Liberation Day

Norwegen/Lettland 2016, 100 Min, Originalversion, digital, R.: Morten Traavik, Ugis Olte, D: Boris Benko, Tomaz Cubej, Milan Fras

Zum Laibach-Konzert am 20.3. im Z-Bau:

Der Film „Liberation Day“ begleitet die slowenische Band Laibach bei ihrem Nordkorea-Abenteuer und zeigt, mit welchen Schwierigkeiten sie als Gruppe zu kämpfen hatte, um wenigstens ein Konzert in Pjöngjang aufführen zu können. Immer auf der Hut, nicht zum Werkzeug des Regimes zu werden, muss Laibachden Spagat zwischen Diplomatie, Kunst und Zensur meistern.

„The most fascinating cultural and ideological political event so far in the 21st century“ (Slavoj Žižek)

Am 18.3. wird Kulturwissenschaftler und NSK-Diplomat Alexander Nym anwesend sein und eine Einführung in die Dokumentation geben.

LUZ

Filme

LUZ

Deutschland 2018, 70 Min, deutsche Fassung, digital, R.: Tilman Singer, D.: Johannes Benecke, Jan Bluthardt, Lilli Lorenz, Julia Riedler

„Der Polizeipsychologe Dr. Rossini trifft eines Nachts in einer versifften Bar eine geheimnisvolle junge Frau namens Nora. Diese erzählt ihm von ihrer besten Freundin Luz, die nach einem schweren Unfall nicht mehr derselbe Mensch sei, der sie einmal war. Nora bittet ihre neue Bekanntschaft daher um Hilfe. Und tatsächlich lernt Dr. Rossini die traumatisierte Luz kurz darauf kennen, als er nur wenig später zur Polizeiwache gerufen wird. Nun will er sich mithilfe von Hypnose in die Psyche von Luz hineinversetzen. Er hofft, auf diese Weise die letzten Minuten vor dem Unfall rekonstruieren zu können. – Und tatsächlich gelingt ihm sein Vorhaben. Doch plötzlich geschehen vor den Augen von Rossinis Kollegin Bertillo und dem Übersetzer Olarte schreckliche Dinge. Nora hat nämlich dem ahnungslosen Polizeipsychologen einen Dämon an den Hals gehetzt … Regie-Newcomer Tilman Singer gelingt mit „Luz“ ein hochästhetischer Thriller im Stile klassischer italienischer Horrorfilme, in dem sich die Musik, die Bilder und die betont lückenhafte Story zu einem beispiellosen Faszinosum zusammenfügen.“ (Antje Wessels, www.filmstarts.de)

"Surreal, markant und voller Referenzen, aber niemals nur eine reine Kopie von Vorbildern. „LUZ“ ist selbst als Abschlussfilm mit das Beste, was deutsches Genrekino in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat. Zumindest war kaum etwas talentierter. Bitte, unbedingt den Kurs halten, Herr Singer. Dann besteht ernsthaft Hoffnung auf etwas, was nie wirklich auf Dauer vorhanden war: Gute Horrorfilme aus Deutschland." (Jacko Kunze, www.moviebreak.de)

"Es ist die Atmosphäre, durch die dieses eigenwillige, rätselhafte Horrorwerk überzeugt, mit der sich der stilsichere Singer für weitere Ausflüge empfiehlt. Für weitere Kämpfe gegen Genreklischees und Erwartungen, von denen er selbst augenscheinlich wenig hält." (Oliver Armknecht, www.film-rezensionen.de)

"Mit einfachen Mitteln täuscht und verblüfft Tilman Singer die Zuschauer. Genre-Freunde entdecken freudig Reminiszenzen an das Horror-Kino der 70er- und 80er-Jahre. Ein hochinteressanter, gialloesker Lichtblick des deutschen Genre-Kinos." (www.movicfreakz.de)

"Eine pure Filmerfahrung, einem Fiebertraum gleich. Intensiv, wild und anders."  (Negative Space)

Tilman Singers auf analogem 16mm gedrehter Diplomfilm „LUZ“  feierte auf der Berlinale 2018 seine Premiere.

A Young Man with High Potential

Deutschland 2018, 85 Min, englischsprachige Originalversion (20.03.) / deutsche Fassung (29.03., 04.04.) / Original mit deutschen Untertiteln (01.04.), digital, R.: Linus de Paoli, D.: Adam Ild Rohweder, Paulina Galazka

"Vielleicht beginnt es ja genau so: zwischen den clean durchnummerierten Fluren, in der lichten-kalten Cafeteria, verbunden durch bodentiefe Glastunnel – die Liebe. Ganz, ganz vorsichtig dringt sie ein, reiht Detail an Detail. Stupst diesen jungen Mann mit dem großen Potential, der so gar nicht mit Berührung klarkommt, immer tiefer in etwas rein, was er sich für sich immer nur ganz, ganz verschämt gewünscht hat. Mit gnadenloser Konsequenz, die gerade auch deswegen so atemberaubend einschlägt, weil alles was hier passiert in jedem Moment so verdammt schmerzlich nachvollziehbar bleibt.

