Ein Hauch von Zen

A Touch of Zen, Taiwan 1971, 180 Min, OmdU, digital, R.: King Hu, D.: Hsu Feng, Shih Chun, Pai Ying Tien Peng

Der junge Zeichner und Schreiber Ku Shen Chai lebt mit seiner Mutter unweit von der Stadt in einem verfallenen Fort, von dem man munkelt, es würde dort spuken.

In den Staatsdienst zu treten, lehnt Ku entgegen dem Wunsch seiner Mutter ab und möchte sein Leben lieber als Lehrer in der Stadt verbringen. Seinen Unterhalt verdient er mit dem Porträtieren und zeichnen von Landschaften in einem kleinen Laden in der Stadt.

Eines Tages kommt ein Fremder vorbei, welcher sich von Ku porträtieren lässt, doch schnell wird klar, dass dieser Fremde ein gänzlich anderes Ziel verfolgt. Nachts bemerkt Ku merkwürdige Geräusche und trifft auf die schöne Yang. Die Ereignisse überschlagen sich und Ku findet sich in einem Konflikt zwischen Liebe und Gewalt wieder.

„Ein Hauch von Zen“ ist das Meisterwerk des Regisseurs King Hu und diente als Inspiration für viele moderne Werke des asiatischen Kinos.

Der Film nimmt sich viel Zeit, die Charaktere näher zu beleuchten und schafft so ein intensives Abenteuer, welches auf poetische Art dem Zuschauer einen Eastern mit ungewöhnlich viel Tiefe bietet. Sammo Hung und Jackie Chan durften in diesem Meisterwerk kleine Nebenrollen belegen.

 

Filme

Filmriss!

BRD 2011, 98 Min, dF, digital, R.: Felix Gerbrod, D.: Jens Grabarske, Melf Neumeyer, Cho Kola

„Der Junge Jens lebt bei seiner alkoholkranken Mutter. Nach einem Streit verlässt er die Wohnung und übernachtet auf einer Parkbank. Am nächsten Morgen trifft er den Punk Andi, der ihm anbietet, Teil der Punkszene zu werden. Er nimmt an und lernt Keule kennen, einen Punk, der ihn in die Geheimnisse der Szene einweiht. Um aufgenommen zu werden, muss er drei Prüfungen bestehen. Und die haben es in sich.

(…)“Filmriss!“ ist eine selbstironische Satire von Punks über Punks, die sich über die Strukturen und Regeln lustig machen, welche sich im Punk – genau wie in jeder anderen Bewegung auch – mit der Zeit verselbstständigen. Diese Entwicklung wird gnadenlos übertrieben dargestellt, und zeigt so die Absurdität eines Regelwerks, welche eine Bewegung regelt, die sich gegen alle Regeln wendet.

Dabei wird auch gegen so ziemlich jede Regel des kommerziellen Filmemachens verstoßen. So bietet „Filmriss!“ dann Punk auf der ganzen Linie, inhaltlich ebenso wie formal.“ (Ankündigungstext des Festivals „Besonders wertlos“)

 

Die Herberge zum Drachentor

Dragon Inn, Taiwan 1967, 106 Min., OmdU, digital, R.: King Hu, D.: Polly Sang Kuan, Hsu Feng, Shih Chun

Während der Ming Dynastie lässt der mächtige Eunuch Tsao Shao Chin seinen Widersacher General Yu hinrichten und verbannt dessen drei Kinder ins Exil nach Drachentor. Doch Tsao will auch die Kinder des Todes wissen. Er plant mit einem Hinterhalt, die Kinder auf ihrem Weg ins Exil in der Herberge zum Drachentor ermorden zu lassen. Die Herberge zum Drachentor wird zum Schauplatz über einen Kampf auf Leben und Tod.

„Die Herberge zum Drachentor“ aus dem Jahr 1967 gilt bis heute als eines der großen Meisterwerke des Regisseurs King Hu und als Meilenstein des Wuxia-Genres. Einer der wichtigsten Klassiker des Easterns, geziert durch wunderschöne Kameraeinstellungen und fulminante Actionsequenzen. Polly Sang Kuan („18 Kämpfer aus Bronze“) hatte in „Die Herberge zum Drachentor“ ihre erste große Rolle und wurde zu einer der berühmtesten Schauspielerinnen des asiatischen Kinos.

1992 wurde in Hongkong ein Remake des Films gedreht mit dem Titel „New Dragon Gate Inn“.

