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Sep
Datum: 28. September 2022, 21:15


Spiral – Das Ritual

Kanada 2019, 90 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Kurtis David Harder, Darsteller: Jeffrey Bower-Chapman, Ari Cohen, Lochlyn Munro

Das Pärchen Malik (Jeffrey Bowyer-Chapman) und Aaron (Ari Cohen) hat viel leidvolle Erfahrung mit Homophobie. In einer Kleinstadt wagen sie einen Neuanfang. Zunächst scheint es hier tatsächlich keine Probleme zu geben. Doch nach kurzer Zeit häufen sich beunruhigende diskriminierende Vorfälle. Dahinter scheint auch weitaus mehr als die ihnen bereits hinlänglich bekannten Ressentiments zu stecken …

„Spiral – Das Ritual ist ein effektiver Horrorfilm über Identität, Konformität und Homophobie. Kurtis David Harder gelingt ein visuell und schauspielerisch überzeugender Genrebeitrag, dessen Aktualität leider nicht wegzuleugnen ist und der immer wieder Situationen zeigt, die, über die Genrekonventionen hinaus, einen sehr realen Schrecken zeigen, den von der Aggression gegen Minderheiten und der Angst vor Gewalt.“ (Rouven Linnarz, www.film-rezensionen.de)

 

Ein himmlischer Teufel

Originaltitel: Il piccolo diavolo, Italien 1988, 98 Minuten, 35mm, Regie: Roberto Benigni, Darsteller: Roberto Benigni, Walter Matthau, Nicoletta Braschi, Stefania Sandrelli

Maurice (Walter Matthau) ist ein amerikanischer Priester, der in Rom lebt. Als eine einheimische Frau vom Teufel besessen wird, bittet man Maurice, einen Exorzismus durchzuführen. Der Dämon wird erfolgreich ausgetrieben, aber es stellt sich heraus, dass es sich um einen dürren, arroganten, ständig witzelnden Mann namens Giuditta (Roberto Benigni) handelt, der sich entscheidet, bei Maurice zu bleiben, anstatt in die Hölle zurückzukehren. Giuditta schafft es sogar, sich zu verlieben. Gleichzeitig treibt er jedoch Maurice mit seinen Possen bald in den Wahnsinn.

Ein sehr seltenes, höchst amüsantes Werk von Roberto Benigni, der neben einem grandios aufspielenden Walter Matthau die Hauptrolle gibt.

„Burleske Komödie, die weitgehend ohne diffamierende Verzerrungen mit ihrem hintergründigen Witz den italienischen Alltag und dabei auch Klischeebilder der Kirche aufs Korn nimmt, in erster Linie jedoch durch ihren ungewohnten Blickwinkel entlarvend auf Absurditäten des modernen Lebens abzielt“, fasst der Filmdienst nüchtern zusammen.

Silent Hill – Willkommen in der Hölle

Kanada/Frankreich 2006, 119 Min, 35mm, Regie: Christophe Gans, Darsteller: Radha Mitchell, Sean Bean, Laurie Holden, Deborah Kara Unger

Rose de Silva ist verzweifelt. Ihre Adoptivtochter Sharon leidet an einer tödlichen Krankheit und wird zudem vom Schlafwandeln geplagt. Sie beschließt, Sharon an den Ort zu bringen, dessen Namen sie im Schlaf immer wieder ausspricht: Silent Hill. Nach einem Autounfall erwacht sie aus ihrer Bewusstlosigkeit, doch ihre Tochter ist in der nebelverhangenen Stadt spurlos verschwunden. Während ihrer Suche entdeckt sie Sharons Verbindung zur verstörenden Geschichte der Stadt.

