18
Mai
2024
Samstag, 18. Mai 2024 21:15
Under the Skin USA/GB 2013, 108 Min., digital, deutsche Fassung, Regie: Jonathan Glazer, Darsteller: Scarlett Johansson,

Under the Skin

USA/GB 2013, 108 Min., digital, deutsche Fassung, Regie: Jonathan Glazer, Darsteller: Scarlett Johansson, Jeremy McWilliams, Paul Brannigan

„Eine Außerirdische zieht in der Gestalt einer schönen Frau durch Schottland, verführt Männer und verleibt sich deren Körper ein. Die anfängliche Gefühlslosigkeit gegenüber den Opfern weicht allmählich einer Bereitschaft zur Interaktion und der Frage, ob sie entgegen ihrer Natur handeln und wie ein Mensch leben soll. Der rätselhafte, fast wortlose Science-Fiction-Film schwebt beständig zwischen Realität und Imagination. Meisterhaft in der formalen Gestaltung, verbindet er dokumentarische und assoziative Szenen mit einem suggestiven Klangteppich zu einem melancholisch-schönen Kunstwerk.“ (Filmdienst)

Von Jonathan Glazer ("The Zone of Interest").

"Brilliantly, unnervingly real." - LA Times

"A blazingly brilliant piece of filmmaking." - The Playlist

"A terrifyingly nebulous thing of Beauty" - Indiewire

"Visionary, extraordinary & unsettling. A classic." - The Dissolve

"A brilliant meditation on what it means to be human." - The Economist

"Sublime. One of the most original movies in years." - LA Weekly

"A mind-melting masterpiece." - Village Voice

"Visually stunning and deeply disturbing: very freaky, very scary and very erotic." - The Guardian

"An amazement. A film of beauty and shocking gravity." - Rolling Stone

"Visionary... Transfixing... Out of this world" - New York Times

"Glazers astonishing film takes you to a place where the everyday becomes suddenly strange, and fear and seduction becomes one and the same" - The Telegraph

 

21
Mai
2024
Dienstag, 21. Mai 2024 21:15
Breaking Glass UK 1980, 104 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: Brian Gibson, Darsteller: Hazel O‘Connor, Phil Daniels,

Breaking Glass

UK 1980, 104 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: Brian Gibson, Darsteller: Hazel O‘Connor, Phil Daniels, Jon Finch

Kate Crowley (Hazel O‘Connor) hat ordentlich Wut im Bauch. Damit ist sie im Großbritannien der frühen Achtziger nicht allein. Anstatt sich jedoch beim Fußball zu kloppen, kanalisiert die talentierte Musikerin ihre Aggressionen in emotionale Songs. Als sie schließlich Danny (Phil Daniels) kennenlernt, der seine Expertise als Manager anbietet, kommt es sogar zu einigen vielversprechenden Gigs mit ihrer Band. Der Weg ins Musikbiz scheint geebnet, doch die anarchistische Kate bleibt skeptisch – zurecht, wie der Film im weiteren Verlauf beweist …

„Breaking Glass“ genießt durchaus einen gewissen Kultstatus unter Filmfreaks. Zumal Hazel O‘Connor, hierzulande weitestgehend unbekannt, im Vereinigten Königreich tatsächlich über einen nicht unbedeutenden Bekanntheitsgrad als Sängerin verfügte. Ihre einnehmende Präsenz sowie ihre mitreißenden Songs werten Brian Gibsons Streifen enorm auf.
Ein düsterer Einblick in die manipulativen Praktiken der Musikindustrie und gleichzeitig ein aufschlussreiches Zeitbild des Englands der frühen 80er Jahre, sehr gelungen.