 

Das wilde Filmtrailer-ABC # 2


„Ein guter Trailer ist oft spannender als jeder Film: Alle Höhepunkte in zwei Minuten – welcher Film soll da noch mithalten. Manchmal träume ich von einem Abend, an dem nur Trailer gezeigt werden, einer nach dem anderen, früher soll es das in Spezialistenkinos gegeben haben. Nie ein langer Film. Immer nur zwei Minuten lange Minidramen, Minikomödien, Miniabenteuer, ultrahocherhitzt. Perfekter Abend.“

(Max Fellmann, SZ-Magazin 36/2013)
Eine Achterbahnfahrt durch die Filmgeschichte und alle Filme beginnen diesmal mit dem Buchstaben B. 43 Trailer von 1955 bis 2002. Abendfüllend! Es knistert, rauscht und knackt, das Bild verkratzt, die Farben laufen aus oder erstrahlen in schönstem Technicolor. Ein Fest für Augen und Ohren. Alles analog, alles 35mm! Ein wahrhaft umwerfendes Kinoerlebnis aus dem Archiv des Werkstattkinos.

Filme

Blade Runner

USA 1982, 112 Min., digital, R.: Ridley Scott, D.: Harrison Ford, Rutger Hauer, Daryl Hannah

„Man schreibt das Jahr 2019. Den Replikanten, künstlichen Menschen, ist bei Todesstrafe die Rückkehr zur Erde verboten. Doch trotzdem kehren eines Tages einige dieser Wesen zurück. Diese besondere Spezies verfügt über Kraft und Intelligenz mehrerer Menschen und ist von diesen kaum zu unterscheiden. Sie sollen unschädlich gemacht werden. Nur eine Spezialeinheit kann sie aufspüren: die Blade Runner. Eine atemberaubende Hetzjagd durch die futuristische Welt beginnt.“

(Ofdb.de)

Pünktlich zum Start von „Blade Runner 2049“ könnt ihr das legendäre Original auf bei uns auf der großen Leinwand genießen. Und zwar in der Originalversion (5. Oktober), deutschen Fassung (7. Oktober) und Originalfassung mit deutschen Untertiteln (11. Oktober).

 

Filme

Joe Bullet

ZAF 1973, 79 Min, OmeU, digital, R.: Louis de Witt, D.: Ken Gampu, Joe Lopez, Abigail Kubeka

„Joe Bullet" muss 1973 ein außergewöhnlicher Anblick für Sowetos Kinogänger gewesen sein. Ken Gampus körperliche Präsenz und Lässigkeit lassen an Shaft oder James Bond denken. Actionreich kreist die Handlung um den Plan eines zwielichtigen Gangsters, ein Fußballpokalfinale zu manipulieren. Es gibt Intrigen, Mord und nur eine Rettung – Joe Bullet!

Mit dem Film wollte der geschäftstüchtige Produzent Tonie van der Merwe einen neuen Markt erobern. Anknüpfend an die schwarze Popkultur der 70er und das Blaxploitation-Genre war es einer der ersten Filme mit durchweg schwarzer Besetzung, darunter Stars wie Gampu und Abigail Kubeka. „Joe Bullet“ bot nicht nur einen aufregenden neuen Publikumshelden, sondern auch die Vision eines schwarzen Daseins, das sich völlig von den damaligen Zuständen unterschied. Handlungsfähigkeit, Ambitionen und Macht entsprachen nicht der Wirklichkeit der meisten schwarzen Südafrikaner unter der Apartheid. Obwohl der Film nicht offenkundig politisch war, wurde er bald verboten und jahrzehntelang nicht gezeigt.

Nun liegt „Joe Bullet“ in einer restaurierten Fassung vor – ein komplexes, fesselndes Stück südafrikanischer Filmgeschichte, das eine Neubewertung verdient.

(Berlinale)

 

Fortsetzung der Russ-Meyer-Werkschau:

Drüber, drunter und drauf

Up!, USA 1976, dF, 35mm, 80 Min., R.: Russ Meyer, D.: Edward Schaaf, Robert McLane, Elaine Collins, Candy Samples

Der Altnazi Adolph Schwartz, der für seine Vorliebe für Orgien und extreme SM-Praktiken bekannt ist, wird ermordet in der Badewanne seines Schlosses aufgefunden. Als die kurvenreiche Agentin Margo Winchester in den Ort kommt, sorgt sie mit ihren Reizen für großes Aufsehen. Schon bald beginnt sie mit der Suche nach dem Mörder von Adolph Schwartz und bemerkt schnell, dass kaum ein Anwohner der ist, für den er sich eigentlich ausgibt …