„Silent Hill“ ist eine Adaption des gleichnamigen Videospiels. Regisseur Christophe Gans ("Crying Freeman", „Pakt der Wölfe“) beweist hier ein weiteres Mal sein Gespür für herausragende Optik und Atmosphäre – morbid, schön und angsteinflößend. „Da zerfallen ganze Welten vor den Augen der Heldin zu Asche und es erscheinen Kreaturen aus dem Nichts, die aussehen als hätten Francis Bacon und Edward Munch noch einmal die Wesen aus Hellraiser überarbeitet.“ (artechock.de)

"Die sehr eigentümliche Ikonographie des Spiels ist in dem Film perfekt umgesetzt" (Christian Stöcker, Der Spiegel)

 

Spiral – Das Ritual

Kanada 2019, 90 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Kurtis David Harder, Darsteller: Jeffrey Bower-Chapman, Ari Cohen, Lochlyn Munro

Das Pärchen Malik (Jeffrey Bowyer-Chapman) und Aaron (Ari Cohen) hat viel leidvolle Erfahrung mit Homophobie. In einer Kleinstadt wagen sie einen Neuanfang. Zunächst scheint es hier tatsächlich keine Probleme zu geben. Doch nach kurzer Zeit häufen sich beunruhigende diskriminierende Vorfälle. Dahinter scheint auch weitaus mehr als die ihnen bereits hinlänglich bekannten Ressentiments zu stecken …

„Spiral – Das Ritual ist ein effektiver Horrorfilm über Identität, Konformität und Homophobie. Kurtis David Harder gelingt ein visuell und schauspielerisch überzeugender Genrebeitrag, dessen Aktualität leider nicht wegzuleugnen ist und der immer wieder Situationen zeigt, die, über die Genrekonventionen hinaus, einen sehr realen Schrecken zeigen, den von der Aggression gegen Minderheiten und der Angst vor Gewalt.“ (Rouven Linnarz, www.film-rezensionen.de)

 

Ein himmlischer Teufel

Originaltitel: Il piccolo diavolo, Italien 1988, 98 Minuten, 35mm, Regie: Roberto Benigni, Darsteller: Roberto Benigni, Walter Matthau, Nicoletta Braschi, Stefania Sandrelli

Maurice (Walter Matthau) ist ein amerikanischer Priester, der in Rom lebt. Als eine einheimische Frau vom Teufel besessen wird, bittet man Maurice, einen Exorzismus durchzuführen. Der Dämon wird erfolgreich ausgetrieben, aber es stellt sich heraus, dass es sich um einen dürren, arroganten, ständig witzelnden Mann namens Giuditta (Roberto Benigni) handelt, der sich entscheidet, bei Maurice zu bleiben, anstatt in die Hölle zurückzukehren. Giuditta schafft es sogar, sich zu verlieben. Gleichzeitig treibt er jedoch Maurice mit seinen Possen bald in den Wahnsinn.

Ein sehr seltenes, höchst amüsantes Werk von Roberto Benigni, der neben einem grandios aufspielenden Walter Matthau die Hauptrolle gibt.

„Burleske Komödie, die weitgehend ohne diffamierende Verzerrungen mit ihrem hintergründigen Witz den italienischen Alltag und dabei auch Klischeebilder der Kirche aufs Korn nimmt, in erster Linie jedoch durch ihren ungewohnten Blickwinkel entlarvend auf Absurditäten des modernen Lebens abzielt“, fasst der Filmdienst nüchtern zusammen.

Vier Fliegen auf grauem Samt

OT: Quattro mosche di velluto grigio, Italien/Frankreich 1971, 102 Min., deutsche Fassung, 35mm, Regie: Dario Argento, Darsteller: Michael Brandon, Mimsy Farmer, Jean-Pierre Marielle, Bud Spencer

Der Schlagzeuger Roberto wird von einem mysteriösen Mann verfolgt. Als er ihn in einem leer stehenden Theater zur Rede stellt, kommt es zu einem Handgemenge mit Todesfolge. Fortan wird Roberto von einem weiteren Unbekannten bedroht, der heimlich Fotos des vermeintlichen Mordes geschossen hat und damit den verstörten Roberto traktiert. Der sieht sich ohne erkennbares Motiv einem perfiden Spiel ausgeliefert ...