 

22
Mai
2024
Mittwoch, 22. Mai 2024 21:15
Sleep Paralysis Deutschland 2022, 60 Min, Digital, deutsche Originalfassung, Regie: Vincent Graf, Darsteller: Dr. Susan

Sleep Paralysis

Deutschland 2022, 60 Min, Digital, deutsche Originalfassung, Regie: Vincent Graf, Darsteller: Dr. Susan Blackmore, Prof. Dr. Pietrowsky, Dr. Gerhard Mayer

In dem Dokumentarfilm “Sleep Paralysis” berichten Betroffene unterschiedlicher Nationalitäten von ihren beängstigenden und teilweise erstaunlich ähnlichen Erfahrungen mit dem wenig bekannten Phänomen der Schlafparalyse. In diesem Zustand ist das Bewusstsein aktiv, während der Körper weiterhin im Schlaf gelähmt bleibt. Dabei sehen die Betroffenen Gestalten, nehmen Geräusche und Stimmen wahr und erfahren das Gefühl von Berührungen. Die Protagonistinnen und Protagonisten erzählen darüber hinaus von angsteinflößenden Begegnungen mit Wesen, woraufhin sie ihre eigene Wahrnehmung infrage stellen mussten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ordnen das Phänomen ein, geben Einblicke in unseren Schlaf, unsere Psyche, verschiedene Mythen und Glauben unterschiedlicher Epochen und Kulturen und versuchen so, Erklärungen zu finden. Der Film verbindet den Stimmenchor elf Betroffener mit einer visuellen und auditiven Ebene, die versucht der Erfahrung von Schlafparalyse nahezukommen.

„Sleep Paralysis“ ist das höchst ambitionierte Werk des jungen Regisseurs Vincent Graf und ein qualitativ wertvoller Beitrag zu einem Thema, welches noch relativ unerforscht ist.

 

24
Mai
2024
Freitag, 24. Mai 2024 21:15
Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“ Heavy Metal Kanada 1981, 99 Min., digital, deutsche Fassung, Regie: Gerald Potterton, Jimmy T. Murakami Anlässlich der Ausstellung „Das

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Heavy Metal

Kanada 1981, 99 Min., digital, deutsche Fassung, Regie: Gerald Potterton, Jimmy T. Murakami

Anlässlich der Ausstellung „Das war Schwermetall“ ist der offizielle Film zu dem Comic-Kultmagazin endlich wieder dort zu sehen, wo er hingehört: auf der großen Leinwand.

Die sechs Episoden stammen teils original aus dem Magazin, teils wurden sie in dessen Geist erdacht. Das Resultat ist ein wilder, aufwendig animierter Ritt durch verschiedenste Genres von Science-Fiction über Fantasy bis hin zu Horror, Splatter, Action, Erotik und abgedrehter Komödie - und auch durch verschiedene Zeichenstile. Der Soundtrack liefert neben ein paar symphonischen Instrumentalnummern vor allem zündenden Rock und eben Heavy Metal damals angesagter Bands wie Black Sabbath, Cheap Trick und Blue Öyster Cult.

Sicher hat der damals groß angekündigte Film auch seine Schwächen: So sind die Episoden inhaltlich wie zeichnerisch von etwas unterschiedlicher Qualität und das mainstreamig-kitschige Ende der Rahmenhandlung beißt sich ein wenig mit dem sonst recht schrillen, sichtlich auf ein subkulturelles Publikum ausgerichteten Stil. Letztlich passen aber auch diese Schwächen doch recht gut zu einem Film, der bei allem Aufwand eben nicht glatt und perfekt, sondern wild und ungewöhnlich daherkommen will. Im Gesamten ein schwer unterhaltsames Werk, das sich seinen Kultstatus bis heute bewahrt hat und dem Geist der Vorlage durchaus gerecht wird.

 

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Vom 25.5. bis 16.6. (Di-So von 10-18 Uhr, Vernissage: 24.5., 19 Uhr).ist im Künstlerhaus die Ausstellung „Das war Schwermetall“ über das legendäre Erwachsenencomic-Magazin (Original: „Métal hurlant“, USA: „Heavy Metal“) zu sehen. Aus diesem Anlass zeigt das KommKino sieben Filme: die beiden lange nicht mehr im Kino zu sehenden offiziellen „Heavy Metal“-Filme und fünf Werke, die den Geist des Magazins verströmen, indem sie Comics/Animation für Erwachsene thematisieren bzw. mit Unterstützung von Künstlern des Magazins entstanden sind.

