Filme

Der Satan

OT: Sweet Saviour, USA 1970, 89 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Bob Roberts, D.: Troy Donahue, Renay Granville, Francine Middleton

Er fühlt sich als Erlöser der Menschheit, läßt sich "Moon" nennen und leitet eine Hippiekommune, die sich der Promiskuität und dem Rauschgift widmet. Um an den "Schweinen" ein Exempel zu statuieren, läßt er die Gastgeberin einer Sexparty, eine schwangere Schauspielerin, und ihre Partygäste ermorden. Ein Machwerk, das den Mordfall Manson/Sharon Tate ausschlachtet.“ (Filmdienst)

Ein Beispiel für die zahllosen Billigfilme, die den Manson-Fall als publikumswirksamen Aufhänger benutzten, um Sex, Gewalt und Drogenexzesse zu präsentieren. Produktionsmanager war der spätere Troma-Chef Lloyd Kaufman.

 

Charles-Manson-Special

Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ brachte den berüchtigten 2017 verstorbenen Sektenführer Charles Manson wieder ins Gespräch. Er befahl seiner „Family“ – einer Art Hippie-Kommune, die allerdings wenig mit „love & peace“ zu schaffen hatte - 1969 grausame Morde. Unter den Opfern war die hochschwangere, mit Roman Polanski verheiratete Schauspielerin Sharon Tate. Für viele markierten die brutalen Tötungen das blutige Ende der friedlichen Hippie-Ideale, „Summer of Hate“ nannte sich dann auch ein Hörspiel von Jörg Buttgereit.

Manson wurde als fragwürdige Kultfigur, als Symbol des Bösen, schnell Teil der Popkultur. Schon lange vor
„Once Upon a Time in Hollywood“ nahmen sich viele Filme des Themas an, in unterschiedlicher Form und auf unterschiedlichem Niveau. Wir zeigen drei Beispiele.

Filme

Big Snuff

OT: Snuff, Argentinien/USA 1976, 80 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Michael Findlay, Roberta Findlay, Simon Nuchtern, D.: Tina Austin, Brain Cary

Einer der größten Skandale der Filmgeschichte!

Der Hintergrund: Mitte der 70er tauchten in den Medien erstmals Gerüchte um sogenannte "snuff movies" (snuff: zu deutsch "abkratzen") auf. Dabei soll es sich um vornehmlich in Südamerika gedrehte Filme handeln, in denen vor der Kamera reale Morde verübt werden. Angeblich werden sie dann in den USA und anderorts zu horrenden Eintrittsgeldern illegal vorgeführt. Es handelt sich hier um nicht mehr als eine "urban legend". Doch der Mythos "snuff" lebt bis heute und wurde auch immer wieder in Großproduktionen wie „Hardcore“ von Paul Schrader oder "8 mm" von Jole Schumacher aufgegriffen.

„Snuff“ nahm sich des Themas schon 1976 an. Das findige, auf Exploitation-Streifen spezialisierte Produzenten-Ehepaar Roberta und Michael Findlay drehte zunächst 1971 in Argentinien den Horrorstreifen "The Slaughter". Er handelt von einer stark an die Charles-Manson-Sekte angelehnte Hippie-Bande, die einige brutale Morde verübt. Mitte der 70er kam die Manson-Family wegen des versuchten Anschlags eines Ex-Mitglieds auf US-Präsident Gerald Ford wieder in die Schlagzeilen: Man kam auf die Idee, den Billigstreifen nun in die US-Kinos zu bringen, aber mit einer neuen Endsequenz zu versehen: Darin wird die Darstellerin – freilich eine ganz andere Frau, als zuvor im Film zu sehen war – vom Filmteam – angeblich real! – bestialisch ermordet. Die natürlich gestellte Szene wurde von einem anderen Regisseur, Simon Nuchtern, gedreht und ist auf wesentlich höherem handwerklichen Niveau inszeniert als der restliche Film. Dies trug dazu bei, dass sie von vielen entsetzten Zuschauern für authentisch gehalten wurde. Ebenso die reißerische Werbung: "The film that could only be made in South America where life is cheap!", posaunte der US-Verleih. Der deutsche Verleih des Sexproduzenten Alois Brummer behauptete, dass der Film "in allen Staaten der USA vom FBI gejagt" werde. "Snuff" wurde dann auch ein Riesen-Skandal. Der Oberbürgermeister von New York sah sich genötigt, eine Pressekonferenz mit dem quicklebendigen "Snuff-Opfer" einzuberufen, Brummer musste sich in Deutschland wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Der Schocker wurde natürlich auch in vielen Ländern Opfer von Zensur, nach einem reißerischen "Bild"-Artikel ließ sich die deutsche Staatsanwaltschaft ebenfalls nicht lumpen. Der Einziehungs-Beschluss ist allerdings mittlerweile verjährt.