Das Finale von Argentos loser, um titelgebende Tiere kreisender früher Giallo-Trilogie. Zugleich ein Scharnier im Werk des Regisseurs, dessen Faszination für die architektonischen und atmosphärischen Geheimnisse seiner Schauplätze hier bereits schönste Blüten treibt, dabei aber noch eine eher konventionelle Whodunit-Narration der Boden ist, auf dem wundersame Aberrationen ihre fruchtbaren Wurzeln schlagen: fließende Impressionen nachtschattiger Beunruhigung und Einsamkeit,

Interpunktionen verschrobenen Humors, Exklamationen klirrender Gewalteruptionen, akzentuiert von samtig-grauer Poesie und rockig-melancholischen Morricone-Musikeinsätzen, mündend in einen unvergesslichen Zeitlupen-Epilog elegisch eingefrorener Agonie. Zu sehen in einer raren, farbenprächtigen Technicolor-Kopie!

Special: In memoria di Ennio Morricone

Am 6. Juli dieses Jahres starb mit Ennio Morricone einer der bedeutendsten Filmkomponisten aller Zeiten. Wir zeigen aus diesem Anlass eine kleine Auswahl bekannter und (zu Unrecht) weniger bekannter Werke.

 

Überraschungsfilm!

IT 1980, 93 Min., dF, 35mm

„In der kleinen Stadt Dunwich begeht der Ortspfarrer auf dem heruntergekommenen Friedhof Selbstmord. Daraufhin geschehen merkwürdige und unheimliche Dinge in der kleinen Stadt. Reporter Peter wittert sogleich eine heiße Story und macht sich zusammen mit Medium Mary auf den Weg nach Dunwich. Dort berichten die völlig verschreckten Anwohner allerlei Gruseliges über Untote, die ihr Unwesen in der Gemeinde treiben. Scheinbar hat sich der Pfarrer genau den richtigen Ort für seinen Suizid ausgesucht: Unter dem Friedhof befinden sich nämlich die Ruinen der Hexenstadt Salem und der Selbstmord eines Geistlichen führt zu nichts geringerem als zur Öffnung des Höllentors …

Mit seinem zweiten Zombiefilm geht Lucio Fulci den mit „Woodoo“ eingeschlagenen Weg konsequent weiter und begründet spätestens hier, wieso ihn seine Fans ehrfürchtig den „Maestro of Gore" nennen und warum er zum roten Tuch der bundesdeutschen Filminquisition wurde. Der Film wird in Splatterkreisen kultisch verehrt; und wen wundert das angesichts der von Gianetto de Rossi meisterhaft derb in Szene gesetzten Scheußlichkeiten.“ (filmtipps.at)

In Deutschland einer der kontroversesten und meistbesprochenen Horrorfilme der 80er-Jahre. Nach einer Studie war der 1981 auf Video veröffentlichte Schocker noch 1986 der beliebteste Videofilm überhaupt unter deutschen Jugendlichen. Besonders schockierte Moralwächter wie den erzkonservativen Pädagogik-Professor Werner Glogauer, dass viele Jugendliche von dem Streifen so begeistert waren, dass sie sich ihn wieder und wieder ansahen.

Spiral – Das Ritual

Kanada 2019, 90 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Kurtis David Harder, Darsteller: Jeffrey Bower-Chapman, Ari Cohen, Lochlyn Munro

Das Pärchen Malik (Jeffrey Bowyer-Chapman) und Aaron (Ari Cohen) hat viel leidvolle Erfahrung mit Homophobie. In einer Kleinstadt wagen sie einen Neuanfang. Zunächst scheint es hier tatsächlich keine Probleme zu geben. Doch nach kurzer Zeit häufen sich beunruhigende diskriminierende Vorfälle. Dahinter scheint auch weitaus mehr als die ihnen bereits hinlänglich bekannten Ressentiments zu stecken …

„Spiral – Das Ritual ist ein effektiver Horrorfilm über Identität, Konformität und Homophobie. Kurtis David Harder gelingt ein visuell und schauspielerisch überzeugender Genrebeitrag, dessen Aktualität leider nicht wegzuleugnen ist und der immer wieder Situationen zeigt, die, über die Genrekonventionen hinaus, einen sehr realen Schrecken zeigen, den von der Aggression gegen Minderheiten und der Angst vor Gewalt.“ (Rouven Linnarz, www.film-rezensionen.de)