25
Mai
2024
Samstag, 25. Mai 2024 21:15
Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“ Heavy Metal: F.A.K.K. 2 Originaltitel: Heavy Metal 2000,

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Heavy Metal: F.A.K.K. 2

Originaltitel: Heavy Metal 2000, Kanada/USA/Deutschland, 88 Min., digital, deutsche Fassung, Regie: Michael Coldewey, Michel Lemire

„Irgendwann in der Zukunft...

Tyler, ein normaler Bergarbeiter, kommt bei der Arbeit mit einem Schlüssel zur sagenumwobenen Quelle der Unsterblichkeit in Berührung. Leider hat dies zur Folge, dass er dadurch SEHR aggressiv und größenwahnsinnig wird. Denn nun düst er mit seinem Kampfkreuzer durchs Weltall, um an die Quelle der Unsterblichkeit zu kommen und er geht dabei rücksichtslos über Leichen. Das bekommen auch die Eltern von der Kampfpilotin Julie zu spüren. Das macht Julie äußerst sauer und sie beschließt die Verfolgung und Tötung des wahnsinnigen Tylers zu ihrer Lebensaufgabe zu machen. So jagt sie ihm quer durchs Weltall nach, auf der Suche nach einer Chance, ihre Eltern zu rächen.“ (Haikos Filmlexikon)

Fast 20 Jahre später fand „Heavy Metal“ noch eine Fortsetzung, bemerkenswerterweise coproduziert mit deutschen Geldern und mit Michael Coldewey als deutschen Regisseur an Bord. Doch die Sex-, Gewalt- und Fantasy-Klischees wirkten nun etwas aus der Zeit gefallen – man könnte tatsächlich fast meinen, der Film sei kurz nach dem Erstling entstanden. Weil es als antiquiert empfunden wurde, fiel das Werk bei Kritik und Publikum durch. Zu Unrecht: „Heavy Metal 2000“ ist ein schön klassisch animiertes Spektakel, dessen fantasievolle Fabulierlust an die besten „Star Wars“-Filme erinnert. Wobei in der „Star Wars“-Reihe freilich nie Sexeinlagen und das Vergießen von literweise Blut möglich waren.

Dass man sich diesmal vollständig an einer gelungenen Comicvorlage (von Kevin Eastman, Simon Bisley and Eric Talbot) orientierte und eine durchgängige Geschichte erzählt, lässt den Film sogar etwas runder wirken als den Vorgänger, In puncto Splatter-Action legte man noch eine deutliche Schippe drauf, weshalb das Sequel im Gegensatz zum ersten Teil ursprünglich erst ab 18 in Deutschland freigegeben wurde. Auch gibt es wieder einen knalligen Rock-Soundtrack auf die Ohren mit im Jahr 2000 angesagteren Bands wie Queens of the Stone Age und Monster Magnet.

 

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Vom 25.5. bis 16.6. (Di bis So von 10 bis18 Uhr, Vernissage: 24.5., 19 Uhr).ist im Künstlerhaus die Ausstellung „Das war Schwermetall“ über das legendäre Erwachsenencomic-Magazin (Original: „Métal hurlant“, USA: „Heavy Metal“) zu sehen. Aus diesem Anlass zeigt das KommKino sieben Filme: die beiden lange nicht mehr im Kino zu sehenden offiziellen „Heavy Metal“-Filme und fünf Werke, die den Geist des Magazins verströmen, indem sie Comics/Animation für Erwachsene thematisieren bzw. mit Unterstützung von Künstlern des Magazins entstanden sind.