Aus heutiger Sicht ist
"Snuff" vor allem ein interessantes Lehrstück in Sachen Publikumsmanipulation – und ein äußerst dunkles Stück Filmgeschichte. Wir zeigen die ungeschnittene Fassung, das unzensierte Ende wird digital zugespielt.

Charles-Manson-Special

Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ brachte den berüchtigten 2017 verstorbenen Sektenführer Charles Manson wieder ins Gespräch. Er befahl seiner „Family“ – einer Art Hippie-Kommune, die allerdings wenig mit „love & peace“ zu schaffen hatte - 1969 grausame Morde. Unter den Opfern war die hochschwangere, mit Roman Polanski verheiratete Schauspielerin Sharon Tate. Für viele markierten die brutalen Tötungen das blutige Ende der friedlichen Hippie-Ideale, „Summer of Hate“ nannte sich dann auch ein Hörspiel von Jörg Buttgereit.

Manson wurde als fragwürdige Kultfigur, als Symbol des Bösen, schnell Teil der Popkultur. Schon lange vor
„Once Upon a Time in Hollywood“ nahmen sich viele Filme des Themas an, in unterschiedlicher Form und auf unterschiedlichem Niveau. Wir zeigen drei Beispiele.

FILMAMENT, DIE 23. SICHTUNG

 

Filmament, die Präsentationsplattform für Filmschaffende, präsentiert zum 23. Mal Spiel- und Dokumentarfilme verschiedenster Kategorien, Genres und Techniken.
Die Filmemacher werden nach Möglichkeit anwesend sein und für Gespräche mit dem Publikum zur Verfügung stehen.

Eintritt: 3,- €

DER LETZTE AUFTRITT
D 2019, 7 Min., R.: Diana Zeiler, D.: Edeltraut Kunz, Marianne Guhr, Doris Reinemann-Kock
Durch einen Zeitungsartikel in den Erlanger Nachrichten hatten zwei liebevoll-schrullige Damen von der Schließung des letzten Handschuhgeschäfts erfahren.
Es wurde in der vierten Generation von der Familie Pfeiffer geführt.
So überlegten Mathilde und Ihre Freundin, wie Sie noch ein paar wertvolle Handschuhe klauen könnten. Sie planten einen Einbruch in dem Handschuhgeschäft.
Lassen Sie sich von dem süß-humorvollen Film überraschen. Der Film wurde mit Laienschauspielern gedreht.

PYGMALION GENESE
D 2019, 17 Min., R.: Lambros Zakkas, D.: Wolfgang Skirlo, Marco Trosi, Eduard Linn
No singer no cry. Dies ist die Entstehungsgeschichte der Nürnberger Band PYGMALION, deren Mitglieder in einer Selbsthilfegruppe für Sängertraumatisierte aufeinander treffen. Ihr Leidensweg findet endlich ein Ende, als sie beschließen, eine instrumentale Post-Prog-Metal-Band zu gründen. Ohne Gesang.

FILM IST KEIN BANDEISEN. DER ARCHIVAR
D 2019, 11 Min., R.: Jeremias König
Lutz Henschel, ein älterer Herr mit viel Erfahrung und Weisheit, ist Archivar bei der Stiftung Deutsche Kinemathek in Berlin.
Er gewährt uns einen Blick in seine Arbeitswelt und kommentiert dies mit seiner berlinerischen Direktheit.

BETWEEN STRINGS
D 2019, 10 Min., R.: Pavel D. Vitko
Eine Erzählung über einen jungen Jurastudenten, der das Jurastudium abgebrochen hat, um sich selbst in der Musikbranche zu verwirklichen.
Er steht alleine ohne jegliche Unterstützung da und versucht Zweifel und Ängste zu bekämpfen. Aber es ist die Musik die ihm Hoffnung und den Sinn für das Leben gibt.
Eine Geschichte über Verlust, Angst und Ablehnung, aber auch eine Geschichte über Hoffnung, Inspiration und ehrliche Musik.

