Dave Made a Maze

USA 2017, 80 Min., Original mit deutschen Untertiteln (22.05.) / deutsche Fassung (20.05.), digital, R.: Bill Watterson, D.: Meera Rohit Kumbhani, Nick Thune, Adam Busch

Frauen, lasst eure Männer nicht alleine! Sie machen sonst nur Mist … Zum Beispiel Dave: Als seine Freundin Annie ein paar Tage weg ist, baut der Bastelfreak in seinem Wohnzimmer ein Labyrinth aus leeren Kartons – und findet nicht mehr raus. Als Annie zurückkehrt, versucht sie ihren Holden aus dem Irrgarten zu befreien, leider vergeblich. Schließlich rücken Daves Freunde zur Rettung an, samt Filmteam im Schlepptau …


Bill Watterson beschäftigt sich in seinem fantastischen Film nicht lange mit Plausibilitäten. Er schafft stattdessen eine irrwitzige Welt, die mit jeder Minute absurder wird. 

"Das Regiedebüt von Bill Watterson ist eine hinreißende Kreuzung aus einem Michael-Gondry-Film wie "Science o Sleep" und einer durchgeknallten Satire." (TV-Spielfilm)


“Wildly inventive…an impressively crafted feature that’s full of frequent surprises” (The Hollywood Reporter)

 

The Wild Boys

OT: Les garçons sauvages, Frankreich 2017, 110 Min., Original mit deutschen Untertiteln, digital, R.: Bertrand Mandico, D.: Pauline Lorillard, Vimala Pons, Diane Rouxel

Pädagogik im frühen 20. Jahrhundert ist eine Sache für echte Männer. Der alte Kapitän in „The Wild Boys“ weiß jedenfalls, was es braucht, um ein paar freche Rotzlöffel wieder auf Linie zu bringen. Obwohl die fünf Jungs aus gutem Hause einiges auf dem Kerbholz haben: In Huldigung des Okkulten haben sie ein scheußliches Verbrachen begangen. Dafür büßen sie jetzt beim harten Seefahrer, der sich reichlich Schikanen für die Bengel einfallen lässt. Doch noch ist nicht aller Tage Abend: Mit ihren Kräften fast am Ende proben sie den Aufstand …

Bertrand Mandicos intensiver Film ist prall gefüllt mit sexueller Gewalt und Körperhorror. Dennoch verkommt er nie zur billig-sadistischen Nummernschau, dank seiner stilisierten Schwarz-Weiß-Ästhetik. Ein surrealer Trip, der die Grenzen zwischen Fantasie und Realität sowie zwischen den Geschlechtern verschwimmen lässt.

Von der legendären französischen Filmzeitschrift "Cahier du Cinema" zum besten Film des Jahres 2018 gekürt, ist The Wild Boys ein berauschender und surrealer Abenteuerfilm, wie es ihn kein zweites Mal gibt!

“THE WILD BOYS hat in seinen 110 Minuten mehr Einfälle als die meisten Filmemacher in ihrem filmischen Gesamtwerk.“ Cine-Vue.com

„Ein schmutzig-süßer erotischer Traum.“ Filmcomment

„Ungehemmt und zutiefst bizarr. Mandico hat einen unbändig seltsamen Debütfilm abgeliefert.“
The Guardian

„Seemänner, Samen und Semi-Männer. Eine französisches Coming-of-age-Märchen, das vor Fantasie und Flüssigkeiten nur so strotzt. Ein völlig berauschendes Wunder von einem Film: ein schräges, erotisches Fantasy-Abenteuer übers Erwachsenwerden, das in dunkle, feuchte Regionen der menschlichen Psyche hinabsteigt. Der hat mich sowas von umgehauen!“ Birth.Movies.Death

„Wie eine Gemme aus dem unendlichen All, zur Erde geschossen von einer schöneren, besseren Welt, funkelt Bertrand Mandicos elementar gefährliche Fantasie vor einem: Anfang des 20. Jahrhunderts werden die Titel gebenden wilden Jungs zwecks Domestikation ihrer adoleszenten Gefühle auf eine Galeere geladen und auf eine geheimnisvolle Insel mit üppiger (und übernatürlicher) Vegetation gebracht. Spuren von Jean Genet, Kenneth Anger und Guy Maddin tanzen durch diesen profund unwirklichen, irre flirrenden Film, in dem alles, auch die Geschlechter, im unentwegten Fluss sind. Das ganze Leben eine einzige Ekstase, das ganze Sein eine Transformation.“ Markus Keuschnigg, SLASH 1/2 Festival des fantastischen Films

 

Vampyros Lesbos

89 Min., deutsche Fassung, 35mm, R.: Jess Franco, D.: Soledad Miranda:, Ewa Strömberg, Dennis Price

„Istanbul. Die Sekretärin Linda hat erotische Alpträume, die immer wieder von dem gleichen Motiv bestimmt sind: einer wunderschönen, lasziven Frau. Und genau diese Frau lernt Linda auf einer Reise zu einer Insel kennen. Es ist die Gräfin Nadine, eine Lesbierin, die das Erbe des Grafen Dracula angetreten hat. Linda gerät in den Bann des weiblichen Vampirs …“ (Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben dir)

Einer der kühnsten und experimentellsten Filme des spanischen Kultregisseurs Jess Franco. Ein surreales Meisterwerk, das seiner ganz eigenen traumartigen Logik folgt. Die durchwegs faszinierend geheimnisvolle Atmosphäre ist auch dem brillanten Soundtrack von Manfred Hübler und Siegfried Schwab zu verdanken. Von der zeitgenössischen Kritik natürlich verrissen und später auch von Hahn/Jansen (in ihrem grauenvollen „Lexikon des Horrorfilms“) und Rolf Giesen völlig fehlbewertet, bildete sich bereits im Deutschland der 90er ein Kult um den Film – in Form von „Vampyros Lesbos“-Partys, Soundtrack- und Videoveröffentlichungen.

Nun gibt es endlich wieder die Gelegenheit, den Film auf der großen Leinwand zu bewundert, im originalen 35mm-Kinoformat.

 

Die Hunde sind los

OT: The Plague Dogs, USA 1982, 103 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Martin Rosen

„Der Terrier Snitter und der Labrador Wuff können aus einem Labor für Tierversuche flüchten. In der Freiheit finden sie auch kein Glück, weder das gute Herrchen noch das friedliche Leben. Sie werden zu einem harten Überlebenskampf gezwungen, von Menschen erbarmungslos gejagt - weil sie angeblich von Bazillen verseucht sind, also offensichtlich aus einem Labor stammen, wo mit bakteriologischen Waffen experimentiert wird ...

Das geniale Kleinod von Martin Rosen, der seinerzeit mit „Watership Down“ einen größeren Erfolg verzeichnen konnte ist wahrlich nix fürs Standard-Publikum, denn Rosen macht hier klare Ansagen: In düsteren Bildern zeigt er, wie Menschen wirklich sein können: skrupel- und gnadenlos, amoralisch und verlogen.“ (ofdb.de)