09
Juni
2023
Freitag, 9. Juni 2023 21:15
Pale Flower Originaltitel: Kawaita hana, Japan 1964, 96 Min., Original mit deutschen Untertiteln, digital, Regie: Masahiro

Pale Flower

Originaltitel: Kawaita hana, Japan 1964, 96 Min., Original mit deutschen Untertiteln, digital, Regie: Masahiro Shinoda, Darsteller: Ryô Ikebe, Mariko Kaga, Takashi Fujiki

„Im visuell vielleicht markantesten aller Genres sticht PALE FLOWER noch einmal heraus. Masahiro Shinodas Film noir über einen frisch aus dem Knast entlassenen Yakuza und eine vergnügungssüchtige Tochter aus reichem Hause ist Eleganz pur. Eine mysteriöse Femme fatale, ein dem Untergang geweihter Mann, beide vereint in ihrer Leidenschaft fürs Glücksspiel – einer der Gründerväter der japanischen New Wave kocht das Genre auf seine Essenz zusammen. Inspiriert wurde er dabei von Charles Baudelaires Meilenstein der Moderne »Blumen des Bösen«.“ (www.filmfestival-cologne.de)

„Wer sich als Cineast mit dem klassischen Film noir befasst, kommt an Masahiro Shinodas „Pale Flower“ früher oder später nicht vorbei. Ungeachtet des harmlosen Titels ist dieser Film einer der schwärzesten der Schwarzen Serie. (…) ““Pale Flower“ is one of the most haunting noirs I've seen, and something more; in 1964 it was an important work in an emerging Japanese New Wave of independent filmmakers, an exercise in existential cool”, schreibt Roger Ebert, der selbst nicht nur zahllose Film noirs sah, sondern auch über die Coolness als Stilmittel im Film so einiges zu sagen wusste. (…) International gilt „Pale Flower“ längst als Meisterstück und Meilenstein des japanischen Kinos der 60er-Jahre. In Deutschland ist das Werk Masahiro Shinodas (…) bis heute nur einer Handvoll Cineasten ein Begriff.“ (www.der-film-noir.de)

 

Zeitlos-Filmreihe

„There's no such thing as a foreign film. There's no such thing as an old film. The idea of any national cinema is missing the point.“ (Tilda Swinton, „The View From Here“)

Dieses schöne Zitat der Oscarpreisträgerin Swinton bildet den Ausgangspunkt der kleinen Filmreihe „Zeitlos“. „There's no such thing as an old film” oder in anderen Worten: Jeder Film, den wir bis jetzt noch nicht gesehen haben, ist neu. Und manche Filme sind zeitlos. Sie bringen uns immer wieder zum Staunen, sie altern nicht, sie überraschen uns, sie sind forever young. Dies sind auch die Eigenschaften der Zeitlos-Filme.

Die Reise geht in entlegene, absonderliche, unerhörte, nie gesehene filmische Welten: We want to get lost!

10
Juni
2023
Samstag, 10. Juni 2023 21:15
Fast Times at Ridgemont High USA 1982, ca. 90 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Amy Heckerling, Darsteller: Sean Penn,

Fast Times at Ridgemont High

USA 1982, ca. 90 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Amy Heckerling, Darsteller: Sean Penn, Jennifer Jason Leigh, Judge Reinhold, Robert Romanus

Brad Hamilton ist in seinem letzten Jahr an der Ridgemont High und hat ehrgeizige Lebenspläne, die aber zu scheitern drohen. Seine Schwester Stacy will ihre ersten Erfahrungen mit Jungs sammeln und erhält Unterstützung von ihrer angeblich erfahrenen Freundin Linda. Die wird von dem egomanischen Mike geschwängert. Derweil tut der ständig bekiffte Jeff Spicoli alles, um dem argwöhnischen Geschichtslehrer Mr. Hand aus dem Weg zu gehen ...

"Selbst ein Charakter wie Mike Damone wird nicht zum „Schurken“ degradiert: Er hat sich wie ein Arschloch verhalten, ja, aber der Film gesteht ihm eine Entwicklung zum Positiven zu. Das scheint dann auch die wesentliche „Aussage“ des Films zu sein, wenn man eine solche denn unbedingt herausfiltern möchte: Die Jugend ist eine Zeit, in der man Erfahrungen sammelt. Diese beinhaltet Enttäuschungen und Fehltritte genauso wie Erfolge und Glücksmomente. Entscheidend ist, dass man nicht auf der Stelle stehen bleibt, sondern mit seinen Erfahrungen wächst. Schön, dass FAST TIMES AT RIDGEMONT HIGH einem dies vermittelt, ohne dabei auch nur einmal den belehrenden Zeigefinger zu heben." (Oliver Nöding, Remember It For Later)

Der 80s Club geht in die nächste Runde! Diesmal direkt an die amerikanische High School. Wer sich jetzt denkt: „Komisch, von dem Film habe ich noch nie was gehört?“ ... tja, der kennt den Film eventuell noch unter dem alten deutschen Titel „Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald!“. Immer wieder amüsant, was die damaligen Filmverleiher für zugstarke Titel hielten. Wir wünschen euch viel Spaß und gute Unterhaltung mit der „Mutter aller Highschool-Filme“.

 

14
Juni
2023
Mittwoch, 14. Juni 2023 20:00
Filmament-Sondersichtung Nr. 9 Die Grenzgängerin Deutschland 2022, 140 Min., Regie: Götz Graubner, Darsteller: Luna Mittig, Tuba Pfeilschifter,

Filmament-Sondersichtung Nr. 9

Die Grenzgängerin

Deutschland 2022, 140 Min., Regie: Götz Graubner, Darsteller: Luna Mittig, Tuba Pfeilschifter, Dorothee Griehl, Witalij Kühne

Sybille steht gewaltig unter Druck. Ihr vertraglich vereinbartes neues Sachbuch ist überfällig. Aber das ist nicht alles, was sie bedrückt. Da die Autorin als Kleinkind in einem Waisenhaus abgegeben wurde, verspürt Sybille schon seit längerem das Verlangen den Verbleib ihrer Eltern und ihren Ursprungsort zu finden. Die jahrelange Suche bekommt eine Wende, als sie erfährt, dass sie angeblich aus einem Grenzdorf stammt, welches im Zuge des Mauerbaus der DDR vernichtet wurde. Zudem wird sie seit frühester Jugend von sich wiederholenden Albträumen heimgesucht, die sie zunächst nicht deuten kann. Zusammen mit ihrer Fotografin begibt sich Sybille auf eine Reise an die ehemalige deutsch/deutsche Grenze. Je näher beide ihrem Ziel kommen, umso klarer werden Sybilles Visionen, mit Hilfe derer sie die Ruinen ihrer Heimat finden kann. Das verschwundene Dorf, aber auch ihre Familie scheinen ein schockierendes Geheimnis zu hüten.

Regisseur und Drehbuchautor Götz Graubner hat mit minimalem Budget, Aufwand und Ausstattung, dafür aber viel Engagement und Leidenschaft einen Mystery-Thriller mit Roadmovie-Elementen geschaffen. Gedreht wurde an unterschiedlichen Schauplätzen in Franken, als Kulisse diente dabei auch das ehemals geteilte deutsch-deutsche Grenzdorf Mödlareuth.