RACE ACROSS AMERICA
D 2017, 10 Min., R.: Lorenz Wetscher
Das härteste Radrennen der Welt führt über 5.000 Meilen durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Filmcrew ist acht deutschen Rennfahrern auf ihrem Weg gefolgt, um das beste europäische Team zu werden. Fahrer und Crewmitglieder schwitzten wie Hunde und die Kameras liefen ununterbrochen - von der brutalen Hitze in Arizona über das atemberaubende Monument Valley bis zu den grünen Wiesen von Maryland.

FESK
D 2019, 14 Min., R.: Lea Fleischer, D.: Achim Wolff, Babette Winter
Johann, ein ehemaliger Leuchtturmwärter, lebt mit seiner Frau in der Abgeschiedenheit der Nordseeküste bei Amrum. Während sie nach Elmshorn umziehen möchte, weil sie Leben in der Einsamkeit keinen Sinn mehr sieht, fühlt er sich mit seiner Umgebung und seinem ehemaligen Beruf fest verwurzelt, und sträubt sich gegen jede Veränderung seines alltäglichen Daseins.
Ein melancholischer, äußerst stimmungsvoll inszenierter und Film mit beeindruckenden Natur- und Landschaftsaufnahmen.

JERKWATER TOWN
D 2017, 24 Min., R.: Lorenz Wetscher, D.: Marshall Titus, Steven Crouse, Lorenz Wetscher
Um in der Postapokalypse zu überleben, muss Hansi seine alte Heimat plündern und gerät dabei schnell auf Kriegsfuß mit Anführer Fritz.
Mit Jerkwater Town kommt ein Endzeitdrama auf die Leinwand, welches komplett in Mittelfranken produziert wurde.
Neben einer 30-köpfigen Crew konnte der US-amerikanische Schauspieler Marshall Titus (Barbershop) für die Rolle des mysteriösen Charakters John gewonnen werden.

Electric Girl

Deutschland/Belgien 2018, 89 Min, deutsche Fassung, digital, R.: Ziska Riemann, D.: Victoria Schulz, Hans-Jochen Wagner, Svenja Jung

Poetry Slammerin Mia bekommt die Chance, als Synchronsprecherin die Anime-Superheldin Kimiko zu verkörpern. Dabei entdeckt sie immer mehr Parallelen zwischen sich und dieser mutigen jungen Frau. Auch Mia hat auf einmal außergewöhnliche Kräfte und kann übermenschliche Taten vollbringen: genau wie Kimiko sieht sie Elektrizität, kann von Dächern springen und Menschenleben retten. Sie beschließt diese erwachenden Kräfte zu nutzen und auch im echten Leben gegen das Böse zu kämpfen. Denn wie im Anime planen feindliche Mächte die ganze Menschheit zu vernichten. In ihrem melancholischen Nachbarn Kristof findet Mia einen Seelenverwandten, und ihren Co-Helden. Eines wird dabei jedoch zunehmend deutlicher – irgendetwas stimmt nicht mit Mia. Während ihr in einem manischen Rausch kein Opfer zu groß ist, die Welt zu retten, gerät ihr eigenes Leben komplett aus dem Gleichgewicht: Realität und Wahn scheinen gefährlich miteinander zu verschmelzen.“ (Farbfilm-Verleih)

"Eindrucksvolle Bilder und überzeugende Schauspieler bringen den Zuschauer direkt in eine Welt, in der die Grenze zwischen Wahn und Realität immer mehr verschwimmt."

(SR.de)

"Eine geniale Mischung aus Spiel- und Zeichentrickfilm"

(Deutschlandfunk Kultur)

"Eigenwilliges, energiegeladenes deutsches Kino"

(BR KINO KINO)

 

Helter Skelter

USA 1976, 92 Min, Originalversion, 16mm, R.: Tom Gries, D.: George DiCenzo, Steve Railsback, Nancy Wolfe

Auf dem Anwesen Roman Polanskis finden sich die fünf Leichen bestialisch Ermordeter, darunter auch seine Frau Sharon Tate. Ein paar Tage darauf wird noch ein Ehepaar ermordet aufgefunden. Alles deutet auf einen gewissen Charles Manson hin, der sich für den Satan hält und um den sich eine eine Horde Leichtgläubiger schart.

Es folgt eine gnadenlose Jagd auf ihn und seine Gefolgsleute, die in einem gigantischen Gerichtsprozess endet.