Dieser Film wurde in dem für Russ Meyer typischen Comicstrip-Stil gedreht. Die Sex-Szenen, von denen ein großer Teil in freier Natur, in einer Flusslandschaft, spielt, sind ebenfalls überspitzt und karikaturistisch dargestellt. So stattete Russ Meyer die männlichen Darsteller (auch aus Zensurgründen) mit künstlichen, überlangen Penissen aus.  (Wikipedia)

 

Filme

Fortsetzung der Russ-Meyer-Werkschau:

Megavixens

Cherry, Harry & Raquel!, USA 1970, dF, 35mm, 72 Min., R.: Russ Meyer, D.: Larissa Ely, Linda Ashton, Charles Napier

„Mitten in den Dreharbeiten reiste die Hauptdarstellerin ab. Der Alptraum eines jeden Produzenten. Trotzdem ein Glücksfall für Meyer: findet er doch in Uschi Digard einen würdigen Ersatz. Sprachbegabt, intelligent und verläßlich, wird sie schließlich über diesen Film hinaus zu einer langjährigen Vertrauten und Mitarbeiterin Meyers, die zur Produktions-Assistentin avanciert.

Und noch ein anderer Schauspieler ist ein Treffer: Charles Napier, blond, kantige Gesichtszüge und kernige Augen, verkörpert den typischen Russ-Meyer-Mann. Ein "Heavy" der besten Sorte. Er trägt Jahre später viel zu Russ Meyers Comeback bei.

Cherry, Harry and Rachel! ist eine wüste Geschichte, die als Aufhänger diesmal Marihuana-Schmuggel an der amerikanisch-mexikanischen Grenze benutzt. Ein korrupter Bulle, der mit einer Schmugglerbande zusammenarbeitet, wird erschossen, während seine Frau es im Marihuana-Rausch mit einer anderen Schönen treibt.“ (www.kybernaut.de)

„Nicht selten verschwimmen in "Megavixens" Realität und Fiktion gänzlich. Die symbolbeladene Bildersprache und die tolle Photographie tragen ihr Übriges dazu bei, das der Streifen zum absoluten Kultobjekt wird.“ (Max con Carne II., www.ofdb.de)

 

Fortsetzung der Russ-Meyer-Werkschau:

Vixen – Ohne Gnade, Schätzchen

USA 1968, 70 Min, dF, 35mm, R.: Russ Meyer, D.: Erica Gavin, Garth Pillsbury, Harrison Page, Jon Evans

Tom ist mit der rassigen Vixen verheiratet, der ein Mann nicht genügt – aber Tom ist nicht eifersüchtig, weiß er doch, dass keiner so gut im Bett ist wie er! Gefährlich wird es, als Toms Freund O´Bannion einen Drogendeal plant und den schwarzen Niles in seine Pläne einbezieht. Da Vixen Schwarze hasst, entladen sich die Aggressionen gewaltig und gewalttätig ...

Neben Themen wie Rassismus, Kriegsdienstverweigerung und Kommunismus konzentriert sich Russ Meyer in seinem Erfolgsfilm „Vixen“, der ihm die Tore Hollywoods öffnete, ganz auf die Schönheit seiner Hauptdarstellerin Erica Gavin. Im KommKino kann jeder Zuschauer selbst herausfinden, ob der damalige Werbespruch berechtigt war: „...is she woman ...or animal?“ - und ob der Film tatsächlich die heimlichen Wünsche vieler Frauen anspricht.

 

Filme

Fortsetzung der Russ-Meyer-Werkschau:

Black Snake

USA 1973, 82 Min, dF, 35mm, R.: Russ Meyer, D.: Anouska Hempel, David Warbeck, Percy Herbert, Milton McCollin

Lady Susans grausames Regiment auf der Zuckerrohrplantage der Insel San Cristobal zeigt seine Spuren in den Rücken der schwarzen Sklaven, die sie mit ihrer Peitsche Black Snake quält. Ihre Macht festigt sie mithilfe von Söldnertruppen und sadistischen männlichen Aufsehern, doch ihre Bösartigkeit sät Aufstand und Revolte. Als Susan einen schwarzen Attentäter kreuzigen lässt,  schlägt den weißen Ausbeutern blanker Hass entgegen.

