Pecker

pecker
Kategorie
Filme
Date

Dienstag, 20. Oktober 2026 21:15

Pecker

USA 1998, 87 Minuten, OmU, 35 mm, Regie: John Waters, Darsteller: Edward Furlong, Christina Ricci, Bess Armstrong, Mark Joy, Mink Stole

„Seit Peckers Mutter, die in Baltimore ein Modegeschäft für Obdachlose betreibt, ihrem Sohn eine Kamera vom Flohmarkt geschenkt hat, gibts für den Jungen kein Halten mehr: Unablässig fotografiert er, was ihm vor die Linse springt: Ratten, die in der Mülltonne übereinander herfallen, lesbische Stripperinnen, die Menschen in seiner Nachbarschaft und mit Vorliebe seine Freundin Shelley, die in einer Wäscherei arbeitet. Als er die unscharfen Schwarzweißfotos im örtlichen Imbissladen ausstellt, ahnt Pecker noch nicht, dass er in Kürze zum Darling der New Yorker Kunstszene avancieren wird. Doch den einfachen Menschen in Baltimore ist die Umarmung durch die schnöselige Kunstschickeria gar nicht recht ...

„Pecker“ ist ein witziger, erfreulicher und sehr unterhaltsamer Film, der nur ein Manko hat: Er ist zu kurz. Die Romanze zwischen Edward Furlong und Christina Ricci hätte ruhig noch etwas länger dauern können als diesen lustigen Quickie in der Wahlzelle (!). Wahrscheinlich der netteste und schönste John-Waters-Film ever. Außerdem gibt's hier eine der letzten Gelegenheiten, Christina Ricci zu sehen, bevor sie von ihren Agenten gezwungen wurde, magersüchtig zu werden und Mainstream-Rollen anzunehmen.“ (Harald Ladstätter, www.filmtipps.at)

""Pecker" beweist noch deut­li­cher als alle seine bishe­rigen Filme, was eigent­lich schon – läßt man sich nicht von den »Schock­ef­fekten« blenden – in Pink Flamingos (und selbst davor) sichtbar ist: Waters insze­niert keine Freak-Shows, er blickt nicht herab auf »Anders­ar­tige«. Er ist begeis­tert von der Band­breite der Möglich­keiten des Mensch­seins – von denen ihm außer Into­le­ranz keine fremd ist. Und er feiert sie in seinem Werk, das seine Wurzeln in einer sehr tiefen Gutmü­tig­keit hat, auf sympa­thischste Weise.
Mit anderen Worten: Das angeb­liche enfant terrible John Waters ist der letzte große Humanist des ameri­ka­ni­schen Kinos." (Thomas Willmann, wwww.artechock.de)

 

 
 

Alle Daten

  • Dienstag, 20. Oktober 2026 21:15
  • Mittwoch, 7. Oktober 2026 21:15