Die darstellerischen Leistungen sind ausnahmslos sehr gut und insbesondere die Besetzung von Manson ist die mit Abstand beste bis heute. Die Dialoge sind ebenfalls großartig geschrieben, sodass es zu vielen intensiven Szenen kommt. Wer Gerichtsfilme mag und sich für das Thema interessiert, bekommt hier einen zu unrecht in Vergessenheit geratenen Genrevertreter geboten. Mit die beste, authentischste und fesselndste Verfilmung, die bis heute über die Manson-Familie gedreht wurde.” (www.ofdb.de)

 

Charles-Manson-Special

Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ brachte den berüchtigten 2017 verstorbenen Sektenführer Charles Manson wieder ins Gespräch. Er befahl seiner „Family“ – einer Art Hippie-Kommune, die allerdings wenig mit „love & peace“ zu schaffen hatte - 1969 grausame Morde. Unter den Opfern war die hochschwangere, mit Roman Polanski verheiratete Schauspielerin Sharon Tate. Für viele markierten die brutalen Tötungen das blutige Ende der friedlichen Hippie-Ideale, „Summer of Hate“ nannte sich dann auch ein Hörspiel von Jörg Buttgereit.

Manson wurde als fragwürdige Kultfigur, als Symbol des Bösen, schnell Teil der Popkultur. Schon lange vor
„Once Upon a Time in Hollywood“ nahmen sich viele Filme des Themas an, in unterschiedlicher Form und auf unterschiedlichem Niveau. Wir zeigen drei Beispiele.

Das letzte Loch ist der Mund

Deutschland 2017, 90 Min, deutsche Fassung, digital, R.: Klaus Erich Dietl, D.: Thomas Glatz, Michael Jandejsek, Martin Krejcí

In dem Experimentalfilm geht es um einen jungen Mann, der sich selbst in Anlehnung an den amerikanischen Serienmörder Albert Fish, Jakob Fisch nennt, und Morde gesteht, die er nicht begangen hat.“ (Quelle: www.filmstarts.de)

„„Das letzte Loch ist der Mund“ ist nun kein Psychothriller oder typischer Serienmörderfilm. Viel eher entwickelt er sich zum Essay über die Lüge, die Sprache und die Justiz. Da ist es nicht immer einfach zu folgen, aber der Film strahlt einen solch sympathischen Do-It-Yourself-Charme aus, dass man gerne am Ball bleibt.

Für dieses Projekt haben sich einige bekannte Vertreter der Münchner Subkultur zusammengetan. Neben Stephanie Müller (Beißpony) und Boomgaarden wirkten auch Patrick Schimanski (48nord), Peter Wacha (Disko B, ChicksOnSpeed), Barbara Herold (Labor45) oder Susanne B. Schmitt (Gender Salon) mit. Noch dazu wurde der Film mit keinerlei öffentlicher Förderung realisiert. Das merkt man ihm auch an – was durchaus positiv gemeint ist!“ (www.muenchner-feuilleton.de)

"Es ist ein Kunstfilm zur Sprachstruktur der Lüge im Amtsapparat. Die Filmmusik hat Patrick Schimanski (48nord) komponiert. Wolfgang Müller von Die Tödliche Doris, Ian Svenonious von Chain And The Gang und beißpony haben Songs beigesteuert. Das Sounddesign hat Fabian Zweck gemacht. Er hat mit Alexander Kluge "Die Pranke der Natur" produziert." (Regisseur Klaus Erich Dietl)

Langsam bekommen wir den Film zu fassen: Vorder­gründig geht es um die Mörder–Story, hinter­gründig wird die Frage nach dem Verhältnis von Wahrheit und Lüge im Justiz­system gestellt, im Filmbauch aber geht es um sprach­liche Tiefen­schärfe und radikale Abna­be­lungs­mo­mente aus einer gefräßigen Sprach­kultur. So toll, wie dieser Film gleichsam ein desta­bi­li­sie­rendes wie konsti­tu­tives Moment darstellt, wenn es den handelnden Rechts­staat eines dekla­ra­to­ri­schen Still­standes bezich­tigt. Ein Still­stand, der das Bestehen eines Rechts oder Rechts­ver­hält­nisses bezeugt, während die Rechts­wir­kung schon vor dem Rechtsakt einge­treten ist. Radikaler geht’s kaum noch. Und es ist toll, wie es gleich­zeitig um den Justiz- wie um den Filmap­parat an sich geht. Ein Filmap­parat, in den eine Lüge einge­schleust wird.“ (Pico Be, Artechock)

"Ein Film über das kreative Lügen und gleichzeitig ein Film über brutale Wahrheit. Das weiß ich wegen meiner gepflegten Doppelzüngigkeit als Filmkritiker und als Staatsanwalt, naja Oberstaatsanwalt. Endlich ein Film über mich. Ich fühl' mich überführt." Dietrich Kuhlbrodt (Staatsanwalt A.D., Filmkritiker und Schauspieler aus dem Cast von Christoph Schlingensief)

Regisseur Klaus Erich Dietl und Hauptdarstellerin Stephanie Müller werden bei der Vorstellung am 17.10. persönlich anwesend sein!!