Linus de Paolis fantastischer, jetzt in einigen guten Kinos bei uns zu sehender (in Englisch gedrehter) Film, entspinnt seinen Teufelskreis dabei mit einer selten gesehenen Präzision. Mit vor allem unglaublich wachem Blick für starke Bilder, die das zum Glück eben nicht immer gleich Gesagte voll auf den Punkt bringen. Lässt den Apfel verlockend in der Hand kreiseln und nimmt Dich dann mit dorthin, wo es schon einiges an Offenheit und Wagemut braucht, um damit klarzukommen. In der streng abgezirkelten Sichtbeton-Wabe der Exzellenzinitiative zirpt dazu mit mörderisch genauem Timing das Wellensittich-Pärchen auf engstem Raum. Lange keinen so spannenden, im Detail so reichen Kinofilm aus Deutschland gesehen." (Sebastian Selig)


"Eine stilistisch ausgefeilte Mischung aus kafkaesker Charakterstudie und kühlem Horror. Der mit überschaubaren Mitteln inszenierte Film profitiert vom intensiven Schauspiel und bewegt sich mitunter sogar auf der Ebene eines modernen Bildungsromans mit makabren und blutigen Einlagen." (Filmdienst)

Regisseur Linus de Paoli ist am 29.3. persönlich zu Gast.

 

Phoebe Phoenix

Deutschland 2011, 80 Min., deutsche Fassung, digital, Regie: Gerry Schuster, Darsteller: Georgette Liebhart, Hans Wieland, Anja Langer, Klaus Steiner

Vom 27.3. bis 14.4. widmet das Nürnberger Künstlerhaus dem langjährigen KommKino-Mitarbeiter Gerry Schuster eine Ausstellung, in der seine Ölgemälde und Illustrationen zu sehen sind (Eröffnung am Dienstag, 26.3. ab 19:00 Uhr im Glasbau, 1. OG).

Gerry Schuster ist seit Jahrzehnten als Illustrator, Grafiker, Comic-Zeichner und auch Filmemacher tätig.

Dies nehmen wir zum Anlass, noch einmal seine zweite Spielfilmproduktion "Phoebe Phoenix" zu zeigen, bei der er unter anderem für Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt und visuelle Effekte verantwortlich zeichnet.

In grell-bunter Comic-Strip-Ästhetik schuf er mit minimalem Budget einen "Science-Fiction-Kampfkunst-Musikfilm":

Phoebe Phoenix war die beste Leibwächterin von Peer Hoyshrek, einem der erfolgreichsten Musikproduzenten seiner Galaxie.

Als sie ihren Beruf an den Nagel hängt und mit ihrer Funk-Band eine eigene Musiker-Laufbahn einschlägt, bleibt der Erfolg scheinbar aus. Doch als Hoyshrek eines Tages einen lästigen Konkurrenten beseitigen lässt, schafft es dieser kurz vor seinem Tod noch, Phoebe Phoenix brisante Informationen zukommen zu lassen.

Hoyshrek hat ihre Musik, die er zuvor als zu unkommerziell abgelehnt hatte, heimlich in einem Paralleluniversum veröffentlicht, wo sie zum Nummer-Eins-Hit geworden ist.

Phoebe versucht zunächst, den Skandal über die Medien öffentlich zu machen, doch einige Bandmitglieder entschließen sich in ihrem Zorn zu einer unüberlegten, drastischen Maßnahme, was eine Folge von tragischen Ereignissen in Gang setzt.

 

Der Tod ritt dienstags

OT: I giorni dell'ira, Italien/Deutschland 1967, 114 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Tonino Valerii, D.: Lee Van Cleef, Giuliano Gemma, Walter Rilla, Christa Linder

„Der junge Scott (Giuliano Gemma) hat es bisher nicht leicht gehabt in seinem Leben. Als Vollwaise wird er von den Bewohnern seines Heimatortes gerne als Bastard beschimpft und für jegliche Drecksarbeiten gerufen. Sein größter Wunsch ist es daher, endlich Respekt zu genießen und diesen will er sich mit Hilfe eines Colts verschaffen. So scheint es für ihn ein Glückstag zu sein, als der geheimnisvolle Frank Talby (Lee van Cleef) in der Kleinstadt auftaucht. Dieser besitzt all jene Attribute, die sich auch Scott aneignen möchte. Da er nach einem tödlichen Zwischenfall im Dorf nicht mehr sicher dort ist, versucht er Talbys Schüler zu werden. Nach einigen für Scott schmerzhaften Lektionen bekommt er nun von seinem Mentor die Grundregeln des Revolverhelden beigebracht. Doch je länger die beiden zusammen sind, desto mehr verändert sich Scott immer zu der Sorte Mensch, die er nie sein wollte. Als Frank dann auch noch Scotts einzigen Freund umbringt, trifft dieser eine Entscheidung und tritt seinem Schöpfer gegenüber.“ (Frankie/OFDb.de)

„Ein formal ansprechender Italo-Western mit einer packenden Darstellung in den beiden Hauptrollen, zugleich aber auch mit einigen drastischen Härten.“ (katholischer Filmdienst)

 

Filmfestivals

Italowestern-Wochenende

Das Programm im Überblick:

Freitag, 05.04.
21:00 Uhr Der Tod ritt dienstags
23:30 Uhr Django spricht das Nachtgebet

Samstag, 06.04.
14:00 Uhr Nevada Joe
16:00 Uhr Gott vergibt, Django nie
21:00 Uhr Vier für ein Ave Maria
23:30 Uhr Hügel der blutigen Stiefel

Sonntag, 07.04.
13:00 Uhr Stirb aufrecht, Gringo
15:00 Uhr Ein Dollar zwischen den Zähnen
17:00 Uhr Von Angesicht zu Angesicht