Russ Meyer schuf nach einem zwei Filme währenden Ausflug in die Gefilde Hollywoods einen Streifen, der trotz farbiger Bilder ähnlich düster wie seine frühen Schwarz-Weiß-Roughies daherkommt. Die Grausamkeit der Handlung wird dabei mit der wunderschönen Kamera Dan Ornitz´ kontrastiert. Erfolg war „Black Snake“ damals nicht beschieden; er gilt mittlerweile jedoch als eines von Meyers stärksten Werken, da er „herrlich schamlos und ohne künstlerische Umwege immer direkt sein Ziel ansteuert“

(Hans Peter Kochenrath, Die Zeit).

 

Filme

Fortsetzung der Russ-Meyer-Werkschau:

Supervixens

USA 1975, 105 Min, dF, 35mm, R.: Russ Meyer, D.: Shari Eubank, Charles Napier, Uschi Digard

Die leidenschaftliche Superangel macht ihrem Mann Clint mit ihrer Eifersucht das Leben schwer, schlägt ihn und attackiert seinen Wagen sogar mit einer Axt. Mit dem Polizisten Harry will sie den Spieß umdrehen und nun Clint betrügen, doch als Harry es beim Sex nicht so schnell bringt, wie sie es gern hätte, macht sie sich über ihn lustig. Superangel stirbt daraufhin den wahrscheinlich grausamsten Tod der Filmgeschichte – doch das ist erst der Beginn der Odyssee Clints durch ein Land voller Superweiber.

Der von Homers Odyssee inspirierte Film schafft die unmittelbare Verbindung von Sex und Gewalt und erforscht trotz surrealer und grotesk-humorvoller Szenen die dunkelsten Seiten der Erotik. Da der Film für Russ Meyer nach zwei Kassenflops endlich wieder ein großer Erfolg war, wird sich nicht nur Meyer die Frage Martin Bormanns, eines Charakters aus mehreren Filmen Meyer und auch aus „Supervixens“ gestellt haben: „Ich frage mich, ob der ganze Ärger, der einem gemacht wird, die Fickerei wert ist, die dabei rumkommt.“ „Supervixens“, der mit seinen sechs Superweibern vielleicht „zu viel für einen Film“ hat, ist den Ärger sicherlich wert! 

 

Fortsetzung der Russ-Meyer-Werkschau:

Im tiefen Tal der Superhexen

Beneath the Valley of the Ultra-Vixens, USA 1979, dF, 35mm, 91 Min., R.: Russ Meyer, D.: Kitten Natividad, Ken Kerr, Ann Marie

„Unsere kleine Stadt“ durch die Augen von Russ Meyer – jeder könnte hier dein Nachbar sein!

Lamar kann seine nymphomanische Gattin Lavonia nur von hinten befriedigen. Dies lässt ihn an seiner Männlichkeit zweifeln und führt ihn, wenn er nicht gerade seine dralle Chefin auf dem Schrottplatz vernaschen muss, durch diverse Therapieversuche. Sie enden allesamt chaotisch. Lavonia versucht auf ihre eigene Männer-verschlingende Art Lösungen für das Problem ihres Ehemanns zu finden. Diese Suche führt durch sämtliche Betten der kleinen Gemeinde, während Lamar bei einer drallen Radio-Predigerin die ersehnte Zwangsheilung in einem Live-Exorzismus in der Badewanne findet. Das zweideutig fromme Radiomäuschen scheint unterdessen ihre Liebe zur eingeschränkten Bewegungsfreiheit beim Verkehr durch ihren Liebhaber Martin Bormann erworben zu haben, der sich zu deutschem Volkssang am liebsten in einem Sarg vernaschen lässt. Ganz normale Nachbarn eben mit ganz alltäglichen Problemen… (OFDb)

„Auch wenn sich das so liest, als ob keine Handlung vorhanden wär, parodiert Russ Meyer doch gekonnt das typische US-Kleinstadt-Leben. Die Frauen bei ihm haben bekannterweise alle eine riesige Oberweite und spätestens beim Anblick der Radiomoderatorin glaubt man, daß schon vor Jahrzehnten Gen-Versuche an Menschen unternommen wurden. Die Stadt ist voll von äußerst skurrilen Typen. Am besten ist wirklich der notgeile und perückentragende Zahnarzt/Eheberater der mit "zarter Gewalt" an sein Opfer zu kommen versucht. Kommentiert wird das ganze Geschehen von einem Bürger der Stadt, der alle Leute kennt, und immer die passenden Anekdoten parat hat. Sehr amüsanter Film.“ (Sense of View)

Der einzige Russ-Meyer-Film, der in Deutschland einen großen Kinostart mit viel Werbeaufwand hatte. Hierzulande erschien der Film auf Video und DVD stets nur in einer Fassung, bei der zwei Akte vertauscht wurden, die also völlig sinnentstellt. Wir zeigen natürlich die von Meyer beabsichtigte Version.