 

Halloween – Die Nacht des Grauens

OT: Halloween, USA 1978, 91 Min., deutsche Fassung, digital, R.: John Carpenter, D.: Donald Pleasance, Jamie Lee Curtis, Nick Castle, Sandy Johnson

Den Auftakt unseres Double-Features bildet die Mutter aller Halloween-Filme: „Halloween“. Darin treibt Slasher-Sensation Michael Myers (Nick Castle) sein Unwesen. Der gestörte Maskenmann ersticht als Sechsjähriger seine pubertierende Schwester, was ihn auf direktem Weg ins Sanatorium für psychisch Kranke befördert. Fünfzehn lange Jahre ist er dort den Analysen des Psychiaters Dr. Sam Loomis ausgeliefert, bevor ihm ausgerechnet am Abend von Halloween die Flucht aus der Klapse gelingt. Perfektes Timing, um der Babysitterin Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) eine Höllennacht zu bescheren …

John Carpenters Überraschungshit begründete mit seinem immensen Erfolg das Genre des Slasher-Films. Unzählige Nachahmer folgten, doch kaum einer erreichte die Qualität des Originals. Das liegt gewiss auch an der Präsenz von Jamie Lee Curtis, die bis heute als erste Scream-Queen der Filmgeschichte von ihrem unumstößlichen Thron grüßt.

 

Halloween-Double-Feature

Ihr habt keine Lust auf pfiffige Kostümierungen? Bettelnde Knirpse vor der Türe sind Euch ein Graus? Und die Halloween-Fete Eurer Kollegen ist auch nur deshalb gruselig, weil der Chef ebenfalls eingeladen ist? Dann holt Euch den wahren Horror und durchschreitet die Pforten des Film-Fegefeuers KommKino! In unserem Saal ist kein Platz für Kinderkacke. Hier wütet der blanke Terror, fordert das Grauen seinen unermesslichen Blutzoll. Halloween für Erwachsene, mit zwei Kult-Klassikern des Horror-Kinos.

Ritter der Dämonen

OT: Tales From the Crypt Presents: Demon Knight, USA 1995, deutsche Fassung, digital, R.: Gilbert Adler, Ernest R. Dickerson, D.: Billy Zane, William Sadler, Jada Pinkett Smith, Brenda Bakke

Oh weia, jetzt wird‘s eng: Sechs der sieben Schlüssel, die das Tor zur Hölle öffnen, haben sich die dämonischen Heerscharen bereits unter den Nagel gerissen. Fehlt nur noch Nummer sieben, um den Beelzebub zu entfesseln. Dumm nur, dass der begehrte Schlüssel vom übereifrigen Wächter Frank Brayker (William Sadler) beschützt wird. Spezialkraft: das Blut Christi. Ob das ausreicht, um die Angriffe des dämonischen Collector (Billy Zane) abzuwehren?

Ernest Dickersons („The Walking Dead“) kultiger Beitrag zur „Tales From The Crypt“-Reihe war bis Dezember 2016 in Deutschland indiziert. Von CIC-Video wurde die VHS-Auswertung 1995 gar bereits nach zwei Wochen zurückgezogen, da eine Beschlagnahme drohte. Konsequenterweise sorgen dann auch jede Menge Splattereffekte für gute Laune im Kinosaal und den einen oder anderen Schmunzler.

 

Halloween-Double-Feature

Ihr habt keine Lust auf pfiffige Kostümierungen? Bettelnde Knirpse vor der Türe sind Euch ein Graus? Und die Halloween-Fete Eurer Kollegen ist auch nur deshalb gruselig, weil der Chef ebenfalls eingeladen ist? Dann holt Euch den wahren Horror und durchschreitet die Pforten des Film-Fegefeuers KommKino! In unserem Saal ist kein Platz für Kinderkacke. Hier wütet der blanke Terror, fordert das Grauen seinen unermesslichen Blutzoll. Halloween für Erwachsene, mit zwei Kult-Klassikern des Horror-Kinos.

