Hagazussa - Der Hexenfluch

D/Ö 2017, 102 Min., dF, digital, R.: Lukas Feigelfeld, D.: Aleksandra Cwen, Celina Peter, Tanja Petrovsky

„Die Alpen im 15. Jahrhundert: Die kleine Ziegenhirtin Albrun und ihre Mutter erfahren Misstrauen und Ausgrenzung, da sie alleine leben und selten die Kirche besuchen. Nachdem Albruns Mutter an einer Krankheit stirbt, bleibt das Mädchen alleine zurück; es gelingt ihr, zu überleben. Später hat sie ein Kind, findet für kurze Zeit eine Freundin, muss eine Vergewaltigung verkraften, bis sie, ohnehin schon zurückgezogen lebend, schließlich ganz aus der Welt gleitet. Denn die Ächtung macht ihr zu schaffen; sie verliert sich immer mehr in einem Netz aus bitterer Armut, sozialer Ausgrenzung, Aberglauben und Wahn, der schließlich genau das aus ihr macht, was ihr nachgesagt wird – eine böse Frau, eine Hagazussa!

Ein mutiger Film nicht nur aufgrund seiner Bild- und Klanggestaltung, die immer wieder repetitive Momente und Loops einbaut und die vom imposanten Soundtrack aufgenommen und variiert werden, sondern auch, weil der Film auf einem schmalen Grat zwischen Psychodrama und Horrorfilm balanciert und damit tendenziell Erwartungen unterläuft.“ (kino-zeit.de)

"Der Film ist soweit von allen Genrekonventionen entfernt, dass es müßig ist Vergleiche zu ziehen. HAGAZUSSA ist ein überwältigendes, sinnliches Märchen, eines, das Erzählungen wie die der Brüder Grimm in einen „realen“ historischen Kontext setzt und dabei gleichzeitig sehr zeitgemäß wirkt." (Eckhard Heck, www.hardsensations,com)

"Eins sollte diesbezüglich klar sein. HAGAZUSSA - DER HEXENFLUCH ist kein leicht zugänglicher Film, sondern ein verstörender Brocken, der gar nicht erst versucht irgendwelche Kompromisse zu machen. Ein mutiger Film, der seine vielgestaltigen Extreme mit aller Konsequenz und unaufhaltsamer Entschlossenheit auslotet. (...) Das große Plus des Films ist dabei, dass Feigelfeld in seiner langsam aufgebauten Inszenierung genau weiß, wann er mit überwältigen Naturaufnahmen und minimalistischen Schockszenarien für offene Augen und Gänsehaut sorgen muss. Die extrem stark spielende Hauptdarstellerin Aleksandra Cwen ist ein weiterer Grund in das allgemein recht breit gestreute Lob zum Film bedenkenlos einzustimmen.

HAGAZUSSA - DER HEXENFLUCH ist ein Film, dem man die dahinter stehende Leidenschaft am Filmemachen in jeder Sekunde ansieht. Feigelfeld erzeugt mit diesem fiebertraumgleichen Drama einen filmischen Erfahrungsraum, der fast körperlich spürbar ist. (...) Für das deutschsprachige Nachwuchs-Kino ist diese düstere Reflexion über den Niedergang einer Frau ein enormer Gewinn, den man gar nicht hoch genug bewerten kann." (André Becker, www.dasmanifest.com)

"So sehr der Film auch in drastischen Bildern, gerade von toten Tieren, schwelgt, so besitzt er doch auch eine – Schönheit. Ein erstaunliches Debüt." (Rudolf Worschech, epd Film)

"Großes Kino wird der Film, weil er sinnlich stark und ästhetisch zwingend ist, weil es ihm gelingt, mit einem Minimum an Dialogen und dafür einer Fülle sinnlicher Eindrücke zu erzählen. (...) „Hagazussa – Der Hexenfluch“ ist eine Entdeckung. (...) ein Film, der sich wie wenige deutsche Filme auf der Höhe der Zeit befindet." (Rüdiger Suchsland, Filmdienst)

Bei der Vorstellung am 28. Mai wird Regisseur Lukas Feigelfeld persönlich zu Gast sein!