28
Mai
2024
Dienstag, 28. Mai 2024 21:15
Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“ Feuer und Eis USA 1983, 81 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: Ralph Bakshi,

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Feuer und Eis

USA 1983, 81 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: Ralph Bakshi, Darsteller: Randy Norton, Maggie Roswell, Steve Sandor

Feuer und Eis stehen sich in dem Film allegorisch gegenüber als Kampf Gut gegen Böse, als Kampf des Guten gegen die Eiszeit, über die ein dunkler Herrscher gebietet und die noch aufgehalten werden kann. Doch Nekron, der dunkle Herrscher, entführt die Prinzessin Teegra, um die Mächte des Guten in Zugzwang zu bringen. Aber er hat seine Rechnung ohne Larn, den Krieger, gemacht…

Der Film ist visuell außerordentlich ansprechend und besonders im Höhepunkt furios, zudem orientiert sich Ralph Bakshi visuell an Boris Vallejos oft erotischen Romancover-Illustratrionen. Die Rotoskopietechnik, mit der die Animationen unterstützt wurden, lässt den Film zudem nicht selten psychedelisch wirken. Da die Fantasywelle Anfang 1983, als der Film startete, bereits abebbte und in Deutschland in der gleichen Woche auch "Der dunkle Kristall" (Oz, Henson 1982) im Kino startete, lief der Film nur mit mäßigem Erfolg - wie auch in den USA. Unverdient, denn auch wenn der Film eine klischeehafte Geschichte erzählt, bietet er einen originellen Zeichenstil fernab von Disney, und richtet sich nicht nur dank seiner stets fast nackten Prinzessin an ein erwachsenes Publikum.

 

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Vom 25.5. bis 16.6. (Di bis So von 10 bis18 Uhr, Vernissage: 24.5., 19 Uhr).ist im Künstlerhaus die Ausstellung „Das war Schwermetall“ über das legendäre Erwachsenencomic-Magazin (Original: „Métal hurlant“, USA: „Heavy Metal“) zu sehen. Aus diesem Anlass zeigt das KommKino sieben Filme: die beiden lange nicht mehr im Kino zu sehenden offiziellen „Heavy Metal“-Filme und fünf Werke, die den Geist des Magazins verströmen, indem sie Comics/Animation für Erwachsene thematisieren bzw. mit Unterstützung von Künstlern des Magazins entstanden sind.

29
Mai
2024
Mittwoch, 29. Mai 2024 21:00 - Sonntag, 2. Juni 2024 23:30
B-Film Basterds 2024 Vom 29.05. bis 02.06.24 wird das B-Film Basterds im KommKino stattfinden! Wir freuen uns auf Ninjas,

B-Film Basterds 2024

Vom 29.05. bis 02.06.24 wird das B-Film Basterds im KommKino stattfinden!

Wir freuen uns auf Ninjas, Superhelden, kettensägenschwingende Gestalten, italienische und deutsche Kommissare und vieles mehr ...

Das Programm in der Übersicht:

Mittwoch

Ninja Operation 6: Champions on Fire (21:00 Uhr)

Sado - Stoß das Tor zur Hölle auf (22:45 Uhr)

Donnerstag

Oswalt Kolle: Was ist eigentlich Pornographie? (14:30 Uhr)

Überraschungsfilm (16:30 Uhr)

Gentlemen Broncos (21:00 Uhr)

White Fire (23:15 Uhr)

Freitag

Beast of Yucca Flats (13:45 Uhr)

Die Bettwurst (15:15 Uhr)

King Kong – Dämonen aus dem Weltall (17:00 Uhr)

Christian-Kessler-Vortrag (21:00 Uhr)

Der Berserker (23:45 Uhr)

Samstag

Die dressierte Frau (14:00 Uhr)

Blood After Midnight (16:00 Uhr)

Captain Cosmotic (20:00 Uhr)

Malabimba (22:15 Uhr)

Über dem Jenseits (00:15 Uhr)

Sonntag

FWU-Filmprogramm (13:45 Uhr)

Fist of Fear, Touch of Death (15:15 Uhr)

Hollywood Chainsaw Hookers (17:00 Uhr)

00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter (21:15 Uhr)

Gewalt rast durch die Stadt (23:30 Uhr)