Django spricht das Nachtgebet

OT: Il suo nome gridava vendetta, Italien 1968, 94 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Mario Caiano, D.: Anthony Steffen, William Berger, Ida Galli, Raf Baldassarre

„In der Rübe von Davy Flanagan (Anthony Steffen) ist's zappenduster, seit ihm im Bürgerkrieg ein unbekannter Filou per Knüppel auf die Birne schlafen schickte. Bar jeder Erinnerung kehrt Flanagan in sein Heimatstädtchen, Dixon, zurück und ist erstaunt, dass wegen Kriegsverbrechen und Desertion 1.000 Scheine auf seinen malträtierten Kopf ausgesetzt sind. Das verursacht nicht gerade gute Laune, und so muss Davy erstmal mit dem Colt für Ruhe in der ungehobelten Einwohnerschaft sorgen. Sam Kellogg (William Berger), angeblich ein alter Kumpel, drängt sich dem Orientierungslosen auf, ihm beim Lösen seines Geheimnisses zu helfen. Hinter all' dem Schlamassel scheint ein gewisser Clay Hackett (Claudio Undari) zu stecken: Der Galgenstrick zeichnet angeblich nicht nur für den verhängnisvollen Schlag verantwortlich, sondern hat auch noch Flanagans Nun-Ex, Lisa (Ida Galli), unter die schmierigen Fittiche genommen. Eine Menge Arbeit also für Davy, die Sache aufzuklären, zumal sich Hackett zu seiner alten Gang abgeseilt hat.“ (Film Maniax)

„Die Suche des Helden nach seiner Vergangenheit hätte man bei etwas psychologischem Einfühlungsvermögen durchaus in eine brauchbare Story umsetzen können. Aber darauf kam es dem Regisseur gar nicht an. Die konfuse Handlung dient ihm lediglich als Aufhänger für breit ausgespielte selbstzweckhafte Brutalitäten. Zu allem Überfluß nehmen in dem ohnehin rüden Dialog Kraftausdrücke einen "bedeutenden" Platz ein.“ (katholischer Filmdienst)

 

Nevada Joe

OT: Oeste Nevada Joe, Spanien/Italien 1965, 92 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Ignacio F. Iquino, D.: George Martin, Adriana Ambesi, Katia Loritz, Giuseppe Addobbati

Als der Revolverheld Joe Dexter alias Nevada Joe (George Martin) in der Goldgräberstadt Golden Hill ankommt, herrscht dort samstägliche Partystimmung, die aber schnell durch einen heimtückischen Mord getrübt wird. Joe rächt diesen jedoch umgehend und sieht sich fortan der Verfolgung durch einige Freunde des von ihm Getöteten ausgesetzt. Und er lernt zwei Damen kennen, die ihn engagieren wollen. Da wäre zum Ersten die Besitzerin des Saloons Mary Blue (Katia Loritz) und zum Zweiten die Minenbesitzerin Julia Brooks (Adriana Ambesi), welche zunehmend von ihren Arbeitern bestohlen und von Banditen ausgeraubt wird. Joe entschließt sich, Julia zu helfen und verdächtigt den Transportunternehmer John Randolph (Miguel de la Riva), hinter den Diebstählen zu stecken. (Gerald Kuklinski)

Ein seltener Eurowestern, von dem weltweit keine Heimkino-Veröffentlichung bekannt ist.

Gott vergibt - Django nie!

OT: Dio perdona... Io no!, Italien/Spanien 1967, 100 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Giuseppe Colizzi, D.: Terence Hill, Bud Spencer, Frank Wolff, Gina Rovere

„Ein Zug voller Leichen trifft in Canyon City ein. Vom transportierten Gold im Wert von 300.000 Dollar fehlt hingegen jede Spur. Versicherungsdetektiv Dan (Carlo Pedersoli) glaubt, dass nur der Bandit Bill San Antonio (Frank Wolff) hinter dem Massaker stecken kann. Doch der ist eigentlich tot: Vor zehn Monaten durch Django (Mario Girotti) verbleit, der ihn beim Duellieren in einer brennenden Pinte scheinbar endgültig unter die Radieschen geschickt hat. Dan macht Django ausfindig, schließlich war der sinistre Gunslinger der Letzte, der St. Antonio lebend in der Flammenhölle gesehen hat. Django wiederum hat sein eigenes Hühnchen mit Bill zu rupfen und empfindet die Anwesenheit des Versicherungsagenten als störend. Die Hinweise verdichten sich, dass Bill seinerzeit seinen Tod nur inszeniert hatte, um diverse Kopfgeldjäger, das Gesetz und sonstiges Geschmeiß loszuwerden und sich samt Gold und neuer Gang nach Mexiko abzusetzen. Nach den üblichen anfänglichen "Kommunikationsproblemen", inklusive einer kräftigen Keilerei, merken Dan und Django schlussendlich, dass sie gegen den abgewichsten St. Antonio nur gemeinsam eine Chance haben ...“ (Film Maniax)

