im Kino zu sehen!

 

Evil Dead – Special zur Aufhebung des jahrzehntelangen Verbots

Armee der Finsternis

Army of Darkness, USA 1992, 85 Min., dF, R: Sam Raimi, D: Bruce Campbell, Embeth Davidtz, Marcus Gilbert

Ash ist zurück! Diesmal verschlägt es ihn mittels eines Zeittunnels ins Mittelalter, wo er prompt wieder auf Dämonen trifft. Geübt wie er ist, kann er sich quasi mit links verteidigen und wird daraufhin als Auserwählter erkannt, der das Land von den umherstreifenden Untoten befreien soll.
Der dritte Teil kommt weitaus humorvoller und weniger gewalttätig daher, büßt aber dennoch nichts von seinem kultigen Charakter ein.
„Mit bemerkenswerter Tricktechnik gedreht, findet der Film zwar keine Distanz zu seinem paranoiden Helden, steigert sich aber durch die comic-artige Inszenierung fast zu einer surrealen Komödie voll von makabrem Humor.“ (Lexikon des internationalen Films)

 

The Dark Half

USA 1993, 121 Min, OV, 35mm, R.: George A. Romero, D.: Timothy Hutton, Amy Madigan, Michael Rooker, Chelsea Field

Thad Beaumont ist ein Autor, dessen Unterbewusstsein ein mörderisches Alter Ego erschafft, George Stark, unter dessen Pseudonym Beaumont schreibt. Doch als er sich von seiner dunklen Hälfte trennen will, stellt er fest, dass diese sich nicht so einfach abschütteln lässt …

The Dark Half ist ein Horrorfilm, den George A. Romero nach einer Vorlage von Stephen King inszenierte und dabei auch als Drehbuchautor fungierte. An diesem Film fasziniert insbesondere nicht nur, dass das Unheimliche zum ersten Mal seit Shining von Stanley Kubrick von der ersten bis zur letzten Minute im Film präsent ist, sondern dass er die „Dr. Jeckyll und Mr. Hyde“-Geschichte so variiert, dass sie einen interessanten und sehr düsteren Kommentar zum kreativen Prozess eines Autors darstellt. Ein alptraumhaft-guter Film!

 

Filme

Achterbahn

OT: Rollercoaster, USA 1977, 118 Min., dF, 35 mm, R.: James Goldstone, D.: George Segal, Richard Widmark, Timothy Bottoms, Henry Fonda

„Ein Bombenleger sorgt für Angst und Schrecken in Amerikas Vergnügungsparks. Seine Vorliebe gilt Achterbahnen, in welchen er kleine Sprengsätze versteckt, die die Wagen zur Entgleisung bringen. Als Gegenspieler erwählt er sich den Sicherheitsinspektor Harry Caulder, der für ihn den Geldboten spielt, ihn jedoch nicht stoppen kann und darüber hinaus auch noch Probleme mit dem ermittelnden FBI-Agenten hat. Auch bei der Neueröffnung einer besonders wilden Achterbahn will der Saboteur wieder zuschlagen und Harry hat in dem bunten Trubel alle Hände voll zu tun ...“ (www.ofdb.de)

Ein ganz auf Hochspannung getrimmter US-amerikanischer Sensationsstreifen, der den damals populären Katastrophenfilm mit Thriller-Elementen mischt. Die „New York Times“ verglich das Resultat gar mit Alfred Hitchcock. „Ein herrlicher Nervenzerrer, den ich liebe, seit ich ihn in meiner Kindheit im Fernsehen sah und man mich noch Monate später nicht in eine Achterbahn gekriegt hat. Heute gefällt mir sein sarkastischer Humor am besten, den es in dieser Form im heutigen Kino nicht mehr gibt. Ach, die 70er…“ (www.retro-film.info) „Dank starker Kamera, Lalo Schifrins Kompositionen und munteren Akteuren auch heute noch großes Kino.“ (www.handlemedown.de)

 

Zelluloid Sneak

„Sky is the limit“, heißt es bei unserem regelmäßigen Sneak Preview „Zelluloid Sneak“. Zu sehen bekommt Ihr einen Überraschungsfilm: Echte Gefühle. Echtes Kino. 35mm. 16mm. Ein Abend, an dem alles passieren kann – im Guten wie im Bösen. Selbst der Filmvorführer lässt sich überraschen!
Was hier gezeigt wird, läuft vielleicht nie wieder in einem Lichtspielhaus dieser Welt, ist quasi unwiederbringlich verloren.