04
Juni
2024
Dienstag, 4. Juni 2024 21:15
Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“ The Rain Children Frankreich/Südkorea 2003, 90 Min., digital, englische

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

The Rain Children

Frankreich/Südkorea 2003, 90 Min., digital, englische Version, Regie: Philippe Leclerc, Darsteller: Frédéric Cerdal, Pascale Chemin, Mélody Dubos

Seit der Großen Teilung ist die Welt in zwei Teile gesplittet: das Land des Feuers, welches vom Volk der Pyross bewohnt wird, und das Land des Wassers, die Heimat der Hydross. Die Pyross haben rote Haut. Wasser verbrennt ihr Fleisch und Regen ist für sie tödlich. Während der Regenzeit bleiben sie in ihrer Stadt aus Stein eingesperrt und können nicht raus. Sie schützen sich vor dem Regen und vor den wilden Wasserdrachen, die während der Regenzeit in das Pyross-Territorium wandern. Die Hydross hingegen haben eine blaue oder türkisfarbene Haut, und Wasser ist für sie lebenswichtig. Im Sommer verwandeln sich die Hydross in Steinstatuen und sind daher verwundbar, während die Pyross ausbrechen und sich in das Gebiet der Hydross vorwagen können, um so viele Hydross-Statuen wie möglich zu zerstören, bevor die Regenzeit wieder beginnt. Die Völker wissen sehr wenig voneinander und können sich nicht einmal berühren, da der Kontakt der Hydross-Haut den Pyross verbrennt und umgekehrt.

Ein Frieden zwischen Hydross und Pyross scheint unmöglich, doch ein Pyross namens Skan und ein junger Hydross, Kallisto, treffen unter unwahrscheinlichen Umständen aufeinander und versuchen verzweifelt, den ewigen Krieg zu beenden.

„The Rain Children“ ist ein fantastischer Animationsfilm, welcher unterschiedliche Elemente aus verschiedenen Glaubensrichtungen, Mythologien und Abenteuersagen vereint.

Die Handlung wurde frei von Serge Brussolos Roman „À l'image du Dragon“ übernommen. Die Charaktere, Hintergründe und das allgemeine Erscheinungsbild des Films wurden vom französischen Illustrator und Comicautor Caza konzipiert. Der Originalsoundtrack ist von Didier Lockwood komponiert worden.

 

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“ 

Vom 25.5. bis 16.6. (Di bis So von 10 bis18 Uhr, Vernissage: 24.5., 19 Uhr).ist im Künstlerhaus die Ausstellung „Das war Schwermetall“ über das legendäre Erwachsenencomic-Magazin (Original: „Métal hurlant“, USA: „Heavy Metal“) zu sehen. Aus diesem Anlass zeigt das KommKino sieben Filme: die beiden lange nicht mehr im Kino zu sehenden offiziellen „Heavy Metal“-Filme und fünf Werke, die den Geist des Magazins verströmen, indem sie Comics/Animation für Erwachsene thematisieren bzw. mit Unterstützung von Künstlern des Magazins entstanden sind.

06
Juni
2024
Donnerstag, 6. Juni 2024 21:15
Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“ Comicbook Confidential Kanada/USA 1988, 85 Min., 35mm, Original mit deutschen

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Comicbook Confidential

Kanada/USA 1988, 85 Min., 35mm, Original mit deutschen Untertiteln, Regie: Byron Mann Darsteller: Lynda Barry, Charles Burns, Sue Coe

“Boys, boys, boys (and girls!)... Wer hätte gedacht, was Comics schon alles angerichtet haben?!? In den 50ern soll es ein paar Jungs gegeben haben, die nach dem Blättern in bunten Heften mit Messern und Steinen auf alles losgingen, erzählt uns ein Propagandafilm aus jener Zeit. Den Comics haftet ja auch heute noch der Ruf von Schmutz und Schund an. „Comicbook Confidential“ erzählt die Geschichte eines Massenmediums in Amerika. Das Faszinierendste aber sind die leicht bekloppt wirkenden Zeichner, die in diesem Film unglaubliche Geschichten aus der Vergangenheit erzählen, als Comics noch Kinder verderben und Kriminalitätsraten steigen lassen konnten. Im Film werden die "Freak Brothers" zum Leben erweckt und Magazine wie RAW ("the graphix magazine for damned intellectuals") nehmen sich die 80er vor: GRAPHIC ASPIRIN FOR WAR FEVER!“ (spielfilm.de)