"Ein Film mit vielen Namen: „Gott vergibt – wir beide nie!“ ist auch unter den Titeln „Gott vergibt… Django nie“ und „Zwei vom Affen gebissen“ bekannt. Der Django-Fetisch deutscher Filmverleiher streifte so auch Terence Hill, der gerade im ungeschnittenen Original einen wenig zimperlichen und völlig humorlosen Einstand mit seinem späteren Erfolgspartner Bud Spencer gab. Als Entdecker der beiden darf sich Giuseppe Colizzi („Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“) betrachten, der, weil Hills Part eigentlich an den verletzt ausgeschiedenen Pietro Martellanza („Seine Kugeln pfeifen das Todeslied“) gehen sollte, unfreiwillig zur Grundierung des späteren Haudrauf-Gespanns beitrug.
Aber das Beste an der Geschichte ist nicht das dynamische Duo, sondern dessen Gegenspieler Frank Wolff („Leichen pflastern seinen Weg“). Als Bill San Antonio gibt dieser eine hinreißend überzogene Darbietung zwischen Charme und Kaltblütigkeit – und ist den sich abzeichnenden Stereotypen seiner Opponenten damit weit überlegen. [...] Den Irrungen folgt ein explosiver Showdown, bei dem Bills Schicksal ein für allemal geklärt wird. In diesem noch sehr ernsten und düsteren Italo-Western, der im Zuge des späteren Erfolgs von Spencer und Hill auch in einer neu synchronisierten, völlig unpassenden Komödien-Fassung aufgelegt wurde, regiert das Faust- und Coltrecht. Die verdiente Gewalt an den Komparsen freut den Fan. Denn „Gott vergibt – Django nie!“ ist nicht nur atmosphärisch dicht, sondern auch abseits jedweder Schnörkel gemacht. Brutaler sah man die beliebten Hauptdarsteller nie wieder." (Thomas Mayer, Handlemedown.de)
Der Film fand mit „Vier für ein Ave Maria“ und „Hügel der blutigen Stiefel“ zwei Fortsetzungen, die ebenfalls mit Bud Spencer und Terence Hill besetzt und im Anschluss zu sehen sind.

 

Vier für ein Ave Maria

OT: I quattro dell'Ave Maria, Italien 1968, 120 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Giuseppe Colizzi, D.: Terence Hill, Bud Spencer, Eli Wallach, Kevin McCarthy

Hutch Bessy (Bud Spencer) und Cat Stevens (Terence Hill) haben dem Banditen Bill San Antonio die Beute, Gold im Wert von 300.000 Dollar, abgenommen. Das Gold stammt aus der Bank von El Paso, wohin die beiden Cowboys auch reiten. In der Stadt sprechen sie prügelnd beim Bankdirektor Harold vor und tauschen das Gold in harte Dollar ein. Harold lässt aber nicht locker und befreit den zum Tode verurteilten Cacopoulos (Eli Wallach) aus dem Knast. Dieser soll Hutch und Cat erledigen und das Geld zurückbringen. Anstatt des Geldes bekommt Harold aber nur eine Kugel verpasst, denn: Cacopoulos einziger Gedanke ist Rache an den Männern zu nehmen, die ihn vor 15 Jahren verraten hatten und für die er ins Gefängnis ging ... (Blade Runner)

„Mit einiger Vorsicht darf gesagt werden, daß dieser Film sowohl Erwartungen eines bestimmten Publikums an Western befriedigt als auch einigen höheren Ansprüchen genügt.“ (Filmdienst)

 

Hügel der blutigen Stiefel

OT: La collina degli stivali, Italien 1969, 86 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Giuseppe Colizzi, D.: Terence Hill, Bud Spencer, Woody Strode, George Eastman

Auf der Flucht vor der Finch-Bande wird Cat Stevens (Terence Hill) verwundet. Er sucht Unterschlupf bei einem fahrenden Zirkus. Die Artisten helfen Cat, locken damit aber Finchs Männer an. Die Verbrecher töten Joe, den Jüngsten der Künstler bei einem Trapezakt, woraufhin die Zirkustruppe auseinander-bricht. Joes Partner Thomas schwört Rache und reitet mit Cat los, um die Mörder zu stellen. Cat treiben andere Motive an. Sein Freund Sharp, der in einem kleinen Goldgräberstädtchen wohnt, erzählte ihm über korrupte Machenschaften des Bürgermeisters. Dieser heuerte Finch an um die Grundstücke der Schürfer gewaltsam an sich zu bringen. Cats alter Kumpel Hutch Bessy (Bud Spencer), der Finch einst hinter Gitter brachte, kommt als Verstärkung mit. Gemeinsam reaktivieren sie den Zirkus und eilen Sharp zu Hilfe. In der Stadt angekommen, klären sie den Regierungsbeamten Boone über die Lage auf. Während einer Zirkusvorstellung werden die Gangster derart provoziert, dass es zu einer ausgiebigen Schießerei kommt. (Blade Runner)

 

Stirb aufrecht - Gringo

OT: La Colt è la mia legge, Italien/Spanien 1965, 87 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Alfonso Brescia, D.: Ángel del Pozo, Luciana Gilli, Miguel de la Riva, Pietro Tordi

„Ein Fremder, Peter Webb, kommt in der texanischen Grenzstädtchens San Felipe, die durch den Eisenbahnbau etwas herunterkommt. In deren Umgegend fanden in letzter Zeit vermehrt Überfälle und Anschläge statt, sodass ein gefahrloses Reisen nicht mehr möglich ist. Webb findet Arbeit beim reichen Großgrundbesitzer O'Brien, dessen Nichte Lisa mit George Clinton, einem läppischen Geck, verlobt ist. O'Brien ist Chef der Gangsterbande, die hinter den Überfällen steckt und es letztlich auf Goldtransporte zur Bank abgesehen hat. Deren Aktivitäten werden aber nun von einem mysteriösen Herrn mit Maske behindert ...“ (Wikipedia)