Für Filmrisse und Essiggeruch kommen Sie vorbei oder schlagen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Filmfestivals

B-FILM BASTERDS 2017 - THE FESTIVAL STRIKES BACK!

4 Tage - 14 Slots - 35 mm - Digital

Es "könnte" weh tun :)

Programm:

DONNERSTAG, 15. Juni:
21.15 Uhr TANZ DES DRACHEN (35 mm)
23.15 Uhr MYSTERIEN DER PORNOGRAPHIE (35 mm)

FREITAG, 16. Juni:
14.00 Uhr MYSTERY IN BERMUDA
16.30 Uhr WELTKATASTROPHE 1999 (35 mm)
21.15 Uhr CHRISTIAN KESSLER: DAS VERSTECKTE KINO
im Anschluss: REISE INS ZENTRUM DER ZEIT

SAMSTAG, 17. Juni:
14.00 Uhr BACKLASH: OBLIVION 2
16.30 Uhr GORGO
21.15 Uhr DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN WITWE
23.15 Uhr DER NINJA (35 mm)

SONNTAG, 18. Juni:
14.00 Uhr BELA LUGOSI MEETS A BROOKLYN GORILLA
16.30 Uhr ICH KAUF MIR LIEBER EINEN TIROLERHUT
21.15 Uhr GLUT DER HEISSEN KÖRPER (35 mm)
23.15 Uhr SUPER STOOGES VS. THE WONDER WOMEN

TANZ DES DRACHEN
USA 1985, 105 min, FSK 16, dt. Kinofassung 35 mm
Regie: Michael Schultz
mit Taimak, Vanity, Christopher Murray, Julius Carry, Faith Prince, Leo O'Brien, Mike Starr, Ernie Reyes jr., Keshia Knight Pulliam

Leroy Green, ein junger Afroamerikaner, verehrt Bruce Lee und geht bei einem weisen Martial-Arts-Meister in die Lehre. Seine dort erworbenen Kenntnisse gibt er selbst an unterprivilegierte Schüler weiter, predigt dabei aber die hohe Schule der Gewaltlosigkeit. Mit der kommt man jedoch nicht weit, wenn das Viertel - und das Restaurant seiner Eltern - von Sho'Nuff, dem ebenfalls kampfkunstbegabten Chef einer Schlägerbande terrorisiert wird. Zudem verliebt sich Leroy auch noch in die Fernseh-Moderatorin Laura, aber vom Tuten und Blasen hat der abstinente
Kämpfer keine Ahnung. Die Lage eskaliert, als ein skrupelloser Musikproduzent, der seine Acts in Lauras Sendung bringen will, Sho'Nuff anheuert, um die Moderatorin zu entführen ...
Blax- und Bruceploitation in einem!

Barry Gordy, der Chef des legendären Plattenlabels Motown, produzierte diesen Martial-Arts-Klopfer nicht zuletzt als Vehikel, um seinen fetzigen Motown-Soundtrack veröffentlichen zu können. Aber auch als durchgeknallter Kung-fu-Film ist „Tanz des Drachen“ eine solide Hausnummer - mit rasanten Kampfszenen, irrwitziger Philosophie und einem Schuss schrägen Humors. See if you can spot William H. Macy!

15
Jun
2017
Kein Bild

MYSTERIEN DER PORNOGRAPHIE
USA 1969, 90 min, FSK 18, 35 mm
Regie: Alexander Maxwell

Was ist das Wesen der Pornographie? Was steckt hinter den verklausulierten Kontaktanzeigen in Magazinen? Was treiben Lesben, wenn alleingelassen? Was sind Swingerclubs? Was kauft man wirklich, wenn man eine erotische Massage bucht? Und gibt es übernatürliche Mittel und Wege, seine sexuelle Anziehungskraft zu steigern?

Begleiten wir Albert Jenkins bei seinem irren Trip durch die Welt der käuflichen Perversionen - ein wilder, frecher und teilweise zum Brüllen komischer, verdienstvoller Aufklärungsfilm. Vielleicht das letzte Mal von 35 mm ...