Fleisch und Blut

OT: Flesh and Blood, Niederlande/Spanien/USA 1985, deutsche Fassung, 35 mm, R.: Paul Verhoeven, D.: Rutger Hauer, Jennifer Jason Leigh, Tom Burlinson, Jack Thompson

Italien, um das Jahr 1500: Der adelige Schnösel Arnolfini beauftragt eine Gruppe von Söldnern, sein Schloss aus den Händen des Feindes zu befreien. Gute Idee, schließlich verstehen die Jungs, die Anführer Martin (Rutger Hauer) um sich schert, ihr Handwerk. Was sie allerdings gar nicht leiden können, ist, wenn sie um ihren Sold betrogen werden – dumme Idee, Arnolfini. Die gewaltbereiten Haudegen nehmen den Kampf gegen den Blaublüter auf und rauben Agnes, die mit dessen Sohn verheiratet werden soll …

Wem „Game of Thrones“ zu pathetisch und „Excalibur“ zu weichgezeichnet ist, darf sich Paul Verhoevens („Basic Instinct“, „Starship Troopers“) Mittelalter-Metzelei nicht entgehen lassen. Der Niederländer lässt raue Zeiten wiederaufleben, ungeschönt und schmutzig. Der katholische Filmdienst verleiht seiner Begeisterung mit folgenden Zeilen Ausdruck: „ein blutrünstiges Sex-und-Crime-Spektakel, das die Anhäufung von Brutalitäten als naturalistische Bebilderung des dunklen Mittelalters ausgibt.“ Mit anderen Worten: ein Muss!

 

 

In memoria di Rutger Hauer

Am 19. Juli verstarb der niederländische Schauspieler Rutger Hauer. Er wirkte in sehr unterschiedlichen Filmen mit, wobei er besonders in der Zusammenarbeit mit dem ebenfalls aus den Niederlanden stammenden berühmten Regisseur Paul Verhoeven glänzte. Wir zeigen fünf von Hauers interessantesten Werken im originalen 35mm-Kinoformat.

The Lickerish Quartet

USA 1970, 90 Min, digital, Originalversion, R.: Radley Metzger, D.: Silvana Venturelli, Erika Remberg, Frank Wolff

In einem Schloss sieht sich eine Familie einen Super-8-Pornofilm an und kommentiert den fehlenden Realismus des Films. Am nächsten Tag besuchen sie einen Jahrmarkt und bemerken bei einer Motorradstuntshow eine junge Frau, die einer Darstellerin aus dem Super-8-Film ähnelt. Sie laden sie ein und sehen sich zusammen den Film an, doch plötzlich scheint die Filmdarstellerin anders auszusehen, und nach und nach sehen auch Familienmitglieder anders bzw. wie die Darsteller aus dem Film aus.

Radley Metzgers surrealistischer Erotikfilm spielt komplex mit Realitätsebenen und Illusionen und ist darüber hinaus auch noch wunderschön. „Ein unerhört ausgefallenes Meisterwerk!“ (Andy Warhol)

 

Filme

Blinde Wut

OT: Blind Fury, USA 1989, 86 min, 35mm, R.: Phillip Noyce, D.: Rutger Hauer, Terry O’ Quinn, Brandon Call

„Er ist schnell wie der Blitz, stark wie ein Stier, doch leider blind wie ein Maulwurf. Nick Parker (Rutger Hauer) hat im Vietnam-Krieg sein Augenlicht verloren. Zähes Training im Dschungel hat aber aus dem unbeholfenen Blinden einen perfekten Schwertkämpfer gemacht. Als er Jahre später seinen ehemaligen Kriegskameraden, den jetzigen Chemiker Frank (Terry O’Quinn) besucht, gerät der knallharte Nick mitten in einen heiklen Entführungsfall. Frank nämlich befindet sich in den Händen von Gangstern, für die er synthetische Drogen herstellen soll. Mit Billy, dem neunjährigen Sohn Franks als Faustpfand, wollen die Verbrecher den Widerstand von Frank brechen. Nick Parker jedoch haben die Verbrecher nicht auf ihrer Rechnung. Eine actionreiche, rasante Verfolgungsjagd, mit humoriger Situationskomik und brillanten Schwertkampf-Szenen nimmt ihren Lauf …“ (moviepilot.de)

„Kurzweilig und rasant umgesetzter Actioner mit viel Charme und Witz. Die Darsteller sind gut, die Action zahlreich vorhanden und spektakulär, zusätzlich mit einigen Härten versehen. Kulisse und Score passen, auch die gesamt Inszenierung. Die Grundstory ist auch hier nur ein Aufhänger, aber wer achtet schon bei der vielen Action darauf?