Ein Dollar zwischen den Zähnen

OT: Un dollaro tra i denti, Italien/USA 1967, 82 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Luigi Vanzi, D.: Tony Anthony, Jolanda Modio, Raf Baldassarre, Aldo Berti

„Das mexikanische Städtchen Cerro Gordo ist ein gutes Pflaster für Gevatter Hein. Nachdem die Bande des oberbrutalen Aguila (Frank Wolff) hier mittels eines Maschinengewehrs eine Schütte mexikanischer Soldaten flachgelegt hat, tritt ein wortkarger Fremder (Tony Anthony) auf den Plan. Zusammen mit den Gangstern will er einen für die mexikanische Regierung bestimmten, amerikanischen Goldtransport rippen. Der Coup gelingt, doch Aguila denkt nicht daran zu teilen und setzt seinen Partner kurzerhand an die Luft. Hätte er mal besser bleiben lassen, denn von nun an hängt der Fremde wie eine Scheißhausfliege an den Rockschößen der Mexikaner. Und nicht nur das Gold ist's, worauf es der zähe Gringo abgesehen hat: Auf die Köpfe der Banditen ist noch dazu ein hübsches Sümmchen von insgesamt 60.000 Pesos ausgesetzt. Mit seiner Schrotflinte geht der Namenlose dran, sich die Kohle zu verdienen.“ (Film Maniax)

„Eine böse Spannung, die ihre Lust am Töten mit Menschenverachtung, Mord- und Geldgier, Rachegesinnung und sadistischer Lust an grausamer Quälerei mixt. machen den gut fotografierten Film zu einem Musterbeispiel verrohender und unnützer Wildwest-Unterhaltung, die dazu noch durch gefühlige Akzentsetzung die klarsten Rechtsbegriffe auf den Kopf stellt.“ (katholischer Filmdienst)

 

Von Angesicht zu Angesicht

OT: Faccia a faccia, Italien/Spanien 1967, 112 Min, deutscher Fassung, 35mm, R.: Sergio Sollima, D.: Gian Maria Volontè, Tomas Milian, William Berger, Jolanda Modio

Der Universitätsprofessor Brad Fletcher muss aus gesundheitlichen Gründen eine Lehrpause einlegen. Im südlichen und trockenen Texas soll er seine Lungenkrankheit auskurieren um daraufhin seine Lehrtätigkeit wieder mit voller Kraft aufnehmen zu können. Dort gerät er allerdings in die Fänge des Banditen Beauregard Bennet und seiner Wilden Horde und erliegt im Laufe der Zeit der Faszination von Macht und Gewalt was letztendlich in einer Katastrophe mündet.

Sergio Sollimas „Von Angesicht zu Angesicht“ ist eine faszinierende und spannende Studie über die Faszination von Gewalt und Macht. Sie ist nicht nur optisch hervorragend gelungen, sondern kann auch in ihren eher zurückhaltenden Actionszenen überzeugen. Unterstützt wird Sollima von einer außergewöhnlichen Besetzung, bei der vor allem die beiden Hauptdarsteller Tomás Milian und Gian Maria Volonté, die die sich wandelnden Charaktere beeindruckend verkörpern, glänzen können. Dazu eine tolle Kameraarbeit von Rafael Pacheco und ein eindrucksvoller Soundtrack von Ennio Morricone und fertig ist ein perfekter Westernabend. Spannend, faszinierend, intelligent, was will man mehr. (nach nerofranco/Italo-Cinema.de)

 

Die Engel von St. Pauli

Deutschland 1969, 102 Min., deutsche Fassung, digital, R.: Jürgen Roland, D.: Horst Frank, Werner Pochath, Herbert Fux

„Jürgen Roland, der sich im „Milieu“ exzellent auskannte und dessen Serie „STAHLNETZ“ im deutschen Fernsehen Maßstäbe in Sachen Realismus setzte (zuvor hatte er u. a. Drehbücher für die ähnlich angelegte Serie „DER POLIZEIBERICHT MELDET …“ geschrieben), ließ sich für „DIE ENGEL VON ST. PAULI“ von realen Begebenheiten inspirieren, die jedem, der damals in Hamburg und St. Pauli lebte, ein Begriff sein mussten. Dabei ging es ihm aber nicht so sehr darum, die Realität lediglich abzubilden, sondern sich ihr gerade so weit anzunähern, dass die Plausibilität ebenso gewahrt blieb wie das ursprüngliche Bedürfnis, dem Zuschauer 90 Minuten spannende Unterhaltung zu bieten. Die im Film geschilderten Ereignisse datieren auf die mittleren Sechzigerjahre, als ein Bandenkrieg zwischen Hamburger und sich im Kiez ausbreitenden Wiener Luden um die Vorherrschaft im Gewerbe ausbrach. Die beiden Konfliktparteien werden im Film angeführt von Jule Nickels (Horst Frank), einem Hamburger Gentleman-Gangster, und dem Österreicher Holleck (Herbert Fux). Ihre Auseinandersetzungen eskalieren, als ein Freier (Werner Pochath) eine Dirne ersticht und untertaucht.