MYSTERY IN BERMUDA
Mexiko 1977, 77 min, FSK --, spanisch mit engl. UT, Digitalprojektion
Regie: Gilberto Martinez Solares; mit Santo, Blue Demon, Mil Mascaras, Silvia Manriquez, Sandra Duarte

Eigentlich wollten Santo, Blue Demon und Mil Mascaras auf den Bermudas nur ein paar Matches wrestlen, aber natürlich werden unsere heldenhaften Luchadores wieder in ein Abenteuer verstrickt. Mexiko und Irania planen, einen Vertrag zum Nukleartechniktransfer abzuschließen und interessierte Kreise wollen verhindern, dass die iranianische Prinzessin Sobeida unterschreibt. Sobeida ist aber zum Glück eine Freundin und Karate-Schülerin Santos und kann auf seinen Schutz bauen. Rina, eine der Spioninnen, die die Luchadores ausschalten soll, hat aber eine eigene Agenda - sie will an Santo herankommen, damit er ihr hilft, nach ihrem Vater, einem verschollenen Wissenschaftler zu suchen ...

Das Ende einer Ära - der letzte „offizielle“ Beitrag zur mexikanischen Reihe von Lucha-Libre-Filmen ist gleichzeitig wahnwitzig wie eh und je, andererseits aber auch ein wenig wehmütig, da alle Beteiligten wohl wussten, dass die filmische Reise zu Ende geht. Mit merklich reduziertem Aufwand und einem den nunmehr auch schon älteren Herren angepassten Tempo enden Legenden - das Finale muss man gesehen haben!

WELTKATASTROPHE 1999
Japan 1974, 90 min, FSK 16, dt. Kinofassung 35 mm
Regie: Toshio Masuda
mit Tetsuro Tamba, Toshio Kurosawa, Kaoro Yumi, Yoko Tsukasa

Nachdem er ausführlich die Prophezeihungen des Nostradamus studiert hat, kommt Professor Nishiyama zu dem Schluss, dass der Weltuntergang vor der Tür steht. Natürlich glaubt dem armen Prof kein Schwein, dabei hat er völlig recht. Weil die Menschheit den Planeten nach Kräften ruiniert hat, überziehen Naturkatastrophen, Mutationen und radioaktive Wolken die Erde. Alles geht den Bach runter ...

Auch in Japan liest man Nostradamus - und Toho, die Schöpfer von Godzilla, steuern die apokalyptische Filmfassung bei. Mit spektakulären Effekten übertrifft sich die Zerstörungswut der japanischen Tokosatsu-Macher selbst. Ein Film, der nachhaltig im Gedächtnis bleibt!

CHRISTIAN KESSLER: DAS VERSTECKTE KINO


Es ist schon Festival-Tradition, dass der Filmgelehrte Christian Keßler sein jeweils neuestes Buch bei uns vorstellt. Nachdem er uns in den letzten beiden Jahren 80 Gründe lieferte, den Trashfilm zu lieben, zerrt er nun Vergessenes ans Tageslicht. In „Das versteckte Kino“ geht es um die besten Filme, von denen wir noch nie gehört haben. Wie immer wird Christian mit zahlreichen Filmclips und launiger Moderation durch den Abend führen. Und bestimmt hat er für jeden noch ein Buch dabei und Zeit, es zu signieren ...

REISE INS ZENTRUM DER ZEIT
USA 1967, 79 min, FSK 0, dt. Fassung, Digitalprojektion
Regie: David L. Hewitt
mit Scott Brady, Anthony Eisley, Gigi Perreau, Abraham Sofaer, Austin Green, Poupée Gamin, Lyle Waggoner
 
Wissenschaftler entwickeln ein Zeitfenster, mit dem man 24 Stunden in die Vergangenheit sehen kann. Da dies nach Meinung ihres Geldgebers nur beschränkten Nutzwert hat, versuchen die Weißkittel, den Blick in die Zukunft zu richten – was misslingt. Stattdessen beamen sie ihr ganzes Labor 5.000 Jahre in die Zukunft und geraten in einen Krieg zwischen Menschen und Aliens ...

Herziger SF-Firlefanz aus der Werkstatt von David L. Hewitt, der der Menschheit auch den Gassenhauer „Wizard of Mars“ bescherte und die nicht so speziellen Spezialeffekte für „Superman IV“ zusammenbastelte. Großartiges Technobabble, Reisen in die Zukunft und in die Vorzeit, mit verhältnismäßig guten Darstellern. Liebevoller Trash, wie er heute nicht mehr gemacht wird ...