„Ron Manns wilder Parforceritt durch die von Aufregungen, Jugend-Hypes und Zensurmaßnahmen gezeichnete Geschichte der Comics erschien 1988 in einem für das Medium bedeutsamen Moment. Zwar Jahre zuvor war das erste Volume von Art Spiegelmans MAUS erschienen, der Comic zur „Graphic Novel“ geworden und damit plötzlich erwachsen. „Comicbook Confidential“ ist die Coming-of-Age-Geschichte eines künstlerischen Mediums und versammelt die gesamte amerikanische Zeichner-Elite der 80er-Jahre in einem Moment, als die Welt anfing, sie ernst zu nehmen: Neben Art Spiegelman kommen u. a. auch Robert Crumb, Jaime Hernandez, Will Eisner, Linda Barry und Stan Lee zu Wort und lesen ihre eigenen Panels vor.“ (movieworlds.com)

 

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Vom 25.5. bis 16.6. (Di bis So von 10 bis18 Uhr, Vernissage: 24.5., 19 Uhr).ist im Künstlerhaus die Ausstellung „Das war Schwermetall“ über das legendäre Erwachsenencomic-Magazin (Original: „Métal hurlant“, USA: „Heavy Metal“) zu sehen. Aus diesem Anlass zeigt das KommKino sieben Filme: die beiden lange nicht mehr im Kino zu sehenden offiziellen „Heavy Metal“-Filme und fünf Werke, die den Geist des Magazins verströmen, indem sie Comics/Animation für Erwachsene thematisieren bzw. mit Unterstützung von Künstlern des Magazins entstanden sind.

07
Juni
2024
Freitag, 7. Juni 2024 21:15
Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“ Immortal Originaltitel: Immortel, ad vitam, Frankreich 2004, 103 Min., digital, deutsche

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Immortal

Originaltitel: Immortel, ad vitam, Frankreich 2004, 103 Min., digital, deutsche Fassung, Regie: Enki Bilal, Darsteller: Linda Hardy, Thomas Kretschmann, Charlotte Rampling

„Ästhetisch brachte die Comic-Revolution eine Befreiung von herkömmlichen Erzähl- und Kompositionsformen, ökonomisch war sie verbunden mit der Gründung neuer Magazine und Verlage durch die Künstler selbst, und politisch entstand eine lockere Verbindung mit der Gegenkultur. „Die Welt ist so, wie wir sie zeichnen“, erklärte selbstbewusst einer der Vertreter der neuen Schule, Philippe Druillet, und die Welt war sexy, psychedelisch, morbid und futuristisch. Druillets Statement aus dem Jahr 1976 bezeichnet überdies sehr deutlich, was damals noch den Comics einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Film gab: Alles, was man im Kopf hat, kann man auch aufs Papier bringen. Das Kino muss immer erst eine technische Umsetzung finden.

Mit dem Siegeszug des Computer Aided Design wurde die Kluft zwischen den Möglichkeiten des Kinos und denen des Comics geringer. Eine Reihe von Vertretern der „Nouvelle Vague“ der französischen Comics drängte es ohnehin zum Film: Moebius alias Jean Giraud schaffte es bis nach Hollywood, Jacques Tardi arbeitete für Federico Fellini, Georges Lauzier übertrug seine Gestalt des „P’tit“ Con selbst in einen Realfilm. Umgekehrt übernahmen die Zeichner aber auch immer mehr filmische Motive und Techniken – und sogar die Stars. Enki Bilal etwa verlieh in seiner ehrgeizigen Science Fiction-Comic-Trilogie um „Alexander Nikopol im 21. Jahrhundert“ seinem melancholischen Helden die Züge von Bruno Ganz. Bilal fand in „La foire aux immortels“ (Die Geschäfte der Unsterblichen, 1980) und „La Femme-piege“ (Die Frau in der Zukunft, 1986) einen neuen, ganz eigenen Ton zwischen Phantastik und Detailrealismus. Es war der perfekte Ausdruck der abgekühlten achtziger Jahre, Aufbruch und Hoffnung war dahin, Kälte zieht durch Räume, Farben und Biographien.