Wie eigentlich alle Filme von Roland (seine Beiträge zur Wallace-Reihe, „DER ROTE KREIS“ und „DER GRÜNE BOGENSCHÜTZE“ mal ausgenommen) zeichnet sich auch „DIE ENGEL VON ST. PAULI“ durch die überaus gelungene, schmackhaft präsentierte Verbindung dieser oben erwähnten Authentizität und sensationalistischem Thrill aus. An Originalschauplätzen mit echten Charakterfressen gedreht, atmet der Film diese einmalige, unnachahmliche St.-Pauli-Atmosphäre, die es heute in dieser Form kaum noch gibt, hat man bei den einmaligen Dialogen immer das Gefühl, Szene-O-Ton zu vernehmen.“ (Oliver Nöding, Remember It For Later)

St.-Pauli-Reihe

St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.

 

Filme

Chiko

Deutschland 2007/08, 92 Min., deutsche Fassung, digital, R.: Özgür Yildirim, D.: Dennis Moschitto, Volkan Özcan, Fahri Yardim, Moritz Bleibtreu

Reichtum, Macht, Respekt - davon träumt der junge Chiko. Mit Recht und Gesetz kann er sich auf seinem harten Weg zum Traumleben freilich nicht lange aufhalten: Gemeinsam mit seinen Kumpels Tibet und Curly will er sich die Drogenszene in seiner Hamburger Hochhaussiedlung unter den Nagel reißen. Der Plan schein aufzugehen: Fetter Mercedes, cooler Lowrider, heiße Frauen - Chiko und seine Gang sind angekommen. Bis Tibet einen entscheidenden Fehler macht ...

Neu ist die Geschichte vom kleinen Straßengangster auf seinem Weg nach oben im Kino nicht. Doch Regisseur Özgür Yildirim gelingt es auf beeindruckende Weise, Chikos Aufstieg extrem hart und authentisch zu erzählen. Wichtigste Stütze ist dabei das
Trio Infernale in den Hauptrollen. Produziert wurde „Chiko“ von Fatih Akin.

St.-Pauli-Reihe

St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.

 

Straßenbekanntschaften auf St. Pauli

Deutschland 1968, 75 Min., deutsche Fassung, 35mm, R.: Werner Klingler, D: Günther Stoll, Rainer Brandt, Dagmar Lassander, Suse Wohl

„Wiederholt bereitet die Kommissarin der Sittenpolizei Renate Petersen dem Nachtclub-Besitzer Radebach mit ihren Razzien auf der Reeperbahn Ärger. Dessen minderjährige Striptease-Tänzerinnen sorgen für gute Geschäfte, aber die ständigen Durchsuchungen und Kontrollen vergraulen seine besten Kunden, auch wenn Petersen ihm bisher noch nichts nachweisen konnte. Um bei Radebach dessen Assistenten Jensen auszustechen, schlägt der Szene-Fotograf Ingo Werner vor, von Petersens 18jähriger Tochter Susanne Nacktfotos zu schießen. Damit könnte man die Kommissarin erpressen.“ (www.ofdb.de)

Werner Klinglers („Titanic“, 1942; „Das Testament des Dr. Mabuse“, 1962) letzte Regiearbeit vier Jahre vor seinem Tod erweist sich als eine  Mischung aus Sex-, Kriminalfilm und Sozialstudie.

St.-Pauli-Reihe

St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.

Absolute Giganten

Deutschland 1999, 76 Min., deutsche Fassung, 35mm, R.: Sebastian Schipper, D.: Frank Giering, Florian Lukas, Antoine Monot Jr., Julia Hummer

Eine Nacht. Nur eine einzige gemeinsame Nacht bleibt den drei Freunden Floyd, Ricco und Walter. Seit Jahren sind sie unzertrennlich, doch nun lässt Floyd die Bombe platzen: Er hat auf einem Kreuzer angeheuert, bricht schon am nächsten Tag nach Singapur auf. Was nun? Wunden lecken? Rumheulen? Nix da: Das Trio macht ein letztes Mal die Nacht zum Tage, zieht durch die gesichtslosen Trabantensiedlungen Hamburgs und nimmt lässt zum Abschied die Korken knallen ...

Sebastian Schippers
„Absolute Giganten ist längst zum Kultfilm avanciert. Fans zitieren die besten Dialoge und feiern das unvergessliche Kickerduell des Films. Eine Szene für die Ewigkeit ist zudem Julia Hummers unwiderstehliche Tanzeinlage. 

St.-Pauli-Reihe

St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.

 

St. Pauli Nachrichten - Thema Nr. 1

Deutschland 1970, 86 Min., deutsche Fassung, 35mm, R.: Franz Marischka, D.: Helmut Förnbacher, Brigitte Skay, Gerlach Fiedler, Irmgard Riessen, Thomas Astan

Handelsüblich dumme Sexkomödie, granteln die Kritiker vom katholischen Filmdienst und raten ab. Grund genug für das KommKino, Franz Marischkas Jahrhundertwerk auf die Leinwand zu spritzen. Die Handlung ist flink erzählt: Ein investigativer Fernsehreporter will eine Doku über Hamburgs Bums-Blättchen Nummer Eins drehen: die „St. Pauli Nachrichten“. Logisch, dass an der hautnahen Feldforschung im berühmt-berüchtigten Sexviertel kein Weg vorbei führt ...