BACKLASH: OBLIVION 2 - ALIENS GEGEN KOPFGELDJÄGER
USA 1996, 83 min, FSK 16, dt. Fassung, Digitalprojektion
Regie: Sam Irvin
mit Richard Joseph Paul, Jackie Stevenson, Andrew Divoff, Meg Foster, isaac Hayes, Julie Newmar, Carel Struycken, George Takei, Musetta Vander, Maxwell Caulfield

Aufregung in Oblivion, der kleinen Westernstadt auf einem fernen Planeten. Ein Kopfgeldjäger namens Sweeney taucht auf, um Lash, die einstige Gespielin des bösen Redeye, zu fangen. Lash hat begreiflicherweise wenig für dieses Arrangement übrig, hat sie sich doch gerade eine wertvolle Mine angeeignet. Also macht sie sich an Jaffar heran, „Redeye's more clever brother“. Zwischen den Fronten wie immer: Marshall Zack Stone, der doch eigentlich nur Ruhe und Frieden will ...

Die Fortsetzung des letztjährigen Publikumserfolgs „Oblivion“ ist wieder ein launiger SF-Western aus der Full-Moon-Produktionsschmiede von B-Film-Legende Charles Band. Erneut gesegnet mit einem All-Star-Cast und „Grease 2“-Star Maxwell Caulfield als Sweeney sind Spaß, Spannung und Stop-Motion-Effekte von FX-Guru Dave Allen vorprogrammiert.

Filme

GORGO
Großbritannien 1961, 78 min, FSK 12, dt. Fassung, Digitalprojektion
Regie: Eugene Lourie
mit Bill Travers, William Sylvester, Vincent Winter, Christopher Rhodes, Joseph O'Conor, Bruce Seton, Martin Benson

Vor der irischen Küste tobt sich ein gar böses Meeresungeheuer aus. Joe und Sam, die Eigentümer eines Bergungsschiffes, haben Pfundzeichen in ihren Augen. Tatsächlich gelingt es ihnen, das Urviech, Gorgo genannt, einzufangen. Flugs wird das Monster nach London verbracht, um dort zahlender Kundschaft vorgeführt zu werden. Doch Wissenschaftler, die sich an Gorgo zu schaffen machen, finden heraus, dass das Monster ein Jungtier ist - und die wütende Mama ist schon auf dem Weg in die britische Kapitale ...

Der wohl beste europäische Monsterfilm ist auch heute noch ein echter Hingucker - das Finale, in dem Gorgos riesige Mama durch London stapft, ist unvergesslich und ein Meisterwerk der Tricktechnik. Jeder „Godzilla“-Fan dürfte begeistert sein. Bei uns zu sehen in einer wunderschön restaurierten HD-Fassung. Mit bestem Dank an CMV Laservision.

DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN WITWE
Deutschland 1963, 110 min, FSK 12, dt. Fassung, Digitalprojektion
Regie: F.J. Gottlieb
mit O.W. Fischer, Karin Dor, Klaus Kinski, Werner Peters, Eddi Arent, Doris Kirchner

In London wird mal wieder gemordet, aber auf bizarre Weise. Die Opfer werden mit einer Gummispinne getötet, die auf einer Giftnadel sitzt. Reporter Wellby vermutet einen Zusammenhang zwischen den Morden und wird mit Hilfe des Archivars Fish schnell fündig. Alle Opfer waren Mitglieder einer Mittelamerika-Expedition, deren Leiter auf rätselhafte Weise ums Leben kam, und alle Überlebenden kamen nach der Rückkehr überraschend zu sehr viel Geld - einer von ihnen ist sogar Wellbys Chef. Der Verdacht liegt nahe, dass jemand sich für vermeintliches Unrecht rächen will. Aber wer? Wird es Wellby gelingen, das Rätsel zu lösen und einmal seinen Flachmann wegzulegen?

Im Zuge des Erfolgs der Edgar-Wallace-Filme kamen zahlreiche „Imitatoren“ in die deutschen Kinos, so auch vier Filme nach Motiven von Wallaces böhmischem Zeitgenossen Louis Weinert-Wilton. Mit bewährtem Wallace-Personal, französischer Unterstützung und einem grandios chargierenden 50er-Jahre-Herzensbrecher O.W. Fischer in seiner einzigen Krimirolle verdient sich „Das Geheimnis der schwarzen Witwe“ nicht nur wegen seines wahnsinnigen Mord-Gimmicks einen Ehrenplatz in der Ruhmeshalle des deutschen Kintopps. Liebevoll restauriert, mit bestem Dank an Filmjuwelen.

