Filme

The Role

Deutschland 1989, 82 Min, deutsche Fassung, digital, Regie: Giorgio Hupfer, Darsteller: Heidi Maria Loy, Giorgio Hupfer, Gertrude Hofmann-Rössner

„THE ROLE“ ist einer der wenigen fränkischen Kultfilme und die einzige Langfilm-Arbeit des Nürnberger Künstlers Giorgio Hupfer (1958-2012). Der mit viel Lokalkolorit aufwartende Streifen wurde inzwischen restauriert, digitalisiert und originalgetreu vertont. Seinerzeit konnte die Vertonung aus technischen Gründen nicht fertiggestellt werden.

„THE ROLE“ ist eine Parodie auf das klassische Gangsterkino und gleichzeitig eine liebevolle Hommage. Zahlreiche Zitate führen zu den Vorbildern der sogenannten „Schwarzen Serie“ des Hollywood der 1940er Jahre und zu François Truffauts Filmwerken der 1970/80er Jahre (insbesondere „Die amerikanische Nacht“, „Auf Liebe und Tod“). Insbesondere wirkte der Klassiker „Malteser Falke“, in dem Humphrey Bogart 1941 den von einer Miss Wonderly beauftragten Detektiv Sam Spade verkörperte, als Modell für die in Teilen parodistisch angelegte Detektiv-Geschichte. War der „Malteser Falke“ eine wertvolle, edelsteinbesetzte Goldstatuette, die zum Zweck der Tarnung schwarz bemalt wurde, dreht sich bei „THE ROLE“ alles um die namensgebende Rolle, die sich am Ende als leer entpuppt. Giorgio Hupfer spielt den Privatdetektiv Sam Saltoni, der von der unterkühlten Maureen Moonscale (Heidi Maria Loy) beauftragt wird, nach der Rolle zu suchen. Er gibt die Beschattung an seinen von Mrs. Moonscale spontan faszinierten Kompagnon Patton (Peter Weigel) ab, der am nächsten Tag tot aufgefunden wird, wodurch sich ein doppeltes Spiel bereits ankündigt. In James-Bond-Manier überführt Saltoni seine Klientin nach einer Liebesnacht der Lüge und überstellt sie letztlich den wie Pat & Patachon stets gemeinsam auftretenden Polizisten.

 

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Zabriskie Point

USA 1970, 107 Min., ??, ??, R.: Michelangelo Antonioni, D.: Mark Frechette, Daria Halprin, Rod Taylor

Während der Studenten-Unruhen in Los Angeles 1969 flieht ein Student aus Furcht vor der Polizei mit einem geklauten Sportflugzeug in die Mojave-Wüste. Dort trifft er auf die Angestellte Daria, und am Zabriskie Point rauchen beide erst mal einen schönen Joint. Danach sind sie bereit, die Welt zu verändern.

Bei Zabriskie Point, Antonionis Hommage an die Flower-Power-Bewegung, gingen die Meinungen dann doch auseinander. Zu versponnen, zu fiebrig-verstrahlt geriet der Film, um ernsthaft Kritik an der US-amerikanischen Gesellschaft üben zu können. Aber das interessiert nicht mehr, heute genießt der Film zurecht Kult-Status. Denn was bleibt, ist ein experimenteller Bilderrausch samt psychedelischem Soundtrack. Ein Film für die große Leinwand!

 

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Variationen der Liebe

 

"'Das ABZ der Liebe' hieß das Buch von Inge und Sten Hegeler, mit dem das Psychologenpaar 1961 in Schweden zu 'Aufklärern der Nation' avancierte. Acht Jahre später eroberten sie auch die Leinwand: In einem gemütlichen Wohnzimmer, bei unzähligen Tassen Kaffee und noch mehr Zigaretten, erläutern sie im sachlichen Fachgespräch mit einem Gynäkologen und einer Ärztin sexuelle Praktiken. Junge Paare verdeutlichen das Gesagte in einem klinisch anmutenden Versuchslabor oder einem wundervoll luftigen Pop-Dekor, oft in extravaganten Split-Screen-Projektionen. Ungezwungen, liberal, gebildet und auch in sexueller Hinsicht tolerant und aufgeklärt: VARIATIONEN DER LIEBE präsentiert Idealbilder skandinavischer Bürger im Wohlfahrtsstaat. 'Berüchtigt' wurde der auch international enorm erfolgreiche Aufklärungsfilm durch Martin Scorseses TAXI DRIVER, 1976: Dort läuft er in einem Pornokino, in das der Soziopath Travis Bickle (De Niro) eine junge Frau bei der ersten Verabredung einlädt – zu deren großem Entsetzen. In Schweden war der Film ab 15 Jahren freigegeben." Nordische Filmtage Lübeck

 

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