Jawoll, hier rappelt's im St. Pauli der späten Sechziger/frühen Siebziger! Lichtjahre entfernt vom gentrifizierten Hochglanz-Kiez beschert uns Marischka massenweise Schmutz, Schmuddel und Schmusereien - natürlich oben ohne!

St.-Pauli-Reihe

St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.

44. TUESDAY TRASH NIGHT:

Mac and Me

USA 1988, 95 Min., deutsche Fassung, digital, R.: Stewart Raffill, D.: Christine Ebersole, Jonathan Ward, Tina Caspary

Ein Alien, das durch einen Unfall auf der Erde gelandet ist, freundet sich, bei dem Versuch vor der NASA zu fliehen, mit einem Jungen an. So viel zur Handlung, die natürlich auch zu einem anderen Film passen könnte, in dem sich ein Außerirdischer mit einem Jungen anfreundet. Der sitzt aber nicht im Rollstuhl und auch sonst ist alles ganz anders. Tatsächlich handelt es sich nämlich um ein billiges Imitat, das versucht, durch offensichtliche Werbung für einen großen Fastfood-Konzern, eine wohlige Atmosphäre von Magie und Freundschaft zu schaffen. Da sich die Meinungen zu diesem Film auf einer Skala von „way better than „ET““ (Barret Bray) bis hin zu „Shut up „ET“ is much better and „Mac and Me“ is the worst movie ever made“ (Bhauncey Bovan) gleichmäßig verteilt sind, sollte man sich auf jeden Fall selbst ein Bild davon machen.

 

Zwei Bayern in St. Pauli

Deutschland 1956, 92 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Hermann Kugelstadt, D.: Joe Stöckel, Beppo Brem, Lucie Englisch

„Der Ortsbeirat des bayrischen Dörfchens Mooskirchen hat ambitionierte Pläne für den kleinen Ort. Mooskirchen soll ein Touristenziel werden, dazu braucht man allerdings Geld, denn zur Zeit gibt es nicht einmal eine Zufahrtsstraße zur Autobahn, geschweige denn solche „Attraktionen“ wie ein Kurhaus oder ein Schwimmbad.

Als eines Tages ein Brief im Rathaus eintrifft, der die Gemeinde informiert, dass Mooskirchen eine riesige Erbschaft gemacht hat, scheinen alle Probleme gelöst. Allerdings: die Erbschaft ist eine riesige Plantage in Afrika, wertvoll, aber eben sehr weit weg. Ferdl Lechner, der Bürgermeister Mooskirchens, beschließt, gemeinsam mit seinem Freund Karl Köpfle nach Afrika zu reisen, um das Erbe offiziell in Besitz zu nehmen. Zunächst einmal geht es nach Hamburg. Hier wollen die zwei urigen Bayern noch kurz das Großstadt-Leben genießen, aber dieser Art von Dschungel sind die zwei Provinzler überhaupt nicht gewachsen.“ (filmportal.de)

„Diese Handlung ist reichlich mit handfester Deppenkomik und den Dorftypen bekannten Musters vollgestopft worden, zuweilen recht vergnüglich, aber satirische Züge (die doch nahe genug lagen) trägt der Film nicht. Auch gespielt wird lediglich so, wie man es von Stöckel und Brem seit langem gewohnt ist, und da von Hamburg kaum ein paar billige Kulissen ins Bild kommen, ist über diesen Bayernschwank nichts Neues zu vermelden, - es sei denn, daß er sich sogar im Nachtlokal einer möglichst jugendgeeigneten Haltung befleißigt. Andererseits läßt diese Passage vom Thema her (Beinahe-Verführung durch die Diebin) den Besuch Jüngerer (unter 16) doch nicht ratsam erscheinen.“ (katholischer Filmdienst)

Der Bauernschwank in ungewöhnlichem Umfeld verspricht wie seine beiden Fortsetzungen stählerne Unterhaltung für Hartgesottene!

St.-Pauli-Reihe

St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.

Der Arzt von St. Pauli

Deutschland 1968, 101 Min, 35mm, deutsche Fassung, R.: Rolf Olsen, D.: Curd Jürgens, Christiane Rücker, Heinz Reincke

„Dr. Jan Driffing ist die gute Seele von Hamburgs berühmt-berüchtigtem Stadtteil St. Pauli. Er arbeitet dort als Armenarzt und steht der dort ansässigen Klientel mit Rat und Tat zur Seite. Als der junge Matrose Hein des Mordes an seiner ehemaligen Geliebten Margot und ihrem Freund beschuldigt wird, stellt Dr. Driffing eigenmächtig Nachforschungen an. Zur selben Zeit gerät jedoch sein eigener Bruder, der dekadent lebende Frauenarzt Dr. Klaus Driffing, in den Fokus der Ermittlungen.“(Filmportal.de)

Olsen zeichnet ein St.-Pauli-Portrait, das bestimmt ist von Sex und Gewalt und schafft es mit sympathischen Protagonisten, den Zuschauer für die Handlung zu begeistern und die Faszination St. Pauli zu vermitteln. Der Film war damals mit über drei Millionen Zuschauern ein Riesenerfolg und erhielt die „Goldene Leinwand“. Rolf Olsen („Blutiger Freitag“) drehte noch mehrere weitere St.-Pauli-Filme mit dem damaligen deutschen Superstar Curd Jürgens (am 24.4. ist davon „Das Stundenhotel von St. Pauli“ zu sehen).

St.-Pauli-Reihe

St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.

Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn

Deutschland 1967, 98 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Rolf Olsen, D.: Erik Schumann, Konrad Georg, Heinz Reincke

„Fritz Wepper spielt einen fleißigen Studenten und einen braven Sohn. Nebenbei verkauft er aber noch Drogen und betreibt einen Prostitutionsring. Als er sich verliebt, will er aussteigen – doch so einfach geht das nicht. Um ihn davon abzubringen, entschließen sich seine Freunde, die auch gleichzeitig seine Arbeitskollegen sind, Lotti, seine frisch Erwählte, in ihrem Etablissement ebenfalls an ältere Herren zu verhökern.

So ist das in der Welt von Rolf Olsen. Alle sitzen zusammen im gleichen Boot, haben mehr gemein als sie wahrhaben möchten. Und alles passiert nicht nur rasend schnell, sondern wird auch ständig auf den Punkt gebracht. Exploitation könnte man sagen. Akkumulation gefällt mir aber besser. Akkumulation von Eindrücken, Beobachtungen, von Verhältnissen, die zwangsweise explodieren müssen, irgendwann.“ (eskalierende-traeume.de)

St.-Pauli-Reihe

St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.

Manche hatten Krokodile

Deutschland 2016, 87 Min., deutsche Fassung, digital, R.: Christian Hornung

Christian Hornung zeigt in diesem Dokumentarfilm wunderbar unaufgeregte Szenen heimeliger Kneipengemütlichkeit, in denen er, teils in Würde gealterte, Lebemenschen zu Wort kommen lässt. Diese erzählen verklärt romantisch von ihren Karrieren und dem Kiezalltag in Hamburgs Vergnügungsviertel. Auch das Phänomen der Sparclubs wird detailliert aufgegriffen. Alles was in ihren goldenen Zeiten nicht ausgegeben wurde, steckten die Mitglieder in einen Sparschrank an der Kneipenwand, woran sich bis heute nichts geändert hat. An manchen Stellenkann man zurecht kritisieren, es handele sich hierbei um eine Aneinanderreihung von Geschichten kettenrauchender Alkoholiker und gescheiterter Existenzen. Dies aändert aber nichts an der Tatsache, dass diese Geschichten genau die persönlichen Eindrücke wiederspiegeln, die in vergangenen Tagen verlebt wurden. Und das in Verbindung mit ungetrübter Kiezatmosphäre.

Der Film „Manche hatten Krokodile erinnert an Zeiten, in denen St. Pauli mehr Lebens- und weniger Eventraum war. Dass auch früher nicht alles toll war, wird ignoriert. - Die Zeit

St.-Pauli-Reihe

St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.

 

Zinksärge für die Goldjungen

Deutschland 1973, 87 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Jürgen Roland, D.: Herbert Fleischmann, Henry Silva, Patrizia Gori

„In Hamburg bekämpfen sich zwei Gangsterbanden: Die alteingesessenen „Ehrenmänner“, die von Unternehmer Westermann angeführt werden, und die eingewanderte italo-amerikanische Familie von Luca Messina. In der Hafenstadt gehen sie ohne Kompromisse aufeinander los. Daran kann scheinbar auch die frische Liebe zwischen Westermanns Sohn Eric und Messinas Tochter Silvia nichts ändern. Die beiden wollen den Unterweltkrieg so bald wie möglich beenden.“ (filmportal.de)

Der Film zeigt eine ungeschönte Gewalteskalation, ist dicht erzählt und von Anfang bis Ende spannend und wird überzeugend von den großartigen Darstellern verkörpert.

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St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.

 

Das Stundenhotel auf St. Pauli

Deutschland 1970, 95 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Rolf Olsen, D.: Curd Jürgens, Andrea Rau, Corny Collins

„Kommissar Canisius wird zu einem Stundenhotel nach St. Pauli beordert. Im Hotel „Ostend“ hat sich ein Mord ereignet, den der Ermittler nun aufklären soll. Canisius ist jedoch nicht in der mentalen Verfassung, um im Mordfall zu ermitteln, denn sein Sohn liegt im Krankenhaus und wird am Herzen operiert werden. Im Hotel angekommen, werden alle Gäste des Etablissements zu Verdächtigen. Darunter befinden sich die unterschiedlichsten Charaktere: Prostituierte, ein homosexuelles Paar, ein Geschäftsmann, eine Ehefrau mit ihrem jungen Liebhaber, ein Teenagerpaar, der Portier, der mit Drogen handelt, und eine Unternehmergattin. Jeder von ihnen könnte der Mörder sein. Canisius muss seinen schwersten Fall lösen, ständig mit der Angst konfrontiert, dass sein Sohn die schwere Operation nicht überleben könnte.“ (filmportal.de)

„Bei Fans zünftiger Exploitation macht sich Olsen spätestens 1972 mit dem Kultstreifen „Blutiger Freitag“ und später mit den beiden Mondos „Shocking Asia I + II“ einen Namen und auch ein Besuch im Stundenhotel von St. Pauli sei an dieser Stelle jedem Interessierten angeraten.“ (dieseltsamefilme.blogspot.com)

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St. Pauli ist durch Der goldene Handschuh und dessen aktueller Verfilmung wieder in aller Munde. Aus diesem Anlass zeigen wir einige ausgewählte St.-Pauli-Kracher. Sie beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit diesem faszinierenden Stadtteil, der schon seit geraumer Zeit weit über Hamburg hinaus bekannt und berüchtigt ist.