 

Musikfilm-Reihe zu Nürnberg Pop:

Mistaken for Strangers

USA 2013, 35mm, 75 Min, R.: Tom Berninger, D.: Matt Berninger, Aaron Dessner, Bryce Dessner, Bryan Devendorf, Scott Devendorf

Matt Berninger, Frontmann der erfolgreichen US-amerikanischen Indie-Rock Band The National, lädt am Vorabend seiner bis dahin größten Tour seinen jüngeren Bruder Tom – Amateur-Horrorfilm-Regisseur und Metalhead, der noch bei seinen Eltern wohnt – ein, für seine Band als Roadie zu arbeiten. Tom sagt zu und beschließt dabei, die ganze Tour mit zu filmen.

Was dabei rauskommt ist nicht nur eine Rock-Doku über die 2010er Tour der Band, sondern auch ein „tragikomischer Brüderfilm“ (SZ), der mit viel Humor die zwei gegensätzlichen Brüder und die damit einhergehenden Konflikte porträtiert.

 

29. Tuesday Trash Night: Moor-Monster 2

Die Fortsetzung der kultigen Independent-Horrorkomödie.

 

Filme

Musikfilm-Reihe zu Nürnberg Pop:

Utopia Ltd.

BRD 2011, 35mm, 90 Min, R.: Sandra Trostel, D.: Anton Spielmann, Jonas Hinnerkort, Basti Muxfeldt

Anton, Jonas und Basti sind die Band 1000 ROBOTA. Trotz Presse-Hypes müssen sie ihren Weg zwischen Schule und Musikbusiness finden. Künstlerische Differenzen mit ihrem Plattenlabel und ein ernüchternder Bandalltag führen bei den Jungs zu Zweifeln und Frust. Das sie umgebende System bringt immer wieder die Frage auf: Gibt es in einer wirtschaftlich ausgerichteten Gesellschaft überhaupt eine Nische für Ideale und die freie Kunstproduktion?

“Utopia Ltd.“ begleitet 1000 ROBOTA auf ihrer Achterbahnfahrt durch eine drückende Kulturindustrie und die eigene Sinn- und Selbstfindung. Die Nähe, die die Filmemacherin Sandra Trostel in ihrem Debütfilm zu den jungen Bandmitgliedern aufbaut, und die provokanten und erfrischenden Ansichten von Frontmann Anton Spielmann machen den Film zu einem echten und fühlbaren Zeitgeist-Porträt.

(arte)

 

Musikfilm-Reihe zu Nürnberg Pop:

Can a Song save your Life?

Begin again, USA 2013, dF?,  35mm, 104 Min., R: John Carney, D: Keira Knightley, Mark Ruffalo, Adam Levine

Zwei junge Musikliebhaber suchen in New York ihr Glück: Auf der einen Seite ist die Singer/Songwriterin Greta, die in der Stadt, die niemals schläft, ihre Musikkarriere vorantreiben möchte. Unterstützung erhofft sie sich dabei von ihrem langjährigen Freund Dave, doch dieser verlässt sie unerwartet, um eine für ihn vielversprechende Solokarriere zu beginnen.

Nach seinem Indie-Hit "Once" aus dem Jahr 2006 widmet sich John Carney erneut der beflügelnden Kraft, die von Musik ausgehen kann, und überrascht das Publikum mit einer erfrischend leichtfüßigen Tragikomödie, die vor allem von ihrem Spiel mit Genre-Mustern und den beiden glänzend aufgelegten Hauptdarstellern lebt. (Spielfilm.de)

 

Filmfestivals

Halloween-Double-Feature

Zu Halloween zeigen wir zwei Überraschungsfilme mit Gänsehaut-Garantie. Den ersten Streifen präsentieren wir zum Gedenken an George A. Romero, den unlängst verstorbenen Horror-Meisterregisseur („Zombie“). Ein kultiger Episoden-Schocker, der eine blutgetränkte schwarzhumorige Hommage an die legendären EC-Horrorcomics darstellt. Auch Romeros Lieblingsthema, die Zombies, kommen dabei nicht zu kurz.

Der zweite Streich ist ein inhaltlich simpler, aber wilder und herrlich absurder Monster-Reißer. Ein schrilles Sequel, das seinen Vorgänger in puncto horribler Action deutlich überbietet.