Auf jeden Fall ein "echter Hauer".“ (ofdb.de)

„Teils furios inszenierte Mischung aus Actionfilm, Melodram und Roadmovie, unterschwellig jedoch eine bedenkliche ideologische Aufarbeitung des amerikanischen Traumas Vietnam.“ (katholischer Filmdienst)

 

In memoria di Rutger Hauer

Am 19. Juli verstarb der niederländische Schauspieler Rutger Hauer. Er wirkte in sehr unterschiedlichen Filmen mit, wobei er besonders in der Zusammenarbeit mit dem ebenfalls aus den Niederlanden stammenden berühmten Regisseur Paul Verhoeven glänzte. Wir zeigen fünf von Hauers interessantesten Werken im originalen 35mm-Kinoformat.

Türkische Früchte

OT: Turks fruit, Niederlande 1973, deutsche Fassung, 35 mm, R.: Paul Verhoeven, D.: Monique van de Ven, Rutger Hauer, Tonny Huurdeman

„Der Bildhauer Eric Vonk lernt beim Trampen Olga kennen, in die er sich unsterblich verliebt. Kurz nach der Heirat brennt Olga jedoch mit einem reichen Amerikaner durch. Nach einigen Jahren erfährt Eric, dass sie inzwischen als Prostituierte ihr Dasein fristet und an einem unheilbaren Gehirntumor leidet.“ (Wikipedia)

Rutger Hauers zweite Zusammenarbeit mit Paul Verhoeven bedeutete für beide den großen Durchbruch. „In den Niederlanden war "Türkische Früchte" mit 3,3 Mio. Kinobesuchern ein enormer Erfolg, statistisch hat also jeder vierte Niederländer den Film damals im Kino gesehen. International konnten sich sowohl Paul Verhoeven als auch Rutger Hauer mit diesem Film einen Namen machen, der 1974 für den Oscar "Bester ausländischer Film" nominiert wurde. Darüber hinaus wurde "Türkische Früchte" im Jahr 2000 auf dem Niederländischen Filmfestival als "Bester niederländischer Film des Jahrhunderts" mit dem Goldenen Kalb geehrt.“ (www.schnittberichte.com)

„Ein wüstes, lebendiges, exzessives und todtrauriges Liebesdrama, das sämtliche formale, inhaltliche und erzählerische Normen seiner Zeit sprengte. Ein ganz großer Film“ (Harald Ladstätter, www.filmtipps.at)

 

In memoria di Rutger Hauer

Am 19. Juli verstarb der niederländische Schauspieler Rutger Hauer. Er wirkte in sehr unterschiedlichen Filmen mit, wobei er besonders in der Zusammenarbeit mit dem ebenfalls aus den Niederlanden stammenden berühmten Regisseur Paul Verhoeven glänzte. Wir zeigen fünf von Hauers interessantesten Werken im originalen 35mm-Kinoformat.

Das Osterman-Weekend

OT: The Osterman Weekend, USA 1983, deutsche Fassung, 35 mm, R.: Sam Peckinpah, D.: Rutger Hauer, John Hurt, Craig T. Nelson, Dennis Hopper

„Ein CIA-Agent steuert den Wochenendtreff einiger Freunde in ein mörderisches Chaos, indem er sie durch manipulierte Bildaufzeichnungen als Instrument seiner Rache zu gebrauchen versucht. Interessante Variante eines Spionagefilms, deren Reiz in der vielschichtigen Beschreibung der manipulativen Möglichkeiten des modernen Medienapparates liegt - wenn auch über weite Strecken Action- und Gewaltszenen dominieren.“ (Lexikon des internationalen Films)

Das letzte Werk des legendären, 1984 verstorbenen Meisterregisseurs Sam Peckinpah.

 

In memoria di Rutger Hauer

Am 19. Juli verstarb der niederländische Schauspieler Rutger Hauer. Er wirkte in sehr unterschiedlichen Filmen mit, wobei er besonders in der Zusammenarbeit mit dem ebenfalls aus den Niederlanden stammenden berühmten Regisseur Paul Verhoeven glänzte. Wir zeigen fünf von Hauers interessantesten Werken im originalen 35mm-Kinoformat.