Die Geschichte spielt in einer zerrütteten nahen Zukunft, in einem faschistoiden Paris, das in zwei Zonen geteilt ist. In der einen wohnen die privilegierten Reichen, in der anderen die Überflüssigen und Abgehalfterten; im zweiten Band bietet ein ähnlich desolates London den Hintergrund. Es ist wie nach einem Krieg mit unklaren Fronten – für Bilal eine biografische Reminiszenz. Er wuchs in Jugoslawien auf, bevor er seinem Vater ins französische Exil folgte, und die Bilder des vom Krieg traumatisierten Landes brannten sich ihm ein und liegen, wie er selbst sagt, stets hinter den futuristischen Stadtansichten seiner Comics.

(…) Ins Schwarz hinein und aus dem Schwarz heraus ist „Immortal“ erzählt. Die Traumbilder verdecken nicht die Menschen, sie sind die Folie für die Suche nach ihnen. Ob Bilals Film-Comic gelungen ist oder nicht, ob er hier und da nicht doch ein paar Kompromisse zu viel gemacht hat für einen Weltmarkt des Phantastischen und ob er dafür nicht zu viel von seinen politischen Konnotationen geopfert hat – ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht. Aber ein Augen- und Kopf-Abenteuer ist es allemal.“ (Georg Seeßlen, epd Film)

 

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Vom 25.5. bis 16.6. (Di bis So von 10 bis18 Uhr, Vernissage: 24.5., 19 Uhr).ist im Künstlerhaus die Ausstellung „Das war Schwermetall“ über das legendäre Erwachsenencomic-Magazin (Original: „Métal hurlant“, USA: „Heavy Metal“) zu sehen. Aus diesem Anlass zeigt das KommKino sieben Filme: die beiden lange nicht mehr im Kino zu sehenden offiziellen „Heavy Metal“-Filme und fünf Werke, die den Geist des Magazins verströmen, indem sie Comics/Animation für Erwachsene thematisieren bzw. mit Unterstützung von Künstlern des Magazins entstanden sind.

08
Juni
2024
Samstag, 8. Juni 2024 21:15
Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“ American Splendor USA 2003, 101 Min, 35mm, deutsche Fassung, Regie: Shari

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

American Splendor

USA 2003, 101 Min, 35mm, deutsche Fassung, Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcini, Darsteller: Paul Giamatti, Hope Davis, Harvey Pekar

„Bio-Pic über den Underground-Comictexter Harvey Pekar: Pekar (Paul Giamatti) ist ein zutiefst unzufriedener Jedermann mittleren Alters aus Cleveland, Ohio. Ständig mit dem Leben an sich und seinem im Besonderen hadernd, hat er bereits zwei gescheiterte Ehen hinter sich und arbeitet sich durch einen langweiligen Job als Angestellter im Krankenhausarchiv. Angeregt durch die Bekanntschaft mit Robert Crumb in den 70ern, aber unfähig, auch nur einen Pinselstrich zu zeichnen, fängt er in den 80ern an, seine Alltagserlebnisse und zutiefst schräg-normalen Gedanken aufzuschreiben und diese von Bekannten wie Crumb aufzeichnen zu lassen. Der Titel des Comics: „American Splendor“. Die Bücher werden ein Hit, obwohl der von seinen Ängsten und Spleens gebeutelte Pekar seinem Alltagsleben treu bleibt. Bis die ebenfalls vom Leben nicht verwöhnte Joyce mit ihm Kontakt aufnimmt, der Anfang einer seltsamen Ehe und einer noch spröderen Liebesgeschichte …