Filme

DER NINJA
Hongkong 1984, 90 min, FSK 18, dt. Kinofassung, 35 mm
Regie: Ming Chin, Godfrey Ho
mit Richard Harrison, Don Wong, Yasuaki Kurata, Barbara Yuen, Rand To, Anna Jewis, Pierre Tremblay

Ein Ninja-Meister verlässt seinen Clan, weil der neue Chef ein böser Bursche ist und das Ninja-Empire für seine finsteren Zwecke einsetzen will. In Hongkong setzt er Inspektor Wong auf den neuen Oberninja an - aber wen interessiert bei Godfrey-Ho-Ninja-Filmen die „Story“?

The one that started it - der erste von gefühlt Hunderten „Patchwork“-Filmen, in denen Godfrey Ho in arglose asiatische Filme aller möglichen Genres ein paar Minuten Ninjakrams mit Richard Harrison (dem man erzählt hatte, er würde für einen Film anheuern) reinschnitt. Hysterisch, zusammenhanglos, fantastisch. Bislang war jeder Ninja-Film ein Festivalschlager, und diesen hier haben wir sogar auf 35 mm! Das darf man sich nicht entgehen lassen.

BELA LUGOSI MEETS A BROOKLYN GORILLA
USA 1952, 74 min, FSK --, engl. OV, Digitalprojektion
Regie: William Beaudine
mit Bela Lugosi, Duke Mitchell, Sammy Petrillo, Charlita, Muriel Landers

Duke Mitchell und Sammy Petrillo, beziehungsweise Dean Martin und Jerry Lewis fürs Armenhaus, bruchlanden als Truppenbetreuer auf einer einsamen Insel und werden von einem Eingeborenenstamm aufgenommen. Dieweil Duke zwar mit einem attraktiven Hula-Girl anbandelt, bleibt für Sammy nur eine fette Häuptlingstochter übrig. Dringende Heimreise wäre also wünschenswert, und für die empfehlen die Eingeborenen den örtlichen Mad Scientist Dr. Zabor. Der wittert vor allem in Duke ein hervorragendes Versuchskaninchen für sein neues Evolutions-Rückgängigmachungs-
Serum. Und ehe sich's Duke versieht, ist er in einen Gorilla transformiert worden. Jetzt muss also ausgerechnet Dumpfblinse Sammy ihn retten ...

Der Großmeister des klassischen Horrors verschliss sich nicht nur bei Ed Wood, sondern auch in dieser Komödienproduktion unter Regie von William „One Shot“ Beaudine. Belas beachtliches komisches Talent und Timing kämpft einen heroischen Fight gegen die dezidiert unlustigen Antics von Duke Mitchell und - vor allem - Sammy Petrillo. Petrillo wurde später von Jerry Lewis verklagt, weil der sich zurecht von dem minderwertigen Imitator geschädigt fühlte. Ein kinematisches Kuriosum ersten Ranges und ein Fest für jeden Trashfreund!

ICH KAUF MIR LIEBER EINEN TIROLERHUT
Deutschland 1965, 90 min, FSK 6, dt. Fassung, Digitalprojektion
Regie: Hans Billian
mit Gus Backus, Manfred Schnelldorfer, Hannelore Auer, Margitta Scherr, Hubert von Mayerinck, Kurt Liederer, Barbara Gallauner, Billy Mo

Hutfabrikant Krempe ist verzweifelt - weil die Menschen unverschämterweise nur einen Kopf haben, liegt die Umsatzkurve von Hut-Krempe im Keller. Günter Kleinhirsch ist eigentlich schon gefeuert, doch sein Vorschlag, Tirolerhüte als neuen Trend in Norddeutschland zu etablieren, klingt für Krempe nach einer tollen Idee. Und schon ist Kleinhirsch wieder eingestellt und als Sonderbeauftragter zuständig für den Entwurf einer zünftigen Werbekampagne. Kleinhirsch entführt kurzerhand seinen Freund Gerd, einen Komponisten, nach Tirol, wo er einen Schlager für die Kampagne schreiben soll. Doch Gerds eifersüchtige Freundin und Krempes Tochter, die befürchtet, dass Kleinhirsch sich in Tirol einen schönen Lenz macht, sorgen für ordentlich Wirbel und Verwirrung bis zum Happy End.