Der Soldat von Oranien

OT: Soldaat van Oranje, Niederlande/Belgien 1977, 155 min, 35mm, Original mit englischen Untertiteln, R.: Paul Verhoeven, D.: Rutger Hauer, Jeroen Krabbé, Susan Penhaligon

„Eine Gruppe von Studenten gerät in die Wirren des 2. Weltkrieges, als die deutsche Armee überraschend in den Niederlanden einmarschiert und das Land besetzt. Das Leben der sechs Freunde wird sich für immer verändern und sie werden sich entscheiden müssen, auf welcher Seite sie sich beteiligen. Einige schließen sich bewusst dem Widerstand an, andere arbeiten für die deutschen Besatzer. Im Mittelpunkt stehen dabei besonders Erik (Rutger Hauer) und Guus (Jeroen Krabbé).
Der Film basiert auf den Memoiren von Erik Hazelhoff Roelfzema, einem Mitglied des Widerstandes, Pilot der Royal Airforce und Adjutant der holländischen Königin Wilhelmina während des Exils in London, und erzählt die Geschichte eines Mannes, der aus den unterschiedlichsten Motiven heraus zum Widerständler wird.

Mit SOLDAAT VAN ORANJE gelang Ausnahmeregisseur Paul Verhoeven ein epischer Kriegsfilm, ein Spionagethriller und ein Kriegsdrama in einem.“ (Carlito Brigante)

 

In memoria di Rutger Hauer

Am 19. Juli verstarb der niederländische Schauspieler Rutger Hauer. Er wirkte in sehr unterschiedlichen Filmen mit, wobei er besonders in der Zusammenarbeit mit dem ebenfalls aus den Niederlanden stammenden berühmten Regisseur Paul Verhoeven glänzte. Wir zeigen fünf von Hauers interessantesten Werken im originalen 35mm-Kinoformat.

The Children of Golgotha

Deutschland 2019, ca. 109 Min, deutsche Fassung, digital, R.: Günther Brandl, D.: Yvette Costeau, Sanela Demirovic, Melody Bayer

Ein Kloster in Venezuela, 1929: Auf Wunsch ihrer Eltern wird die junge Maria als Nonne im Orden aufgenommen. Die strengen Regeln des Konvents und die Annäherungen ihrer Mitschwester sollen aber bald nicht mehr ihr einziges Problem bleiben. Denn seit hinter einer Wand der Kapelle ein altes Fresko freigelegt wurde, scheinen unheilige Mächte im Kloster Einzug zu halten. Selbst der Sohn Gottes persönlich steigt vom Kreuz herab, um die Ordensschwestern in einen Strudel aus Lust und blutigen Ritualen zu treiben ...

Der neue Film von "Unholy Ground"-Macher Günther Brandl bietet diesmal eine wilde Mischung aus Okkult-Horror und Nunsploitation, mit jeder Menge Blut und nackter Haut. Ein gerade erst abgedrehtes Werk aus der unermüdlichen No-Budget-Werkstatt der Geschwister Brandl, die seit 1998 bereits über 50 Langfilme produziert hat.

 

KARACHO – 5. Festival des Actionfilms

15.-17.11.2019 im KommKino Nürnberg

Das Actionfilmfestival geht in die fünfte Runde und präsentiert wieder einen sehr abwechslungsreichen Streifzug quer durch diverse Subgenres, Länder und Jahrzehnte – von berühmten Klassikern bis zu obskuren Raritäten, vom Sportfilm bis zur Monsterschlacht, von Frankreich bis Japan, von 1936 bis 1990. Alle Filme sind als seltene 35mm-Filmkopien zu sehen, viele davon in besonderen Fassungen, etwa als originale Technicolor-Kopien oder rare Import-Kopien.

Weitere Infos zum Programm unter: https://www.facebook.com/events/701599343680601/

Timetable:

Fr 15. Nov   15:00 Heiße Katzen
17:00 Feuer und Eis
21:15 Duel (omdU)
23:00 Phantom-Kommando
Sa 16. Nov   14:00 Der Kurier des Zaren
16:00 Godzilla - Die Rückkehr des King Kong
20:30 Der Profi
22:45 Peking Opera Blues (OmdU)
So 17. Nov   14:00 Boiling Point (OmeU)
16:00 Auge um Auge
20:00 Kalter Hauch
22:00 Exterminator

Einzelticket: 6,- €

Dauerkarte: 54,- €

Dauerkartenreservierung unter: reservierung [at] kommkino.de