Es bedarf schon eines besonderen Sinns für Humor, um wirklich schätzen zu können, was „American Splendor“ für ein Kleinod an satirischem Blick in den Alltag ist und das auch noch in einer Filmbiographie. Robert Pulcini & Shari Springer Berman inszenieren die Geschichte des charmanten Anti-Helden auf eine sehr interessante Art und Weise. Zwischen den Spielszenen kommen nämlich auch der echte Harvey Pekar und seine echte Frau Joyce zu Wort, was dem Film teilweise eine halb-dokumentarische Note verleiht. Eine kleine, zart schimmernde Perle des Independent-Films, produziert von den HBO-Studios.“ (Quelle: ofdb.de)

 

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Vom 25.5. bis 16.6. (Di bis So von 10 bis18 Uhr, Vernissage: 24.5., 19 Uhr).ist im Künstlerhaus die Ausstellung „Das war Schwermetall“ über das legendäre Erwachsenencomic-Magazin (Original: „Métal hurlant“, USA: „Heavy Metal“) zu sehen. Aus diesem Anlass zeigt das KommKino sieben Filme: die beiden lange nicht mehr im Kino zu sehenden offiziellen „Heavy Metal“-Filme und fünf Werke, die den Geist des Magazins verströmen, indem sie Comics/Animation für Erwachsene thematisieren bzw. mit Unterstützung von Künstlern des Magazins entstanden sind.

14
Juni
2024
Freitag, 14. Juni 2024 21:15
Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“ Fritz the Cat USA 1972, 75 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: Ralph Bakshi,

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Fritz the Cat

USA 1972, 75 Min., 35mm, deutsche Fassung, Regie: Ralph Bakshi, Darsteller: Skip Hinnant, Rosetaa LeNoire, John McCurry 

„New York in den 1960ern: Kater Fritz hat sein Studentendasein satt. Stattdessen will er lieber sein Leben genießen und zu sich selbst finden. Seine Suche führt ihn nicht nur zu Haschpartys und wilden Sexorgien, sondern auch zu Aufständen in Harlem und zu einer terroristischen Gruppe, die ein Kraftwerk zerstören will.“ (www.ofdb.de)

Der erste Zeichentrickfilm, der in den USA die berüchtigte X-Freigabe („strengstes Jugendverbot“) kassierte, aber dennoch ein Riesenerfolg und Wegbereiter des Animationsfilms für Erwachsene wurde. Robert Crumb, Zeichner der legendären Undergroundcomic-Vorlage und Drehbuchautor, war von der filmischen Umsetzung wenig begeistert und ließ Fritz daraufhin sterben. Die Figur des Katers wirkt in den Comics zwar zynischer und nihilistischer. Dennoch geriet die Verfilmung erstaunlich wenig verwässert. Neben tabubrechenden Sex-, Gewalt- und Drogengags wird auch durchaus bissige Gesellschaftskritik geboten.

Es entstand noch eine weniger gelungene Fortsetzung („Die neun Leben von Fritz the Cat“), an der weder Regisseur Ralph Bakshi noch Robert Crumb beteiligt war.

 

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Vom 25.5. bis 16.6. (Di bis So von 10 bis18 Uhr, Vernissage: 24.5., 19 Uhr).ist im Künstlerhaus die Ausstellung „Das war Schwermetall“ über das legendäre Erwachsenencomic-Magazin (Original: „Métal hurlant“, USA: „Heavy Metal“) zu sehen. Aus diesem Anlass zeigt das KommKino sieben Filme: die beiden lange nicht mehr im Kino zu sehenden offiziellen „Heavy Metal“-Filme und fünf Werke, die den Geist des Magazins verströmen, indem sie Comics/Animation für Erwachsene thematisieren bzw. mit Unterstützung von Künstlern des Magazins entstanden sind.