Ein herziger Heimat-Schlagerfilm rund um Billy Mos Hitparadenerfolg, gespickt mit Gastauftritten von Schlagerstars wie Teddy Parker und Peggy March, turbulent, bunt und wunderschön fotografiert. Regisseur Hans Billian landete später im Porno-Fach, doch davon lässt er sich hier noch nichts anmerken. Als Hutmacher Krempe brilliert Hubert von Mayerinck aus der „Spessart“-Trilogie. Ein Spaß für die ganze Familie!

GLUT DER HEISSEN KÖRPER
Großbritannien 1965, 80 min, FSK 18, 35 mm
Regie: Arnold L. Miller

London, Mitte der 60er-Jahre: Die britische Gesellschaft beginnt mit althergebrachten Moralvorstellungen zu brechen und auszuloten, was man so alles anstellen kann. Werft mit Arnold L. Miller einen Blick in zwielichtige Nachtclubs, begleitet obskure Bands bei ihren Gigs, trifft Mods, Rocker und Beatniks in den Szene-Cafés, besucht Frauentausch-Parties und schielt in die Saunas ...

Eine schlüpfrige Dokumentation über die unmoralischen Abgründe Londons - nicht immer geschmackvoll, nie politisch korrekt, eine bizarre Zeitkapsel aus einer vergangenen Ära. 35 mm.

SUPER STOOGES VS. THE WONDER WOMEN
Italien/Hongkong 1974, 105 min, FSK 16, digital
Regie: Al Bradley
mit Nick Jordan, Mark Hannibal, Yueh Hua, Malisa Longo, Karen Yeh

Ein friedliebendes Dorf wird von blutdürstigen Amazonen-Kriegerinnen überfallen. In ihrer Not wenden sich die Dorfbewohner an ihren lokalen Superhelden Dharma, doch der ist in Rente. Sein Adoptivsohn übernimmt heimlich die Rolle Dharmas und wirft sich in den Kampf. An seiner Seite kämpfen ein afrikanischer und ein asiatischer Held, aber selbst als Trio haben die „Super Stooges“ ihre liebe Not mit den fiesen Kriegsbräuten ...

Ein Italo-Kracher mit Unterstützung der legendären Shaw Brothers - knackig-brutale Action im Zusammenspiel mit Klamauk-Slapstick-Comedy ergibt einen Fantasy-Spaß ganz eigener Natur. Digital in englischer Synchronfassung.

Blaxploitation Devastation – 1. Black Bad-Ass Cinema Festival

vom 7. bis 9. Juli 2017 im KommKino Nürnberg, alle Filme in analoger Projektion!

 

Freitag - 7.7.

20.15   SWEET SWEETBACK'S BAADASSSSS SONG

        USA 1971, 97 Min., engl. OF, Regie: Melvin Van Peebles 

22.30   SUPER FLY

        USA 1972, 93 Min., dF, Regie: Gordon Parks Jr.

 

Samstag – 8.7.

15.00   COTTON COMES TO HARLEM

        USA 1970, 97 Min., engl. OF, Regie: Ossie Davis

17.00   ACROSS 110TH STREET

        USA 1972, 102 Min., Regie: Barry Shear

21.15   FOXY BROWN

        USA 1974, 94 Min., (?) Regie: Jack Hill

23.15   BLACK SHAMPOO

        USA 1976, 82 Min., engl. OF, Regie: Greydon Clark

 

Sonntag – 9.7.

13.00   CLEOPATRA JONES

        USA 1973, 89 Min., dF, Regie: Jack Starrett

15.00   TOGETHER BROTHERS

        USA 1974, 94 Min., engl. OF, Regie: William A. Graham

17.00   BLACK CAESAR

        USA 1973, 96 Min., engl. OF, Regie: Larry Cohen

21.15   BUCKTOWN

        USA 1975, 94 Min., engl. OF, Regie: Arthur Marks

 

Tickets:

Einzelticket: 7,- €

Dauerkarte: 45,- €

 

Reservierung unter: reservierung[at]kommkino.de