DJANGO – ICH WILL IHN TOT

Django_Ich_will_ihn_tot
Samstag, 25. April 2026 14:00
                                           Einzelticket: 6 Euro                           

DJANGO – ICH WILL IHN TOT

LO VOGLIO MORTO

ITA|ESP 1968 – DF – 85 Min. – 35mm – BW

Regie Paolo Bianchini

Buch Carlos Sarabia

Kamera Ricardo Andreu

Musik Nico Fidenco

Mit Craig Hill, Lea Massari, Jose Manuel Martin, Andrea Bosic, Licia Calderon

Solche Scheißtage gibt es einfach, das kennt doch jeder: Das Land, das Django mit seiner sauer verdienten Kohle kaufen wollte, wäre immer noch zu haben, aber nicht für wertlose Südstaatendollars, sondern nur für gutes Yankee-Geld. Als Django von dem geplatzten Grundstücksdeal zurückkommt ist seine Schwester tot. Ermordet. Und zu allem Überdruss ist der Typ, den er gerade erschossen hat, auch noch der Bruder des Sheriffs, was der wiederum gar nicht komisch findet. Django jedenfalls heftet sich an die Fersen des Mörders der Schwester, während der Sheriff wiederum Django verfolgt. Und alle Spuren führen zu dem Waffenhändler Mallek, der den Waffenstillstand der Nord- und Südstaaten verhindern will, um seinen Profit zu steigern.

Mal eine kurze Überprüfung der Versatzstücke eines Italo-Westerns: ein stoppelbärtiger Schönling mit ziemlich schlechter Laune? Check. Der eine Rache ausübt? Check. Und der im Lauf des Films gewaltig eins auf die Schnauze bekommt? Check. Von irgendwelchen Fieslingen, die es auch so richtig verdient haben, Django mit seiner schlechten Laune in die Quere zu kommen? Check. Beteiligt ist eine wunderschöne Frau, die richtig kacke behandelt wurde, und dem Fiesling ebenfalls gerne eins auswischen will? Check. Almería? Wilde Schießereien? Jede Menge heftiger Prügeleien? Ins Ohr gehende und sich dort felsenfest ablagernde Musik? Check, Check, und nochmals Check. »Django - ich will ihn tot« ist ein Musterbeispiel für einen harten, spannenden und mitreißenden Italowestern, der nur zwei Dinge im Sinn hat: Uns zeigen, wie schlecht die Welt ist. Und dabei mächtig unterhalten will.

Craig Hill darf seine beste Szene im Abspann gleich wiederholen, Lea Massari ist eines der schönsten Anhängsel, die man sich in einem Western überhaupt vorstellen kann, und das Gespann Andrea Bosic und José Manuel Martin als Schurkenduo ist mit seinem pragmatisch-wirtschaftlichen Ansatz so richtig aus dem Leben gegriffen und zieht den Unmut des Publikums aus ganzem Herzen auf sich. Auch wenn der Film eigentlich in der zweiten Reihe anzusiedeln ist, rockt er die Hütte doch gewaltig. Keine unnötigen erzählerischen Mätzchen, kein unnötiger Ballast. »Django - ich will ihn tot« ist ein Italowestern, wie man ihn sich in jungen Jahren irgendwie immer vorgestellt hat, und wie es ihn viel zu selten gibt: voll auf die Zwölf und dabei unsagbar cool und mitreißend.

Maulwurf

 
 

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  • Samstag, 25. April 2026 14:00